Gruppenbild in Madrid. Foto: pm

Auch in die­sem Jahr mach­te der Spa­nisch­kurs des Gym­na­si­ums sei­ne Stu­di­en­fahrt nach Madrid. Eine Woche, in der viel Neu­es gelernt wur­de, aber auch der Spaß im Vor­der­grund stand. Dar­über berich­tet Myri­am Wet­ter, Klas­se 12

Gemein­sam mit ihren Leh­re­rin­nen Aurea Stei­ner und Lui­sa All­gai­er reis­ten die 15 Schü­le­rin­nen und Schü­ler in die Haupt­stadt Spa­ni­ens. In Gast­fa­mi­li­en unter­ge­bracht bot sich für die Schü­ler von Anfang an die Mög­lich­keit, so viel Spa­nisch wie mög­lich zu spre­chen und Neu­es dazu­zu­ler­nen. Aber auch die Kul­tur und Geschich­te Spa­ni­ens kam nicht zu kurz.

So besich­tig­ten wir bereits am ers­ten Tag den Königs­pa­last, der auch heu­te noch bei beson­de­ren Anläs­sen von der Königs­fa­mi­lie genutzt wird. Bei einer Füh­rung durch die offi­zi­el­le Resi­denz der Königs­fa­mi­lie konn­te die Grup­pe den durch ver­schie­de­ne Epo­chen gepräg­ten Prunk bestau­nen. Geschicht­lich wur­de es für die Schü­ler auch bei dem ein­tä­gi­gen Aus­flug nach Tole­do, der ehe­ma­li­gen Haupt­stadt Spa­ni­ens. Beson­ders ein­drück­lich und über­zeu­gend war vor allem die lan­ge Stadt­ge­schich­te, die sich auch im Stadt­bild wie­der­spie­gelt.

Hier leb­ten die gro­ßen Buch­re­li­gio­nen Chris­ten, Juden und Mus­li­me lan­ge fried­lich zusam­men, was eine ein­zig­ar­ti­ge kul­tu­rel­le wie wis­sen­schaft­li­che Blü­te zur Fol­ge hat­te. Nach einer Besich­ti­gung der Kathe­dra­le sowie der ehe­ma­li­gen Syn­ago­ge, besich­tig­te der Spa­nisch­kurs eben­falls das ehe­ma­li­ge Haus des Künst­lers „el Gre­co“, der mit sei­nen Gemäl­den die Kunst­ge­schich­te deut­lich mit­ge­prägt hat­te.

Im Madri­der Kunst­mu­se­um „Pra­do“ bot sich dazu die Mög­lich­keit, die bekann­tes­ten Bil­der von Gre­co und ande­ren spa­ni­schen, deut­schen, ita­lie­ni­schen und flä­mi­schen Malern zu sehen. Um die Kunst­ge­schich­te nicht im 19.Jahrhundert enden zu las­sen, wur­de zudem eines der bekann­tes­ten Kunst­mu­se­en der Welt, das „Rei­na Sofia“, besich­tigt. Im Vor­der­grund der Besich­ti­gung stand die „Guer­ni­ca“ von Pablo Picas­so, wel­che im Unter­richt bereits ana­ly­siert wur­de.

Neben den ver­schie­de­nen Muse­en bot sich für die Schü­ler auch die Mög­lich­keit, die Spa­ni­sche Küche bes­ser ken­nen­zu­ler­nen und sich von ihr begeis­tern zu las­sen. Bei einem gemein­sa­men Tapas-Abend konn­ten ver­schie­de­ne kuli­na­ri­sche Gerich­te pro­biert wer­den, aber auch in der Frei­zeit nutz­ten vie­le die Mög­lich­keit und tes­te­ten spa­ni­sche Klas­si­ker.

Ein wei­te­res High­light war die Besich­ti­gung des Sta­di­ons „San­tia­go Ber­nabéu“, in dem die Fuß­ball­mann­schaft Real Madrid Zuhau­se ist. In dem für etwas mehr als 81.000 Zuschau­er kon­zi­pier­ten Sta­di­on konn­ten die Schü­ler nicht nur die gewon­ne­nen Poka­le und orgi­na­le Tri­kots anschau­en, son­dern auch einen Blick hin­ter die Kulis­sen wer­fen. Die Atmo­sphä­re im Sta­di­on konn­te ein Teil der Grup­pe sogar beim Cham­pi­ons League Spiel Real Madrid gegen Vik­to­ria Pil­sen mit­er­le­ben.

In der rest­li­chen Zeit hat­te der Kurs die Mög­lich­keit, sich Madrid noch auf eige­ne Faust anzu­schau­en und für sich zu ent­de­cken. Vor allem aber mach­te es das war­me und son­ni­ge Wet­ter mög­lich, dass man die spa­ni­sche Stim­mung auf sich wir­ken las­sen konn­te und gelas­sen durch den Tag ging. Die aus­ge­las­se­ne Stim­mung zog sich dem­entspre­chend auch durch die gan­ze Rei­se, sodass viel gelacht wur­de und man gemein­sam Spaß hat­te. Am Ende waren alle nicht nur um Geschicht­li­ches und Kul­tu­rel­les, son­dern auch um neue Erfah­run­gen und Erin­ne­run­gen rei­cher.