Wunderbare Sicht auf die Umgebung

Technik-Gruppe der Werkstatt für behinderte Menschen besichtigt Testturm in Rottweil

Bei strahlendem Herbstwetter genossen 15 Mitglieder der Werkstatt-Gruppe Technik und ihre vier Betreuer aus Heiligenbronn den Ausflug auf Deutschlands höchste Aussichtsplattform in Rottweil.Foto: Reichenbach/Stiftung St. Franziskus

Die Grup­pe Tech­nik der Werk­statt für behin­der­te Men­schen (WfbM) in der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn besuch­te in Rott­weil den Auf­zug­test­turm von Thys­sen Krupp Ele­va­tor. Die tech­nik­in­ter­es­sier­ten Beschäf­tig­ten lie­ßen sich von der hoch­mo­der­nen Auf­zugs­tech­nik genau­so begeis­tern wie von dem Blick von Deutsch­lands höchs­ter Aus­sichts­platt­form, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung der Stif­tung.

Eine tol­le Sache war das!“ Da waren sich die 15 Mit­glie­der der Tech­nik-Grup­pe aus Hei­li­gen­bronn einig. Unter der Lei­tung von Ralf Heim­bur­ger und Frank King reis­ten sie ins Ber­ner Feld, um sich die dort getes­te­te Auf­zugs­tech­nik genau erklä­ren zu las­sen. Das Inter­es­se an dem The­ma sei bereits vor eini­ger Zeit in der eige­nen Werk­statt erwacht, erzähl­te Heim­bur­ger. Nach­dem die Grup­pe die seil­zug­be­trie­be­nen, täg­lich selbst genutz­ten Auf­zü­ge in Hei­li­gen­bronn unter­sucht hat­te, ent­stand bei den Mit­glie­dern der Wunsch, sich den 246 Meter hohen Test­turm für Auf­zü­ge genau­er anzu­se­hen. Ein Vor­ha­ben, das von lan­ger Hand geplant und nun umge­setzt wur­de.

Die zwei Rott­wei­ler Stadt­füh­rer Hans Aicher und Gün­ther König erklär­ten den zwei Grup­pen am Fuße des Tur­mes aus­führ­lich und anhand vie­ler Bil­der, mit wel­cher Tech­nik die Beton­hül­le des Test­turms errich­tet wur­de, wie das Bau­werk innen aus­sieht und wel­che Funk­ti­on die spi­ral­för­mi­ge Außen­hül­le erfüllt. Und sie zeig­ten Fotos der unter­schied­li­chen Auf­zugs­sys­te­me, die im Turm mit sei­nen 21 Metern Durch­mes­ser getes­tet wer­den: klas­si­sche Seil­auf­zü­ge genau­so wie der von Thys­sen ent­wi­ckel­te Mul­ti. Die­ser kann per Magnet­tech­nik mit noch höhe­ren Geschwin­dig­kei­ten als bis­her mög­lich Men­schen und Waren in Höhen von mehr als 500 Metern beför­dern und sogar quer in Gebäu­den fah­ren.

Abge­run­det wur­de der Besuch des Turms durch eine Fahrt auf die 232 Meter hohe Besu­cher­platt­form. Nach­dem dort mor­gens noch Nebel geherrscht hat­te, wie Stadt­füh­rer König berich­te­te, bot sich den Aus­flüg­lern aus Hei­li­gen­bronn eine wun­der­ba­re Sicht auf die herbst­lich bunt gefärb­te Umge­bung von Rott­weil, die Schwä­bi­sche Alb und Tei­le des Schwarz­wal­des. Die zwei Füh­rer König und Aicher hat­ten reich­lich zu tun, all die inter­es­sier­ten Fra­gen zu beant­wor­ten, die auf sie ein­stürm­ten. Etwa, an wel­che Stel­le die Jus­tiz­voll­zug­an­stalt gebaut wer­den sol­le oder ob sich das Schwan­ken des Turms erfüh­len las­se. Um es vor­weg zu neh­men: Es lässt sich erfüh­len, wenn auch bes­ser an win­di­gen Tagen als bei so ruhi­gem Herbst­wet­ter, wie es an jenem Tag herrsch­te.

Die rasan­te 30-Sekun­den-Fahrt in das Erd­ge­schoss des Tur­mes been­de­te den span­nen­den Aus­flug in die Welt der Auf­zugs­tech­nik und gab reich­lich Stoff für Unter­hal­tun­gen beim abschlie­ßen­den gemein­sa­men Mit­tag­essen im Haus St. Anto­ni­us in Rott­weil. Eini­ge nah­men neben vie­len Fotos Turm-Erin­ne­run­gen in Scho­ko­la­den­form mit nach Hau­se: Als Weih­nachts­ge­schenk für die Lie­ben daheim, wie sie freu­de­strah­lend erzähl­ten.