Laura Varnhorn mit Kindern in Haiti. Fotos: pm

SCHRAMBERG ( pm) –  Die­ser Tage hat­te die Hai­ti-Hil­fe Schram­berg ihre Freun­de und Mit­hel­fer zu einem freund­schaft­li­chen Abend in der Men­sa des Gym­na­si­ums gela­den, um gemein­sam mit Ilse und Albert Bäu­mer auf die Ver­lei­hung des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes am Ban­de in Stutt­gart am 18. Janu­ar die­sen Jah­res anzu­sto­ßen. Dar­über beirch­tet die Hai­ti-Hil­fe in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Die Aus­zeich­nung ist das Ergeb­nis eines lang­jäh­ri­gen Enga­ge­ments, das sich in den gezeig­ten Bil­dern und Doku­men­ten der 80er und 90er Jah­re sowie der Fei­er­lich­keit zum 35-jäh­ri­gen Bestehen der HHS wider­spie­gel­te.

Für die Stadt Schram­berg ist so ein kon­ti­nu­ier­li­ches Enga­ge­ment mehr als nur wün­schens­wert, wie OB Tho­mas Her­zog so tref­fend bemerk­te. Als Aner­ken­nung über­reich­te er in sei­ner Funk­ti­on einen Blu­men­strauß für den Herrn sowie ein gerahm­tes Bild für die Dame, das die astro­no­mi­sche Uhr des Rat­hau­ses zeigt.

OB Her­zog über­reicht den Bäu­mers ein Geschenk.

Anschlie­ßend ließ Jean-Marc Herr­gott, der ers­te Vor­sit­zen­de der HHS, die Arbeit der HHS seit 1980 Revue pas­sie­ren. Aktu­ell bewe­gen die Hai­ti-Hil­fe zwei lang­jäh­ri­ge Haupt­zie­le: einer­seits die sozia­le Hil­fe durch die Paten­schaf­ten, die Finan­zie­rung von Pro­jek­ten im Rah­men der Bil­dung, der Alpha­be­ti­sie­rung, der Pflan­zun­gen, der Was­ser­ver­sor­gung, und ande­rer­seits die Koope­ra­ti­on mit ihren hai­tia­ni­schen Freun­den vor Ort, die die ent­wi­ckel­ten Pro­jek­te in Eigen­ver­ant­wor­tung wei­ter­füh­ren.

Nach einer kur­zen kuli­na­ri­schen Pau­se mit aller­lei Aus­tausch sprach die Bre­mer Stu­den­tin Lau­ra Varn­horn in ihrem Vor­trag über ihr zwei­mo­na­ti­ges Prak­ti­kum bei den Part­nern der Hai­ti-Hil­fe in Cap-Haï­ti­en und Port-au-Prince über ihre Tätig­kei­ten und Impres­sio­nen der viel­sei­ti­gen Pro­jek­te des Ver­eins.

Bunt bebil­dert berich­te­te sie von ihren Besu­chen bei Paten­kin­dern, ihrem Ein­druck vom hai­tia­ni­schen Schul­sys­tem und ihrer Zeit mit den klei­nen Wai­sen­kin­dern in Robil­lard. Mit Geschich­ten von den Über­schwem­mun­gen im Nor­den, ihrer Teil­nah­me an Voo­doo-Zere­mo­ni­en und den lang ersehn­ten Prä­si­dent­schafts­wah­len im Novem­ber schaff­te Lau­ra es, den Zuhö­rern in Schram­berg den hai­tia­ni­schen All­tag näher zu brin­gen und ihnen einen leben­di­gen Ein­druck von ihrer Zeit dort zu ver­schaf­fen. In ihrem Blog laurainhaitisite.wordpress.com kön­nen sich Inter­es­sier­te noch näher über ihre Erfah­run­gen in der Kari­bik infor­mie­ren.

Die Zusam­men­kunft ver­schie­de­ner Teil­neh­mer zeig­te ein­mal wie­der wie wich­tig es ist, sich nicht nur lang­fris­tig für eine Sache ein­zu­set­zen, son­dern auch im Dia­log einen fri­schen Blick auf Gege­ben­hei­ten der hai­tia­ni­schen Repu­blik zu wer­fen und somit für die Zukunft der Arbeit des HHS gewapp­net zu sein.