Seniorenforum-Treff „Bei Online-Geschäften auf der sicheren Seite“

Seniorenforum-Treff „Bei Online-Geschäften auf der sicheren Seite“

Mit einem aktuellen Thema befasste sich der SeFo-Treff in den Räumen des JUKS3: „ Bei Online-Geschäften auf der sicheren Seite“.Darüber berichtet Barbara Olowinsky vom Seniorenforum

Dass dieses Anliegen heutzutage alle Altersstufen betrifft, erläuterte der Referent Thomas Rohr von der Sparkassen-Finanzgruppe Geld und Haushalt (Berlin) gleich zu Beginn sehr anschaulich: man unterscheide zwar in Bezug auf die digitale Welt heute Jahrgänge bis 1945 als Traditionalisten, bis 1964 als Babyboomer, bis 1979 als Generation Golf, bis 1999 als Digital Natives und ab 2000 als Millennials.

Während die beiden jüngsten Gruppen bereits in die digitale Welt hineingeboren wurden, haben die vorherigen Generationen erst im Erwachsenenalter die Nutzung der digitalen Welt erlernen müssen, sie sind sozusagen in diese Welt „eingewandert“ und werden daher als „digital immigrants“ bezeichnet. Für alle Gruppen jedoch gemeinsam von großer Bedeutung sei der sichere Umgang mit dem Internet, insbesondere bei Online-Geschäften.

Zunächst beleuchtete der Vortrag die derzeit bestehenden Bezahlungsverfahren von  Vorkasse, klassischer Rechnung,  über Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal beziehungsweise Paydirekt als Vermittler zwischen Käufer und  Händler. Besondere Warnung wurde ausgesprochen vor den „so harmlos klingenden“ Sofortüberweisungsangeboten, hier laufe der Verbraucher Gefahr, dass die persönlichen Daten bei der Transaktion abgezogen  und weiterverkauft würden (was von vielen Kunden in den AGB’s übersehen oder erst  gar nicht gelesen werde).

Eine weitere Warnung galt der Nutzung von Bankautomaten mit Fake-Aufsatz (erkennbar daran, dass die Karte nach PIN Eingabe gelesen und dann wieder zurückgegeben werde mit dem Vermerk: „Keine Abhebung möglich!“ auch wenn man sich sicher sei, dass das Konto gedeckt ist). Hier sei möglichst schnelle Meldung bei der betreffenden Bank oder der Polizei ratsam.

Auf die Frage :  „Was kommt Neues im Bankwesen?“ erfolgte zunächst der Hinweis auf das Funkzeichen auf der Bankkarte neben dem Chip, das auf neueren Karten bereits existiert und beim nächsten Umtausch auf allen Bankkarten erscheinen wird. Dieser NFC (Near Field Contact) funktioniert bisher erst auf Distanz von vier Zentimetern über maximal 25 Euro maximal vier Mal am Tag, vergleichbar dem Bezahlen mit Handy und entsprechender  App.  Die flächendeckende Umrüstung des Einzelhandels sei noch im Gange.

Eine ganz aktuelle Neuerung, so der Referent,  ist die Version „Instant Payments“, schnelle Überweisung in Echtzeit bei Onlinebanking. Hier wird in Beschleunigung wie e-Mail innerhalb von zehn Sekunden die Buchung durchgeführt (Höchstgrenze 15.000 Euro) und erscheint  direkt beim Empfänger, allerdings dann auch im Moment unwiderruflich (doch bei Fehleingabe mit regulärem Überweisungsrückruf später wieder erhältlich). Seit November 2017 schon bei vielen Banken, ab 10. Juli 2018  auch bei den Sparkassen eingeführt.

Zum Schluss legte Thomas Rohr noch großen Nachdruck  auf die Vorsicht der Internet-benutzer: Keine unbekannten Mailabsender öffnen! Auf keine unbekannte Mails, Zahlungsaufforderungen oder Drohbriefe antworten, die das Auslesen von Bankdaten durch gefälschte Mails mit der Aufforderung nach persönlichen Daten und PIN ( Phishing) ermöglichen!  Bei der Wahl der Passwörter auf gute Verschlüsselung achten! (Auch hier ist Meldung bei der Polizei bisweilen ratsam). Passwörter niemals  an Unbefugte weitergeben! Nicht Notizzettel beim Handy oder Computer schriftlich aufbewahren, am besten auswendig lernen und wenn möglich, immer mal wieder ändern.

So informiert, schloss Thomas Rohr, seien die sehr interessierten Zuhören nun gut gerüstet für ihre  Online- Bankgeschäfte.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 10. Juli 2018 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/in-kuerze/kurzberichtetsb/seniorenforum-treff-bei-online-geschaeften-auf-der-sicheren-seite/207632