Der Glaube wandert durch die Zeiten“

Evangelische Kirchengemeinden feiern gemeinsam am Reformationstag in Schramberg

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Jede Menge Schreibtischarbeit: Pfarrer Michael Jonas bei den Vorbereitungen für das Reformationsfest am 31. Oktober. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Aus Anlass des Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­ums fei­ern die evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­den von Schram­berg, Lau­ter­bach, Sul­gen, Röten­berg und Locher­hof am 31. Okto­ber einen gemein­sa­men Got­tes­dienst und ein Gemein­de­fest.

Weil hier in Schram­berg die größ­te Kir­che ste­he, hät­ten sich die Gemein­den rasch für die Tal­stadt ent­schie­den, so Stadt­pfar­rer Micha­el Jonas. Am 31. Okto­ber, der aus Anlass 500 Jah­re Refor­ma­ti­on in die­sem Jahr ein­ma­lig ein gesetz­li­cher Fei­er­tag sein wird, orga­ni­sie­ren die evan­ge­li­schen Chris­ten einen gro­ßen Fest­got­tes­dienst ab 10 Uhr. Anschlie­ßend sind alle ein­ge­la­den zum gemein­sa­men Mit­tag­essen und Bei­sam­men­sein in einem Fest­zelt auf dem Rat­haus­platz. „Wir wol­len fröh­lich, aber auch beschei­den fei­ern“, so Jonas. Dabei sol­le das Fest „mit­ten in der Stadt und für alle offen sein“.

Der Got­tes­dienst wird von allen Pfar­re­rin­nen und Pfar­rern der betei­lig­ten Gemein­den gemein­sam gestal­tet. Alle Kir­chen­chö­re und die Posau­nen­blä­ser wer­den auf­tre­ten, sin­gen und musi­zie­ren. Bei den Lie­dern habe man eine Mischung aus alten und moder­nen Lie­dern aus­ge­wählt, so Jonas.

In der Fest­pre­digt wer­de es um die Fra­ge gehen: „Was bedeu­tet Glau­be in der Gegen­wart?“ Dabei ste­he ein  Satz aus dem Römer­brief im Zen­trum, der Mar­tin Luther stark beein­druckt hat: „Der Gerech­te wird aus Glau­ben leben.“ Jonas sieht das so: „Der Glau­be wan­dert durch die Zei­ten.“

Fröhlich, aber bescheiden

Par­al­lel zum Got­tes­dienst bie­tet die Kir­chen­ge­mein­de ein Kin­der­pro­gramm im evan­ge­li­schen Gemein­de­haus. Anschlie­ßend sol­len die Fami­li­en zusam­men im Fest­zelt zu Mit­tag essen. Gebo­ten wird eine spe­zi­ell kre­ierte Mar­tin-Luther-Wurst – „eine gro­be rote Wurst mit Thü­rin­ger Majo­ran“, wie Jonas ver­rät. Dazu gibt es Refor­ma­ti­ons­bräu –ein beson­de­res Bier  aus Rosen­feld von der Braue­rei Leh­ner – und natür­lich auch alko­hol­freie Geträn­ke.

Wir rech­nen mit vie­len Gäs­ten“, so Jonas im Gespräch mit der NRWZ. Weil Ende Okto­ber das Wet­ter zu unsi­cher sei, hät­ten sich die Gemein­den ent­schlos­sen, ein Fest­zelt auf­zu­bau­en. Ein ziem­li­cher Kraft­akt. Jonas schätzt, der Zelt­auf­bau wer­de sie­ben Stun­den brau­chen. Er dankt schon jetzt der frei­wil­li­gen Feu­er­wehr für die zuge­sag­te Unter­stüt­zung. Auch bei der Stadt­ver­wal­tung bedankt sich Jonas, die bei der Pla­nung „immer sehr för­der­lich“ agiert habe. Nun hoff­ten die evan­ge­li­schen Chris­ten auf „ein fröh­li­ches offe­nes Fest des Glau­bens, zu dem selbst­ver­ständ­lich alle ein­ge­la­den sei­en.“

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