Plant for the Planet” im Senioren-Treff

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Lona Nagel und Elise Herzog (von links) und die Besucher des Seniorentreffs. Foto: pm

Genera­tio­nen-Treff, die­sen Namen ver­dien­te die Ver­an­stal­tung des Senio­ren­Treffs wirk­lich, heißt es in einem Bericht von Bar­ba­ra Olo­win­ski vom Senio­ren­treff: Zwei jun­ge Gym­na­si­as­tin­nen, Lona Nagel und Eli­se Her­zog (13) hat­ten als Kli­ma­bot­schaf­te­rin­nen ange­bo­ten, über die Pro­ble­me der Kli­ma­kri­se zu spre­chen, über Ursa­chen und Fol­gen für die gesam­te Mensch­heit.  

Im Rah­men einer Plant-for-the-Pla­net Aka­de­mie, 2014 von JUKS hoch drei für Kin­der von acht bis 14 Jah­ren in Schram­berg durch­ge­führt, hat­ten die bei­den Schü­le­rin­nen erfah­ren, was die­se welt­wei­te Initia­ti­ve bedeu­tet und was Kin­der und Jugend­li­che dafür tun kön­nen. Seit­her sind sie von der The­ma­tik und dem damit ver­bun­de­nen Auf­trag erfüllt .

Als Kli­ma­bot­schaf­te­rin­nen tra­gen sie ihr Anlie­gen in Schul­klas­sen und ande­ren Grup­pie­run­gen immer wie­der vor, betei­li­gen  sich an Pflanz­ak­tio­nen  und Info­stän­den,  dies­mal waren sie bei den Senio­ren unter­wegs, um mit gro­ßem Enga­ge­ment ihre Bot­schaft wei­ter­zu­tra­gen: Stop tal­king – start plan­ting! Wäh­rend  ande­re dis­ku­tie­ren, pflan­zen wir Bäu­me! In einem gut aus­ge­ar­bei­te­ten Refe­rat ver­an­schau­lich­ten die Mäd­chen den Zusam­men­hang von Treib­haus­gas wie Koh­len­di­oxid, Methan und Lach­gas, und die glo­ba­le Erd­er­wär­mung.

Der Kli­ma­wan­del brin­ge extre­me Wet­ter­ereig­nis­se mit sich wie Über­schwem­mun­gen, Stür­me. Dür­ren und Hit­ze­wel­len. Um die­sem vom Men­schen  ver­ur­sach­ten stän­dig wach­sen­den CO2 Aus­stoß ent­ge­gen­zu­wir­ken. star­te­te 2007 der damals 9‑jährige Felix einen Auf­ruf,  ver­mehrt  Bäu­me zu pflan­zen, die den Koh­len­stoff bin­den und Sauer­stoff frei­set­zen,  der für alle zum Leben  not­wen­dig  ist. Mitt­ler­wei­le ist die Orga­ni­sa­ti­on „Plant-for-the-Pla­net“ welt­weit ver­tre­ten, denn Kin­der und Jugend­li­che wol­len durch Han­deln etwas für ihre eige­ne Zukunft tun und damit für die Welt­fa­mi­lie.

So berich­te­ten die zwei  Mäd­chen vom Drei-Punk­te-Plan: Pflan­zung  von 1000 Mil­li­ar­den Bäu­men als zusätz­li­che Koh­len­stoff­spei­cher, kei­ne fos­si­le Ener­gie mehr, und Ver­tei­lung der bis 2050 gefor­der­ten 600 Mil­li­ar­den Ton­nen CO2 auf alle Men­schen. Wer mehr will, muss zah­len im Sin­ne von Kli­ma­ge­rech­tig­keit. Zen­tra­les The­ma auch des aktu­el­len Welt­kli­ma­gip­fels in Kato­wice.

Auf die Fra­ge der Zuhö­rer , was sie selbst nun zur Unter­stüt­zung des wich­ti­gen Anlie­gens bei­tra­gen könn­ten, wünsch­ten die Bei­den, wenn jeder Mensch 150 Bäu­me pflan­ze, dann könn­te man bis 2020 bereits 1000 Mil­li­ar­den Bäu­me  schaf­fen. Die­se welt­wei­ten  Pflanz­ak­tio­nen wer­den durch direk­te und indi­rek­te Spen­den finan­ziert, nicht zuletzt auch durch den  Ver­kauf der „Guten Scho­ko­la­de“ (hier im Welt­la­den), die eben­falls Baum­spen­den mit­fi­nan­zie­re. Eben­so sei auch pri­va­te Pflan­zung mög­lich, die in die offi­zi­el­le Baum-Zäh­lung ein­flie­ße. Die bei­den Kli­ma­bot­schaf­te­rin­nen fan­den bei ihren Zuhö­rern gro­ßes Inter­es­se und schließ­lich wur­den 83 1/2 wei­te­re Bäu­me finan­ziert, ein Euro gleich ein neu­er Baum.

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