Projekt „Haltestelle“ der Jugendkunstschule Kreisel ist fertig

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Geschafft: vhs-Leiterin Claudia Schmid, Friederike Hogh-Binder, Fliesenlegermeister Georg Wolber, Isabella Glase, und Annette Lünenschloss-Kienzle. Foto: Kreisel

Das neue Kunst­werk  der Jugend­kunst­schu­le nennt sich „Hal­te­stel­le“ und wird in Zukunft in der War­te­hal­le des Schram­ber­ger Bus­bahn­hof die War­ten­den mit einem far­ben­fro­hen Figu­ren­fries und Kurz­ge­schich­ten erfreu­en. Dar­über berich­tet die Jugend­kunst­schu­le in einer Pres­se­mitt­tei­lung:

Mit Wort und Bild will bei die­sem Pro­jekt die Jugend­kunst­schu­le den unter­schied­li­chen Ansatz des Rei­sens ver­deut­li­chen. Nicht nur eine kon­kre­te son­dern auch eine ima­gi­nä­re Bus­hal­te­stel­le soll das sein, die das Abrei­sen und Ankom­men the­ma­ti­siert und die Wün­sche, Hoff­nun­gen und Pro­jek­tio­nen ins Bild setzt, die das Rei­sen in sich trägt.

Im Halb­kreis ange­ord­net reiht sich unter­halb der Fens­ter Figur an Figur. Zu sehen sind in die­sem Fries ganz unter­schied­li­che Men­schen und Kin­der, die gemein­sam war­ten. Teil­wei­se beglei­tet von Tie­ren oder aus­ge­stat­tet mit Kof­fern und Taschen, zur Rei­se bereit. Aus Ton geformt, bemalt und gla­siert wur­den die­se schö­nen Figu­ren von einer Grup­pe von Kin­dern, die sich im Herbst für das Schram­ber­ger Feri­en­pro­gramm ange­mel­det hat­ten und von der Schilta­cher Desi­gne­rin und der Krei­sel-Päd­ago­gin Annet­te Lünen­schloss-Kienz­le bei der künst­le­ri­schen Arbeit beglei­tet und bes­tens betreut wur­den. Finan­ziert hat­te die­sen Pro­jekt­teil der Lions Club Rott­weil, dem Paten der Jugend­kunst­schu­le.

Über der Figu­ren­rei­he sind zwi­schen den Fens­tern sie­ben lan­ge Strei­fen mit beschrie­be­nen und anschlie­ßend gla­sier­ten Flie­sen ange­bracht wor­den. Alle­samt wur­den sie je von einem Kind mit sei­ner Rei­se­ge­schich­te beschrie­ben oder mit klei­nen Zeich­nun­gen ver­se­hen. Zwi­schen ein­fa­chen Sät­zen, wie „ ich fah­re gern nach Fürn­sal“ ste­hen auch Sät­ze, die auf ande­re Her­kunfts­län­der hin­wei­sen oder eben auch auf Rei­se­zie­le.

Eini­ge der Flie­sen zum The­ma Rei­sen. Foto: pm

Bei vie­len Flie­sen ist das gar nicht so klar und zeigt genau aus die­sem Grund die Fra­ge, die die Jugend­kunst­schu­le auf­wer­fen will: wo ist die Hei­mat und wo ist die Frem­de? Oder: wer darf und wer muss rei­sen und migrie­ren? Beschrie­ben und gestal­tet wur­den die­se Flie­sen in der Schreib­werk­statt Jugend­kunst­schul-Pro­jek­tes win-win im Som­mer 2018 und dar­über hin­aus in meh­re­ren Kur­sen der JKS.

Zustän­dig dafür waren die bei­den Kurs­lei­te­rin­nen Elke Rein­auer, Redak­teu­rin und Autorin, und Isa­bel­la Gla­se, Kin­der­kunst­päd­ago­gin beim Krei­sel. Sie ver­stan­den es, den Kin­dern ‑mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund- wit­zi­ge und ein­präg­sa­me Geschich­ten zu ent­lo­cken, die man immer wie­der lesen und betrach­ten möch­te.

Mit der Unter­stüt­zung des erfah­re­nen Flie­sen­le­ger­meis­ters Georg Wol­ber gelang es den drei Jugend­kunst­schul­mit­ar­bei­te­rin­nen Gla­se, Lünen­schloss-Kienz­le und Hogh-Bin­der an nur einem Vor­mit­tag das Pro­jekt fer­tig zu stel­len. Bes­tens unter­stützt wur­den sie dabei im Vor­feld von vhs-Lei­te­rin Clau­dia Schmid und der Stadt Schram­berg, die die­ses Pro­jekt schon vor einem Jahr geneh­migt hat­te.

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