Deutsch-französische Radlerfreunde. Foto: pm

Schramberg/Hirson – Schon zum 19. Mal in Fol­ge tra­fen sich die Rad­freun­de der Part­ner­städ­te Schram­berg und Hir­son zu einer mehr­tä­gi­gen Aus­fahrt. Dar­über berich­ten sie in einer Pres­se­mit­tei­lung:

In die­sem Jahr hat­te Orga­ni­sa­tor Yan­nick Mar­lant drei Tages­etap­pen durch Luxem­burg, Bel­gi­en und Frank­reich auf dem Pro­gramm. Als Treff­punkt wur­de das luxem­bur­gi­sche Lultz­hau­sen ver­ein­bart. Wäh­rend die sie­ben­köp­fi­ge Grup­pe aus Schram­berg per Auto anreis­te, fuh­ren die zwölf Teil­neh­mer aus Hir­son die 160 Kilo­me­ter per Rad.

Die gegen­sei­ti­ge Begrü­ßung am Abend war herz­lich, und so ging es am nächs­ten Mor­gen bei küh­ler Wit­te­rung auf die ers­te gemein­sa­me Etap­pe durch den Nor­den des Klein­staats in Rich­tung Bas­to­gne. Rasch war die nicht mehr sicht­ba­re Gren­ze nach Bel­gi­en über­quert und nach 125 Kilo­me­tern das Tages­ziel Mal­me­dy nahe Lüt­tich erreicht. Hier in der Nähe der Renn­ste­cke von Spa wur­de der Rad­le­gen­de Eddy Mer­xx schon zu Leb­zei­ten ein Bron­ze­denk­mal errich­tet.

Tags dar­auf war mit 120 Kilo­me­tern und 2500 Höhen­me­tern der anspruchs­volls­te Stre­cken­ab­schnitt ange­kün­digt. Die Tour führ­te in Teil­ab­schnit­ten des Klas­si­kers „Flè­che de Wal­lon­ne“ in einem Auf-und-Ab durch die Arden­nen. Dabei waren ins­ge­samt sechs kur­ze aber kna­cki­ge Ram­pen zu bewäl­ti­gen, unter ande­rem die bekann­te Mur du Hoy mit einer Stei­gung von bis zu 20 Pro­zent. Die letz­ten 20 Kilo­me­tert führ­ten die Grup­pe bei strah­len­dem Son­nen­schein eben ent­lang der Meu­se (Mass) hin­ein nach Namur.

Bevor es am Tag dar­auf wie­der in Rich­tung Frank­reich ging, bot sich der laue Abend an, um zu Fuß und in schö­ner Stim­mung die gewal­ti­ge Fes­tungs­an­la­ge hoch über dem Fluß zu erkun­den. Ein High­light auf der Schluss­etap­pe war der lan­ge her­bei­ge­sehn­te Zwi­schen­stopp auf dem Markt­platz der berühm­ten Bier­stadt „Chi­may“.

In Hir­son war­te­te bereits eine Dele­ga­ti­on von Offi­zi­el­len der Stadt auf die Rad­grup­pe. Bür­ger­meis­ter Jean-Jaques Tho­mas begrüß­te die Rad­ler bei einem Emp­fang im Rat­haus und hob noch ein­mal die lang­jäh­ri­ge Freund­schaft im Zei­chen der Städ­te­part­ner­schaft und Euro­pas her­vor. In 2020 jährt sich die „Avant-Tour 2001“ das 20. Mal. Aus die­sem Anlass wol­len die deutsch-fran­zö­si­schen Rad­freun­de dann gemein­sam eine beson­de­re Jubi­lä­ums­tour orga­ni­sie­ren.