Bildunterschrift: Der Geschichtskurs beim Besuch des Stadtmuseums mit Stadtarchivar und Museumsleiter Carsten Kohlmann (hinten Bildmitte). Foto: pm

Im Rah­men der Bil­dungs­part­ner­schaft zwi­schen dem Gym­na­si­um Schram­berg und dem Stadt­ar­chiv und Stadt­mu­se­um Schram­berg besuch­ten 19 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Geschichts­nei­gungs­kur­ses mit ihrem Leh­rer Jür­gen Hall­mey­er zunächst das Stadt­mu­se­um und zwei Tage spä­ter das Stadt­ar­chiv. Dar­über berich­tet Sarah Glo­cker vom Gym­na­si­um:

Am 21. März wur­de die Grup­pe durch Stadt­ar­chi­var und Muse­ums­lei­ter Cars­ten Kohl­mann im Stadt­mu­se­um  emp­fan­gen. Gemein­sam wur­de die the­ma­tisch zum Unter­richts­in­halt pas­sen­de Aus­stel­lung „Schram­berg im Ers­ten Welt­krieg“ des neu ins Leben geru­fe­nen For­ma­tes „Jun­ges Stadt­mu­se­um” besich­tigt. Die Aus­stel­lung wur­de im Rah­men eines Feri­en­prak­ti­kums von zwei Schü­lern des Geschichts­nei­gungs­kur­ses erar­bei­tet.

Zwei Bild-Ton Ani­ma­tio­nen über Anto­nie Schlau­der (1897 bis 1940) und Paul Schwei­zer (1898 bis 1917)  lie­ßen zwei Ein­zel­schick­sa­le aus der Zeit vor 100 Jah­ren mit einem moder­nen Medi­um leben­dig wer­den. Das etwa glei­che Alter der bei­den Per­so­nen sowie der  loka­le Bezug weck­ten Emo­tio­nen. Zei­tun­gen aus den Kriegs­jah­ren, die auf einem gro­ßen Tisch zum Lesen ein­la­den, erfreu­ten sich beson­de­rem Inter­es­se, da das „Schmö­kern“ einen inter­es­san­ten Zeit­sprung ermög­licht.

Die ver­grö­ßer­te Dar­stel­lung einer tra­di­tio­nell zum Real­schul­ab­schluss im Jahr 1916 ange­fer­tig­ten Gruß­post­kar­te, einem so genann­ten „Ein­jäh­ri­gen­gruß”, auf der die Freu­de der Absol­ven­ten durch typi­sche Sym­bo­le wie die „Son­ne der Frei­heit“ inmit­ten einer mit der Real­schu­le ver­bun­de­nen Kriegs­land­schaft dar­ge­stellt wur­de, begut­ach­te­ten die Schü­ler auf­merk­sam.

Am 21. März folg­te als Ergän­zung ein Besuch des Stadt­ar­chivs. Cars­ten Kohl­mann berich­te­te über die ver­schie­de­nen For­men der Archi­ve vom Bun­des­ar­chiv bis zu den Kom­mu­nal­ar­chi­ven. Außer­dem stell­te er die Arbeits­ge­bie­te im Archiv­we­sen, die Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und die Berufs­per­spek­ti­ven dar. Bei einer Füh­rung durch die Maga­zi­ne wur­de den Besu­chern der Umfang der Bestän­de bewusst.

So hät­ten vie­le der Gym­na­si­as­ten nicht gedacht, dass auch Fami­li­en­re­gis­ter  der umlie­gen­den Gemein­den hier vor­han­den sind, in denen vie­le Schü­ler zu Hau­se sind. Bil­der und Doku­men­te über die Geschich­te ört­li­cher Fir­men zei­gen, dass sich gro­ße his­to­ri­sche Ereig­nis­se wie die Indus­tria­li­sie­rung  in der Lokal­ge­schich­te wider­spie­geln. Die bei­den Exkur­sio­nen bil­de­ten eine gute Ergän­zung zum Schul­un­ter­richt und ste­hen bei­spiel­haft für eine inten­si­ve und leben­di­ge Zusam­men­ar­beit der bei­den Bil­dungs­part­ner.