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Dienstag, 18. Februar 2020

Polizei hat Jürgen Bächle in den Ruhestand verabschiedet

Erfahrener Ermittler und geschätzter Kollege

Nach über 43 Jahren Dienstzeit ging Polizeihauptkommissar Jürgen Bächle Ende Januar 2020 in Pension. Darüber berichtet Revierleiter Jürgen Lederer:

Offiziell wurde er durch den Präsidenten des Polizeipräsidiums Konstanz, Polizeipräsident Gerold Sigg, in Konstanz in den Ruhestand versetzt. Im Kreise der Kollegen des Ermittlungsdienstes und der Revierleitung fand dann noch eine Verabschiedung beim Polizeirevier Schramberg statt.

Seine Entscheidung, Polizeibeamter zu werden, entstand nach einer Ausbildung bei der Firma Junghans als Mechaniker, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, die Wehrpflicht bei der Bundeswehr zu umgehen, sagt er ganz ehrlich. Dass aus der hierfür notwendigen Zeit dann über 43 Jahre geworden sind, hat er nie bereut. Er war Polizeibeamter mit „Leib und Seele“ und hat sich in dem Beruf immer wohl gefühlt.

Nach fünf Jahren in Freiburg gehörte Jürgen Bächle seit 1984 dem Polizeirevier Schramberg an. Von 1997 bis 2004 war er Leiter des Polizeipostens in Schiltach. Nach dessen Schließung im Jahr 2004 kam er wieder zum Ermittlungsdienst des Polizeireviers Schramberg zurück.

Er war „Spezialist“ für Brandermittlungen und Rauschgiftdelikte. Aber auch in anderen Bereichen hat er sehr erfolgreich gearbeitet. Nach einem größeren Fall gefragt, fiel ihm spontan eine Serie von insgesamt 38 Einbrüchen, darunter alleine 20 in Gaststätten, im Raum Schramberg-Tennenbronn aus den 90er Jahren ein, wobei er in Zusammenarbeit mit weiteren Kollegen die Täter ermitteln konnte.

Seine „Passion“ hat er im Bereich der Rauschgiftkriminalität gefunden. Überaus erfolgreich hat er unzählige Verfahren bearbeitet, bei denen die Täter teilweise zu Haftstrafen verurteilt wurden. Dabei hat mich beeindruckt, wie er mit den Tatverdächtigen umgegangen ist. Jürgen Bächle hat diese nicht nur zur Anzeige gebracht, was seine Pflicht war, sondern sie auch darüber hinaus in menschlicher Art und Weise beraten, um von dem „Gift“ loszukommen.

Diese menschliche und freundliche Art hat er auch auf dem Revier gelebt, weshalb er ein äußerst angesehener und geschätzter Kollege war, der den jüngeren Beamtinnen und Beamten auch immer gerne mit Rat und Tat zur Seite stand.

Jetzt freut er sich zusammen mit seiner Frau auf den Ruhestand, um viele schöne Touren mit seiner Harley zu genießen. Die erste große Tour als Pensionär ist bereits geplant ….

 

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