„Baumeister-Köpfle“ - Exponat aus der Lorenzkapelle. Foto: pm

ROTTWEIL – Am kom­men­den Sonn­tag, 17. Sep­tem­ber, ist die Lorenz­ka­pel­le von 14 bis 16 Uhr wie­der für Besu­cher geöff­net. Wie jeden drit­ten Sonn­tag im Monat bis Okto­ber machen ehren­amt­lich täti­ge Auf­sichts­kräf­te es mög­lich, dass die Schät­ze der Kunst­samm­lung Lorenz­ka­pel­le für die Öffent­lich­keit zugäng­lich wer­den. Dabei sind allein die Wand- und Decken­ma­le­rei­en im Inne­ren der Kapel­le einen Besuch wert.

Das Kirch­lein beher­bergt aber auch his­to­ri­sche Stein­metz­kunst vom Feins­ten. Neben den Ori­gi­na­len der Figu­ren vom Kapel­len­turn und Alt-Rott­wei­ler Brun­nen­plas­tik gibt es eine Viel­zahl wei­te­rer Pro­duk­te der künst­le­ri­schen Stein­bild­haue­rei zu bestau­nen. Dazu gehört auch das rei­zen­de „Bau­meis­ter-Köpf­le“. Das selbst­be­wuss­te Gesicht gehör­te aller Wahr­schein­lich­keit nach Aber­lin Jörg, dem würt­tem­ber­gi­schen Hof­bau­meis­ter. Die­ser hat in Rott­weil blei­ben­de und weit­hin sicht­ba­re Spu­ren hin­ter­las­sen, indem er um 1480 den Kapel­len­turm um die acht­ecki­gen Ober­ge­schos­se erhöht hat.