Die erfolgreichen Schramberger Bienenzüchter (von links): Manfred Wangler Friedrich und Heide Pfaff (mit einem Porträt von Siegfried Kern), Bernd Remiger, Helmut Dibal, Dorothea Nussbecher und Hubertus Jörg. Foto: pm

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag tra­fen sich Imker und Züch­ter von Bie­nen­kö­ni­gin­nen bei der Züch­ter­ta­gung des Lan­des­ver­ban­des Würt­tem­ber­gi­scher Imker in Den­ken­dorf. Sie kür­ten die bes­ten Köni­gin­nen im Land. Dabei bewer­ten die Exper­ten  nicht nur jede ein­zel­ne Köni­gin, son­dern auch ihre sechs Schwes­tern mit glei­cher Abstam­mung, berich­tet Fried­rich Pfaff von der Schram­ber­ger Züch­ter­grup­pe.

Die Köni­gin­nen wer­den ein Jahr bei ver­schie­de­nen Prü­fern anonym bewer­tet. Dabei sind Eigen­schaf­ten wie Sanft­mut, Schwarm­träg­heit, Honi­ger­trag und Krank­heits­re­sis­ten­zen die Bewer­tungs­kri­te­ri­en.

Arbeit mit dem Mikro­skop: Bie­nen­zucht. Archiv­fo­to him

Die Schram­ber­ger Züch­ter­grup­pe (ZG)  ist schon seit den 70er Jah­ren in der Zucht­ar­beit sehr enga­giert und hat sich über die Jah­re ein hohes Anse­hen erar­bei­tet. Immer wie­der wur­de die Zucht­ar­beit der ZG aus­ge­zeich­net. Einen gro­ßen Anteil dabei hat­te der Züch­ter Sieg­fried Kern, Sul­gen, der auch lan­ge Jah­re den Bezirksim­ker­ver­ein Schram­berg lei­te­te  und im letz­ten Jahr  ver­starb. Nach eini­gen Jah­ren wur­de jetzt wie­der ein ers­ter Platz für eine Schram­ber­ger Bie­nen­kö­ni­gin ver­ge­ben. Auch alle ihre Schwes­tern schlos­sen bei der Bewer­tung mit dem bes­ten Ergeb­nis ab.

Inzwi­schen ist die nächs­te Genera­ti­on der Züch­ter­grup­pe aktiv und führt die auf­wen­di­ge Zucht­ar­beit fort. Die jetzt prä­mier­ten Köni­gin­nen kön­nen auf einen lan­gen Stamm­baum zurück­ge­führt wer­den.

Die Zucht­mut­ter wur­de noch von Sieg­fried Kern auf­ge­zo­gen und von Man­fred Wang­ler, Hardt und Fried­rich Pfaff, Schram­berg wei­ter­ge­züch­tet. Die Zucht­ar­beit geht über die nor­ma­le Bie­nen­hal­tung hin­aus und gewähr­leis­tet, dass auch wei­ter­hin nicht nur „flei­ßi­ge” Bie­nen, son­dern auch gesun­de und sanft­mü­ti­ge Abstam­mun­gen für alle Imker zur Ver­fü­gung ste­hen.