Auferstehung-Christi-Kirche in die Denkmalliste aufgenommen

ROTTWEIL – Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart hat die katholische Kirche „Auferstehung-Christi„ in Rottweil im Dezember als junges Kulturdenkmal in die Rottweiler Denkmalliste aufgenommen.

„Die Kirchenlandschaft Rottweils mit dem Heilig-Kreuz-Münster, der Kapellenkirche und der Predigerkirche ist mit „Auferstehung Christi“ nun um eine moderne Perle reicher geworden“, erklärt Pfarrer Timo Weber über die Wertschätzung als Denkmal. Die Kirchengemeinde freue sich über diese Aufwertung der Auferstehung-Christi-Kirche als junges Denkmal besonders deshalb, weil sie im Juni 2020 das 50-jährige Jubiläum des Kirchenbaus feiert.

In einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart heißt es, die renommierten Architekten Hans Kammerer und Walter Belz aus Stuttgart hätten eine eindrucksvolle Dynamik in ihre Kirche gepackt. Man meine fast, dass die Betonwürfel der Kirche auf den Kirchturm kippen wollten. Im Inneren könne man die Betonkirche in ihrer ganzen Monumentalität erfahren. Mächtige und schwere Unterzüge stützten das Kirchendach und vermittelten so die Schwere und Belastbarkeit des Baustoffs Beton, sagt Dr. Martin Hahn, der Landeskonservator.

Blick in den Altarraum. Foto: Hildebrand

Die Kirche sei ein typischer Vertreter der brutalistischen Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Brutalistisch kommt jedoch nicht von brutal, sondern von „béton brut“, dem rohen und ungeschliffenen Sichtbeton, der in dieser Zeit Mode war. „Auferstehung Christi“ sei damit Zeugnis einer theologischen wie architekturgeschichtlichen Umbruchszeit, aber auch von Fortentwicklung: Liturgische Neuordnungen, ein ästhetischer Wandel und ingenieurtechnische Leistungen führten zu virtuosen Raumschöpfungen aus raffinierten Formen und geschickt eingesetzten Materialien, heißt es in der Homepage des Landesdenkmalamtes.


Der Turm von Auferstehung Christi . Foto: Hildebrand

 

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