Schüler können vom Fahrersitz erkennen, was der Busfahrer sieht und was er auch nicht sehen kann. Foto: pm

SCHRAMBERG (pm) – Wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stand in der zwei­ten Schul­wo­che, bei den Schü­lern der 5. Klas­sen des Gym­na­si­um Schram­berg, die „Bus-Schu­le” auf dem Stun­den­plan. Dar­über berich­tet Bern­hard Schir­ling von der SBG:

Ziel der „Bus-Schu­le” ist es, zum einen die Sicher­heits­re­geln im Schul­bus­ver­kehr zu erler­nen, aber auch zu erfah­ren wie man durch eige­nes Ver­hal­ten als Schü­ler gewis­se
Stress­si­tua­tio­nen ver­mei­den kann.

Das Schul­bus­trai­ning erfolg­te in vier Klas­sen jeweils in zwei Dop­pel­stun­den und wur­de vom Lei­ter des SBG- Kun­den­cen­ters, Bern­hard Schir­ling mit Unter­stüt­zung durch einen erfah­re­nen Bus­fah­rer durch­ge­führt. Unter­stützt haben die­se Akti­on jeweils die Schul­lei­tung und das Poli­zei­re­vier Schram­berg, das mit einer Strei­fe jeweils die Brems­ver­su­che absi­cher­te.

Erst die Theorie…

Zunächst wur­den im Klas­sen­ge­spräch jeweils die ers­ten Ein­drü­cke der Bus­fahr­schü­ler gesam­melt, sowie gezielt Fra­gen der Schü­ler beant­wor­tet. Wäh­rend es für die einen „echt cool” ist mit dem Bus zu fah­ren, fin­den es ande­re eher stres­sig. „Die­se ers­ten Erfah­run­gen sind uns sehr wich­tig, da wir mit­be­kom­men, wie es auf den ein­zel­nen Lini­en läuft und wir, falls erfor­der­lich, auch man­che Schwach­stel­len behe­ben kön­nen”, betont Bern­hard Schir­ling, der bereits seit 2003 die „Bus-Schu­le” in Schram­berg betreut. ” Es sei jedoch auch wich­tig zu ver­mit­teln, dass nicht alle Erwar­tun­gen erfüllt wer­den kön­nen”, ergänzt Schir­ling. Nütz­li­che Tarif­hin­wei­se zur Nut­zung der VVR-Schü­ler­card erfolg­ten zum Abschluss der Theo­rie­stun­de.

…und dann die Praxis

Im Pra­xis­teil hat­ten die Schü­ler die Mög­lich­keit, den Platz des Bus­fah­rers ein­zu­neh­men und konn­ten so erken­nen, was die­ser sieht, oder was er auch nicht sehen kann. Auch konn­ten die Schü­ler durch eine Selbst­er­fah­rung fest­stel­len, dass das Ein­stei­gen ohne drän­geln nicht nur scho­nen­der, son­dern auch schnel­ler abläuft.

Höhe­punk­te waren zwei Brems­ver­su­che mit etwa 45 Stun­den­ki­lo­me­tern. Eine alte, bereit­ge­stell­te Schul­ta­sche rutsch­te bis in das vor­de­re Drit­tel des Bus­ses. Die Aus­wir­kun­gen waren trotz Ankün­di­gung deut­lich spür­bar.