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Montag, 17. Februar 2020

Kinderbuchautor bringt Schülern die Welt der Biber näher

Kinderbuchautor Jürgen H. Riedel aus Pfullingen besuchte unter der Schirmherrschaft und mit finanzieller Unterstützung  des Arbeitskreises „Mundart in der Schule“ dasSonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Sehen der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn. Darüber berichtet die Stiftung in einer pressemitteilung:

Die blinden und sehbehinderten Grundschüler ließen sich bei dieser Lesung in die Welt der „wilden Biber“ entführen. Abteilungsleiter Claus Wagner von der Grund-, Förder-, Haupt- und Werkrealschule des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums Sehen begrüßte den Buchautor und Mundartkünstler, der mit Geschichten von und mit der Familie Biberich bekannt wurde und auch seine Zuhörer damit begeisterte.

Die Grundschüler hatten sich mit der Lektüre seiner Geschichten „Im Land der Biber“ schon auf die Lesung vorbereitet, erfuhren von Autor Riedel aber doch noch einiges Neue, etwa dass er jetzt erst im Ruhestand angefangen habe, Kinderbücher zu schreiben. Auch was Biber können, wie sie gebaut sind und wo sie leben, erfuhren die jungen Zuhörer.

Jürgen Riedel hatte dazu auch Anschauungsmaterial mitgebracht, das von den blinden und sehbehinderten Schülern auch befühlt werden konnte, etwa einen Kuschelbiber, von Bibern abgenagte Holzstücke, einen Biberschädel mit den langen Zähnen und sogar ein Prachtexemplar eines ausgestopften Bibers, dem jeder mal über seine vielen Haare streicheln wollte.

Geschichten von kleinen und großen Bibern trug Autor Jürgen Riedel den Grundschüler des SBBZ Sehen in Heiligenbronn auch auf Schwäbisch vor. Hier stoßen sie gemeinsam auf Kommando auch ein Wolfsgeheul dazu an.

Im Mittelpunkt standen aber einige seiner Geschichten, die Jürgen Riedel vortrug, meist sowohl auf Hochdeutsch wie auf Schwäbisch, damit es alle verstehen konnten. Sie versetzten die Hörer in die Sichtweise des Biber-Nachwuchses, bei dem es genauso fröhlich und bunt zugeht wie bei den Menschenfamilien. Belustigend war auch die Geschichte von der Biber-Uroma, die beim Reisbrei den Zucker- mit dem Salztopf verwechselt. Der Buchautor bezog die Schüler aktiv in die Lesung ein und ließ in der Geschichte über die Schadenfreude seine Hörer gemeinsam ein Wolfsgeheul anstimmen.

Auch die Musik kam nicht zu kurz. Begleitet durch eine Schülerin am Klavier, sang die Runde gemeinsam das Lied „Meine Biber haben Fieber“. Als Abschiedsgeschenk teilte Jürgen Riedel ein Ausmalbild der Biberfamilie aus. Die abwechslungsreichen Stunden mit dem Geschichtenschreiber waren schnell vergangen und gaben den Schülern in Schwäbisch wie Hochdeutsch einen sehr lebendigen Einblick in die Welt der flinken und fleißigen Nagetiere: „A ronde Sach!“

 

 

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