Projekt „Haltestelle“ der Jugendkunstschule Kreisel ist fertig

Das neue Kunstwerk  der Jugendkunstschule nennt sich „Haltestelle“ und wird in Zukunft in der Wartehalle des Schramberger Busbahnhof die Wartenden mit einem farbenfrohen Figurenfries und Kurzgeschichten erfreuen. Darüber berichtet die Jugendkunstschule in einer Pressemittteilung:

Mit Wort und Bild will bei diesem Projekt die Jugendkunstschule den unterschiedlichen Ansatz des Reisens verdeutlichen. Nicht nur eine konkrete sondern auch eine imaginäre Bushaltestelle soll das sein, die das Abreisen und Ankommen thematisiert und die Wünsche, Hoffnungen und Projektionen ins Bild setzt, die das Reisen in sich trägt.

Im Halbkreis angeordnet reiht sich unterhalb der Fenster Figur an Figur. Zu sehen sind in diesem Fries ganz unterschiedliche Menschen und Kinder, die gemeinsam warten. Teilweise begleitet von Tieren oder ausgestattet mit Koffern und Taschen, zur Reise bereit. Aus Ton geformt, bemalt und glasiert wurden diese schönen Figuren von einer Gruppe von Kindern, die sich im Herbst für das Schramberger Ferienprogramm angemeldet hatten und von der Schiltacher Designerin und der Kreisel-Pädagogin Annette Lünenschloss-Kienzle bei der künstlerischen Arbeit begleitet und bestens betreut wurden. Finanziert hatte diesen Projektteil der Lions Club Rottweil, dem Paten der Jugendkunstschule.

Über der Figurenreihe sind zwischen den Fenstern sieben lange Streifen mit beschriebenen und anschließend glasierten Fliesen angebracht worden. Allesamt wurden sie je von einem Kind mit seiner Reisegeschichte beschrieben oder mit kleinen Zeichnungen versehen. Zwischen einfachen Sätzen, wie „ ich fahre gern nach Fürnsal“ stehen auch Sätze, die auf andere Herkunftsländer hinweisen oder eben auch auf Reiseziele.

Einige der Fliesen zum Thema Reisen. Foto: pm

Bei vielen Fliesen ist das gar nicht so klar und zeigt genau aus diesem Grund die Frage, die die Jugendkunstschule aufwerfen will: wo ist die Heimat und wo ist die Fremde? Oder: wer darf und wer muss reisen und migrieren? Beschrieben und gestaltet wurden diese Fliesen in der Schreibwerkstatt Jugendkunstschul-Projektes win-win im Sommer 2018 und darüber hinaus in mehreren Kursen der JKS.

Zuständig dafür waren die beiden Kursleiterinnen Elke Reinauer, Redakteurin und Autorin, und Isabella Glase, Kinderkunstpädagogin beim Kreisel. Sie verstanden es, den Kindern -mit und ohne Migrationshintergrund- witzige und einprägsame Geschichten zu entlocken, die man immer wieder lesen und betrachten möchte.

Mit der Unterstützung des erfahrenen Fliesenlegermeisters Georg Wolber gelang es den drei Jugendkunstschulmitarbeiterinnen Glase, Lünenschloss-Kienzle und Hogh-Binder an nur einem Vormittag das Projekt fertig zu stellen. Bestens unterstützt wurden sie dabei im Vorfeld von vhs-Leiterin Claudia Schmid und der Stadt Schramberg, die dieses Projekt schon vor einem Jahr genehmigt hatte.

 

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