Vortrag: UN-Fachmann Franz Baumann im Kapuziner

ROTTWEIL – Am 28. Februar kommt Franz Baumann in den Kapuziner. Der aus Schramberg stammende frühere Sonderberater für Umwelt und Blauhelmeinsätze der Vereinten Nationen wird ab 19.30 Uhr über Erderhitzung und Demokratie referieren, danach schließt sich eine Diskussion an.

Die Erderhitzung als größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte, ein noch nie dagewesenes, globales Politikproblem, das zu lösen, an die Grenze der vorhandenen politischen – nicht der wissenschaftlichen, technischen oder finanziellen – Kapazitäten stößt: „Die sich seit Jahrzehnten anbahnende Klimakatastrophe verlangt einen unmittelbaren Transformationsschub und strategische internationale Kooperation.  Beides wird versäumt“, betonen die Veranstalter von Agenda 21, VHS, katholischer und evangelischer Erwachsenenbildung,  Mehrgenerationenhaus und der Bürgerinitiative gegen atomare Bedrohung. 

„Die Bürger zu ängstigen oder zu überfordern ist politisch riskant. Sehenden Auges werden Lösungen verschleppt und die Kosten heutigen Konsums in die Zukunft verlagert. So wird Zeit vergeudet und der erforderliche Umbau der Wirtschaft verzögert. Die Klimakatastrophe beschleunigt sich und droht nicht nur die Natur zu zerstören, sondern auch die freiheitliche Demokratie.“


Franz Baumann ist seit 2017 Gastprofessor an der New York University, wo er zur Politik der Erderhitzung forscht und lehrt. Sein Berufsweg begann beim Europäischen Parlament in Luxemburg und führte über die Europäische Kommission in Brüssel zu Siemens, bevor er über dreißig Jahre lang in einem Dutzend Funktionen in vier Städten und auf drei Kontinenten für die Vereinten Nationen arbeitete. 2009 wurde er zum Beigeordneten Generalsekretär ernannt. In seiner letzten Funktion war Franz Baumann Sonderberater für Umwelt und Blauhelmeinsätze. Er hat in Konstanz und in Bristol in England studiert und an der Carleton University in Ottawa, Kanada, promoviert. Baumann ist Senior Fellow und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School in Berlin, des Beirats von Scientists for Future, des wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für UN-Studien an der Buckingham University in England und des Direktoriums des Wissenschaftsrats des Systems der Vereinten Nationen.

 

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