NRWZ.de, 7. Dezember 2021, Autor/Quelle: Martin Himmelheber (him)

Kein Strom und kein Brot in Haiti

Schwarzwälder Motive zugunsten von Missionsprojekt Schaller, Haiti

„Bei uns in Deutschland ist es selbstverständlich, dass wir Strom für Licht oder einen Kühlschrank haben. Nicht so für die Familie Schaller mit ihrem Missions- und Entwicklungshilfeprojekt in Haiti“, so Ulrich Grießhaber aus Tennenbronn. Strom gebe es nur sehr unzuverlässig und meist nur wenige Stunden pro Tag. Generatoren seien im Einsatz, doch Treibstoff sei nicht immer vorhanden. Grieshaber unterstützt seit Jahren das Projekt, auch mit der Herausgabe und dem Verkauf eines Fotokalenders.

Für den Betrieb der Berufsschule in Port-a-Piment, die Schallers betreuen, seit das eine besonders große Herausforderung. So soll eine Ausbildung an Computern angeboten werden, wozu stabile Stromversorgung Voraussetzung ist. Durch Spenden war es Anfang des Jahres nun möglich, dass Reinhard Schaller eine Photovoltaik Anlage installieren konnte, die nun rund um die Uhr den kostbaren Strom liefert. Wichtig für einen nachhaltigen und dauerhaften Betrieb solcher Anlagen in Haiti ist ein möglichst einfacher Aufbau mit Komponenten, die in Haiti verfügbar und gegebenenfalls auch reparierbar sind.

Batterien und Spannungswandler der Solaranlage der Berufsschule in Port-a-Piment/Haiti. Foto: privat

Auch an das Kaufen von Brot verschwendet man in Deutschland kaum Gedanken. Die Regale der Discounter sind immer voll. Nicht so in Haiti! Schallers berichteten in einer Mail im Herbst dieses Jahres: „Ich wollte gestern Brot kaufen aber es gab keins. Es kommt kein Mehl mehr rein, eigentlich gar nichts mehr, weil die Banditen die Straßen blockieren. Auch keinen Treibstoff, um irgendwas zu transportieren. Wir müssen wieder lernen zu hamstern.“ Nach dem Mord an Präsident Moise im Sommer, nehmen nun auch auf dem Lande Überfälle und Entführungen immer mehr zu.

Eine Klinik, die nach dem Erdbeben zerstört war und abgerissen werden musste. Foto: privat

In diesem Chaos betreibt Ulrike Schaller zusätzlich mehrere Physiotherapie Stationen. Nach dem Erdbeben dieses Jahres musste Ulrike Schaller über mehrere Tage hinweg unter unsäglichen Zuständen, gebrochene Arme und Beine richten und versorgen. Ein Gesundheitssystem existiert nicht. Arztbesuche und Operation kosten Geld. Die Bevölkerung kann sich das nicht leisten. Umso wichtiger ist die Arbeit von Ulrike Schaller, denn nur mit gesunden Gliedmaßen können die Menschen in Haiti sich und ihre Familien ernähren.

Info: Mit dem Kauf von Wand- und Tischkalendern kann man dieses Projekt unterstützen.

Die Kalender sind erhältlich:
– St. Georgen: Buchhandlung Haas;
– Schramberg: Buchlese;
– Tennenbronn: Edeka Markt Haas, Fritze-Bäck Fleig und im Rathaus

Spendenkonto:
VDM Volksbank Syke

BIC: GENODEF1SHR

IBAN: DE33291676240012577600
Vermerk: „Schaller Nr. Ac270000“

Kein Strom und kein Brot in Haiti