SPD bestätigt Mirko Witkowski einstimmig

Wahlen und Ehrungen bei der Schramberger SPD / Vorsitzender Mirko Witkowski freut sich über Besuch von Bundestagskandidat Georg Sattler

Die langjährigen und verdienten SPD-Mitglieder Rolf Martin, Ute Graf und Werner Klank wurden von Mirko Witkowski und Herbert Zinell (von links) geehrt. Foto: pm

SCHRAMBERG (pm) – Berich­te, die Vor­stel­lung Georg Satt­lers, des Bun­des­tags­kan­di­da­ten der SPD im Wahl­kreis Rott­weil-Tutt­lin­gen, sowie Ehrun­gen und Wah­len bestimm­ten die Jah­res­haupt­ver­samm­lung des SPD-Orts­ver­eins Schram­berg. Dar­über berich­tet die Par­tei:

Mir­ko Wit­kow­ski, Vor­sit­zen­der des SPD-Orts­ver­eins Schram­berg, begrüß­te alle Anwe­sen­den und wies dar­auf hin, dass die Schram­ber­ger SPD im ver­gan­ge­nen Jahr wie­der viel geleis­tet habe. Am heu­ti­gen Abend freue er sich aber beson­ders über die Anwe­sen­heit von Georg Satt­ler, dem SPD-Kan­di­da­ten für die Bun­des­tags­wahl im Wahl­kreis Rottweil/Tuttlingen. Wit­kow­ski und Satt­ler hat­ten sich bei­de um die Kan­di­da­tur bewor­ben, Satt­ler wur­de dann von den SPD-Mit­glie­dern nomi­niert.

Wit­kow­ski dank­te noch ein­mal für den stets fai­ren par­tei­in­ter­nen Wett­be­werb im Vor­feld der Nomi­nie­rung: „ Wir haben die SPD posi­tiv nach außen ver­tre­ten und haben gemein­sam den Beweis dafür ange­tre­ten, dass auch ein poli­ti­scher Wett­be­werb in freund­schaft­li­cher Wei­se geführt wer­den kann. Dafür mein herz­li­cher Dank. Gleich­zei­tig wün­sche ich Dir und uns allen einen erfolg­rei­chen Bun­des­tags­wahl­kampf.“

Georg Satt­ler stell­te sich den Mit­glie­dern vor und dank­te noch ein­mal dafür, dass er zum Kan­di­da­ten für die Bun­des­tags­wahl gewählt wur­de. Er war zunächst in der Gewerk­schafts­ar­beit aktiv. Lan­ge war er Betriebs­rats­vor­sit­zen­der. Seit 2009 ist er Gemein­de­rat in Wurm­lin­gen. Seit der ver­gan­ge­nen Kom­mu­nal­wahl ist er auch Kreis­rat im Land­kreis Tutt­lin­gen sowie Auf­sichts­rat im dor­ti­gen Kli­ni­kum.

Mit Bezug auf die Wahl des Prä­si­den­ten in Frank­reich, freu­te sich Georg Satt­ler dar­über, dass die Rechts­po­pu­lis­ten in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit kei­ne Mehr­hei­ten errei­chen konn­ten. Er prä­sen­tier­te sich als glü­hen­der Euro­pä­er: „die EU ist für uns in Deutsch­land die Garan­tie für Frie­den und Sicher­heit.“

Ganz klar grenzt er sich und die SPD von rechts­po­pu­lis­ti­schen Par­tei­en ab. Gemein­sam auch mit den ande­ren demo­kra­ti­schen Par­tei­en gel­te es, die AfD klein zu hal­ten. „Ich freue mich auf den Wahl­kampf“, sag­te Satt­ler. Dem Schulz-Effekt eine Absa­ge zu ertei­len, hält er für falsch. „Vor einem Jahr waren wir ganz unten, jetzt sind wir wie­der da. Es ist ein Ruck durch die Par­tei gegan­gen. Es gilt jetzt die­sen Ruck nach außen hin wei­ter­zu­ge­ben!“, for­der­te er.

(Von links): Elke Ringl-Klank, Georg Satt­ler und Mir­ko Wit­kow­ski. Foto: pm

Im Rah­men sei­nes Berich­tes freu­te sich Mir­ko Wit­kow­ski, dass auch im ver­gan­ge­nen Jahr wie­der inter­es­san­te Ver­an­stal­tun­gen vom Orts­ver­ein orga­ni­siert wur­den. „Flag­ge gezeigt haben wir bei der akti­ven Mit­tags­pau­se bei Schwei­zer Elec­tro­nic am 10. Mai. Dort haben wir die For­de­run­gen der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer sowie der Gewerk­schaft nach einer Rück­kehr der Fir­ma in den Tarif unter­stützt.“, berich­te­te Wit­kow­ski.

Wie­der ein­mal erfolg­reich war der regel­mä­ßig orga­ni­sier­te „poli­ti­sche Sams­tag­nach­mit­tag“. Dis­ku­tiert wur­de die­ses Mal zum The­ma Schul­ent­wick­lung in Schram­berg. Wit­kow­ski freu­te sich dar­über, dass die SPD in Schram­berg Prä­senz zeigt. An der Gedenk­fei­er zum Volks­trau­er­tag, bei der Ver­ab­schie­dung von JUKS-Lei­te­rin Kry­sty­na Sau­rer, beim Tür­kisch-Isla­mi­schen Kul­tur­ver­ein, beim Neu­jahrs­emp­fang der Stadt und beim 1.Mai in Rott­weil, immer war von der SPD jemand dabei.

Doch auch die Gesel­lig­keit kam nicht zu kurz. In die­ser Hin­sicht war das Som­mer­fest im Gar­ten von Fami­lie Por­zelt sicher der Höhe­punkt des Jah­res.

Von sei­ner Arbeit im Gemein­de­rat in Lau­ter­bach berich­te­te Ans­gar Feh­ren­ba­cher. Seit Jah­ren macht er dort aus der Min­der­heit her­aus Poli­tik. Haupt­the­men in die­sem Jahr waren die Neu­ge­stal­tung von Orts­mit­te und Fried­hof, sowie die Wind­kraft. Er war sehr erfreut dar­über, dass die CDU sich in Lau­ter­bach nicht mehr nur als „schwar­zer Block“ prä­sen­tie­re, son­dern durch­aus zu Kom­pro­mis­sen und kon­struk­ti­ver Zusam­men­ar­beit bereit sei. Den­noch mach­te er auch Unter­schie­de zur CDU klar: „Im Unter­schied zu uns, fühlt die CDU sich durch Anre­gun­gen von Bür­gern unter Druck gesetzt!“ Erst über einen Antrag der Unab­hän­gi­gen Bür­ger­lis­te (UBL), für die Ans­gar Feh­ren­ba­cher im Gemein­de­rat ist, wur­den Leser­brie­fe im Gemein­de­blatt zuge­las­sen.

Tan­ja Wit­kow­ski, Vor­sit­zen­de der SPD/B­unt­specht-Frak­ti­ons­ge­mein­schaft, ver­schaff­te den Anwe­sen­den einen Über­blick über die Arbeit im Schram­ber­ger Gemein­de­rat. „Fotos kann ich lei­der kei­ne prä­sen­tie­ren, denn im letz­ten Jahr wur­den vie­le Pro­jek­te nicht umge­setzt, son­dern in letz­ter Sekun­de abge­sagt.“, begann sie ihren Bericht.

Nach lan­ger Dis­kus­si­on in der Öffent­lich­keit und im Gemein­de­rat wur­de die Pla­nung eines Schul­cam­pus in der Tal­stadt oder in Sul­gen end­gül­tig auf­ge­ge­ben, da sich dies als zu teu­er erwie­sen hat­te. Die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD/Buntspecht hat­te noch ver­geb­lich gefor­dert, zu prü­fen ob ein Schul­neu- oder Umbau auch für weni­ger Geld zu haben sei.

Auch beim Ten­nen­bron­ner Frei­bad wur­de in letz­ter Sekun­de beschlos­sen, zunächst ein­mal nichts zu tun, berich­te­te Tan­ja Wit­kow­ski. „Und das, obwohl im Vor­feld eini­ges an Bür­ger­be­tei­li­gung statt­ge­fun­den hat“, füg­te sie etwas ver­bit­tert hin­zu.

Fast schon ein Schild­bür­ger­streich sei der Mar­ken­bil­dungs­pro­zess der Stadt Schram­berg gewe­sen. Am Ende stün­de man mit nichts wei­ter da, als einem auf­ge­frisch­ten Logo, beschwer­te sie sich.

In per­so­nel­ler Hin­sicht, hat sich in der Frak­ti­on eine Ände­rung gege­ben. Rena­te Much ist nach vie­len Jah­ren im Gemein­de­rat auf eige­nen Wunsch aus dem Gre­mi­um aus­ge­schie­den. Für sie rück­te Ute Graf nach.

Har­ry Arm­brus­ter, Kas­sie­rer des SPD-Orts­ver­eins, gab einen Über­blick über den Stand der Kas­se. Von den bei­den Kas­sen­prü­fe­rin­nen Mar­ga­re­te Span­na­gel und Bär­bel Por­zelt wur­de ihm eine aus­ge­zeich­net geführ­te Kas­se bestä­tigt. Im Anschluss wur­den sowohl der Kas­sie­rer als auch der gan­ze übri­ge Vor­stand auf Antrag der stell­ver­tre­ten­den SPD-Kreis­vor­sit­zen­den Elke Ringl-Klank ein­stim­mig ent­las­tet.

Tur­nus­ge­mäß stan­den eini­ge Wah­len auf dem Pro­gramm. Ein­stim­mig wur­de Mir­ko Wit­kow­ski in gehei­mer Wahl in sei­nem Amt als Vor­sit­zen­der bestä­tigt. Neu gewählt, als Schrift­füh­re­rin, eben­falls mit einem ein­stim­mi­gen Wahl­er­geb­nis, wur­de Ute Graf. Nicht mehr ange­tre­ten war Wer­ner Klank.  Als Kas­sie­rer wie­der­ge­wählt wur­de Har­ry Arm­brus­ter. Als Bei­sit­zer wur­den neu- bezie­hungs­wei­se wie­der­ge­wählt: Giu­sep­pe Agos­ta, Joa­chim Erd­mann, Namik Ural und Wer­ner Klank.

Bei der Kreis­de­le­gier­ten­kon­fe­renz wird die Schram­ber­ger SPD ver­tre­ten durch Hil­de­gard Klaus­ser, Elke RIngl-Klank, Wer­ner Klank, Mir­ko Wit­kow­ski, Mar­tin Klauss­ner und Bär­bel Por­zelt.

Ehrungen

Geehrt wur­de in die­sem Jahr Ute Graf für 25 Jah­re Mit­glied­schaft in der SPD.  Astrid Ertel-Gün­ne­wig, Sil­via Joos und Rolf Mar­tin sind vor 40 Jah­ren, also 1977, in die SPD ein­ge­tre­ten, und wur­den dafür eben­falls geehrt.

Ein Höhe­punkt des Abends war dann aber die Ehrung des schei­den­den Schrift­füh­rer Wer­ner Klank für sei­ne seit 2000 geleis­te­te Arbeit als Schrift­füh­rer. Mir­ko Wit­kow­ski teilt der Ver­samm­lung mit, dass Wer­ner Klank mit der „Wil­ly-Brandt-Medail­le“ der SPD geehrt wird, der höchs­ten Aus­zeich­nung der Par­tei. Her­bert Zinell, der seit 40 Jah­re Weg­ge­fähr­te von Wer­ner Klank ist, setzt die Ehrung mit einer Lau­da­tio fort. Die anwe­sen­den Mit­glie­der spen­de­ten lang­an­hal­ten­den Bei­fall (wir wer­den noch berich­ten).