In lockerer Form präsentierten die Aufgabenfeldleiterinnen Behindertenhilfe, Nicole Bauknecht (links) und Andrea Weidemann, den Mitarbeitern der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn stiftungsinterne Veränderungen und Planungen. Foto: pm

Die Neue­run­gen des Bun­des­teil­ha­be­ge­set­zes (BTHG), das in Tei­len bereits seit Juli 2017 in Kraft ist, beschäf­ti­gen die Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn wei­ter­hin in gro­ßem Umfang. Das mach­ten Andrea Wei­de­mann und Nico­le Bauknecht bei der Mit­ar­bei­ter­ver­samm­lung der Ein­rich­tung Hei­li­gen­bronn im voll besetz­ten Eli­sa­be­tha-Glöck­ler-Saal deut­lich. Dar­über berich­tet die Stif­tung in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Nach­dem die Schul­seel­sor­ge­rin Vero­ni­ka Besen­fel­der und das Team des SBBZ Hören die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter mit einem meta­pho­ri­schen Impuls zur Musik begrüßt hat­ten, ris­sen die Auf­ga­ben­feld­lei­te­rin­nen der Behin­der­ten­hil­fe die Pro­ble­me bei der Berech­nung des finan­zi­el­len Bedarfs von Men­schen mit Behin­de­rung an.

Anstel­le der Sozi­al­hil­fe bezie­hen die von der Stif­tung betreu­ten Men­schen zukünf­tig Grund­si­che­rung und Ein­glie­de­rungs­hil­fe. Für Letz­te­res den indi­vi­du­el­len Bedarf fest­zu­le­gen, sei aller­dings sehr schwie­rig, stell­te Wei­de­mann fest. Bis­he­ri­ge Ein­grup­pie­run­gen wür­den „nicht allen Men­schen gerecht“. Zwar wer­de zur­zeit ein neu­es Bedarfs­er­mitt­lungs­in­stru­ment ent­wi­ckelt, doch die Umset­zung in der Pra­xis sei noch unklar. Die Stif­tung sei an der Ent­wick­lung aber nah dran, am Stand­ort Baindt wür­den Umset­zungs­mo­del­le erprobt.

Wei­de­mann zeig­te sich froh dar­über, dass die Schu­len bis Ende 2020 von den gesetz­li­chen Ver­än­de­run­gen des BTHG noch nicht betrof­fen sei­en. Sie hob aber auch das Posi­ti­ve des neu­en Geset­zes her­vor. Es sei eine Chan­ce für die Men­schen mit Behin­de­rung: „Wir müs­sen froh sein, wenn es Ände­rungs­mög­lich­kei­ten gibt.“ Bis zur Umset­zung sei es aber „noch ein lan­ger Weg“.

Bauknecht und Wei­de­mann gin­gen zudem auf per­so­nel­le und struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen im Unter­neh­men ein. Sie mach­ten deut­lich, dass sich im ver­gan­gen Jahr bei der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn eine Men­ge bewegt hat, ange­fan­gen bei der Über­nah­me der Auf­ga­ben­feld­lei­tung im Top-Sharing durch sie selbst. Bei­de lenk­ten den Blick zurück auf das erfolg­rei­che 150-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Blin­den­schu­le Hei­li­gen­bronn, des heu­ti­gen SBBZ Sehen.

Und sie schau­ten nach vorn: Bauknecht umriss die Pla­nun­gen für zwei neue stif­tungs­ei­ge­ne Wohn­hei­me und einen För­der- und Betreu­ungs­be­reich, die Erwei­te­rung des Schul­baus, den Neu­bau der Schul­sport­hal­le sowie bau­li­che Neue­run­gen für die erwach­se­nen Bewoh­ner in Baindt. Rund zwei Mil­lio­nen Euro flös­sen zudem in die Instand­hal­tung der Ein­rich­tun­gen.

So erhält etwa das Wohn­heim St. Anto­ni­us in Rott­weil neue Fens­ter und eine neue Brand­mel­de­an­la­ge, in Baindt wird der Schul­kin­der­gar­ten saniert. Alle stif­tungs­ei­ge­nen Gebäu­de sol­len dar­über hin­aus mit WLAN aus­ge­stat­tet wer­den. Damit wer­de die Teil­ha­be aller Bewoh­ner ent­schei­dend ver­bes­sert.