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Rottweil
Freitag, 21. Februar 2020

Wunderbare Sicht auf die Umgebung

Technik-Gruppe der Werkstatt für behinderte Menschen besichtigt Testturm in Rottweil

Die Gruppe Technik der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn besuchte in Rottweil den Aufzugtestturm von Thyssen Krupp Elevator. Die technikinteressierten Beschäftigten ließen sich von der hochmodernen Aufzugstechnik genauso begeistern wie von dem Blick von Deutschlands höchster Aussichtsplattform, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung.

„Eine tolle Sache war das!“ Da waren sich die 15 Mitglieder der Technik-Gruppe aus Heiligenbronn einig. Unter der Leitung von Ralf Heimburger und Frank King reisten sie ins Berner Feld, um sich die dort getestete Aufzugstechnik genau erklären zu lassen. Das Interesse an dem Thema sei bereits vor einiger Zeit in der eigenen Werkstatt erwacht, erzählte Heimburger. Nachdem die Gruppe die seilzugbetriebenen, täglich selbst genutzten Aufzüge in Heiligenbronn untersucht hatte, entstand bei den Mitgliedern der Wunsch, sich den 246 Meter hohen Testturm für Aufzüge genauer anzusehen. Ein Vorhaben, das von langer Hand geplant und nun umgesetzt wurde.

Die zwei Rottweiler Stadtführer Hans Aicher und Günther König erklärten den zwei Gruppen am Fuße des Turmes ausführlich und anhand vieler Bilder, mit welcher Technik die Betonhülle des Testturms errichtet wurde, wie das Bauwerk innen aussieht und welche Funktion die spiralförmige Außenhülle erfüllt. Und sie zeigten Fotos der unterschiedlichen Aufzugssysteme, die im Turm mit seinen 21 Metern Durchmesser getestet werden: klassische Seilaufzüge genauso wie der von Thyssen entwickelte Multi. Dieser kann per Magnettechnik mit noch höheren Geschwindigkeiten als bisher möglich Menschen und Waren in Höhen von mehr als 500 Metern befördern und sogar quer in Gebäuden fahren.

Abgerundet wurde der Besuch des Turms durch eine Fahrt auf die 232 Meter hohe Besucherplattform. Nachdem dort morgens noch Nebel geherrscht hatte, wie Stadtführer König berichtete, bot sich den Ausflüglern aus Heiligenbronn eine wunderbare Sicht auf die herbstlich bunt gefärbte Umgebung von Rottweil, die Schwäbische Alb und Teile des Schwarzwaldes. Die zwei Führer König und Aicher hatten reichlich zu tun, all die interessierten Fragen zu beantworten, die auf sie einstürmten. Etwa, an welche Stelle die Justizvollzuganstalt gebaut werden solle oder ob sich das Schwanken des Turms erfühlen lasse. Um es vorweg zu nehmen: Es lässt sich erfühlen, wenn auch besser an windigen Tagen als bei so ruhigem Herbstwetter, wie es an jenem Tag herrschte.

Die rasante 30-Sekunden-Fahrt in das Erdgeschoss des Turmes beendete den spannenden Ausflug in die Welt der Aufzugstechnik und gab reichlich Stoff für Unterhaltungen beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen im Haus St. Antonius in Rottweil. Einige nahmen neben vielen Fotos Turm-Erinnerungen in Schokoladenform mit nach Hause: Als Weihnachtsgeschenk für die Lieben daheim, wie sie freudestrahlend erzählten.

 

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