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Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Die Kartage in der Gemeinde Heilig Kreuz

ROTTWEIL – Mit dem Gründonnerstag begannen die drei Tage, an denen die Christen an das Leiden, Sterben und die Auferstehung Christi denken.

Am Abend vor seiner Kreuzigung hielt Jesus mit den 12 Aposteln das rituelle Mahl zum jüdischen Passahfest. Der Apostel Paulus hat die Worte Jesu an seine Jünger aufgeschrieben. Jesus wollte im Wein und im Brot bei den Menschen sein und gab deshalb seinen Jüngern den Auftrag „tut dies zu meinem Gedächtnis“.

So habe Jesus die Eucharistie eingesetzt, sagte Pfarrer Jürgen Rieger beim Abendmahlsgottesdienst in der Kapellenkirche. Nach dem Gloria verstummte die Orgel und auch die Glocken schweigen bis zur Auferstehungsfeier in der Osternacht. Die Mädchenkantorei Auferstehung Christi sang abwechselnd mit dem Volk den nun von keinem Instrument mehr begleiteten Gesang.

Nach dem Ende des Gottesdienstes wurde das konsekrierte Brot in einer Prozession in die Turmkapelle gebracht. Der Altar wurde völlig abgeräumt. Im Gebet dachten die Gläubigen an die Todesangst Jesu am Ölberg.

Der Karfreitag ist der höchste Feiertag für alle Christen. Bei der Karfreitagsliturgie in der Kapellenkirche sang der Münsterchor und erstmals auch der Münster-Jugendchor. Im Mittelpunkt der Feier stand die Verehrung des gekreuzigten Jesus. Die Gläubigen hörten die Worte aus der Heiligen Schrift, die von der Gefangennahme Jesu, seiner Verurteilung und schließlich von seinem Kreuzestod berichten.

Dekan Martin Stöffelmaier schilderte Jesus als einen Menschen, der für Juden und Römer unbequem und unbeirrt seinen Weg ging und damit zum Ärgernis wurde. Gott habe seinen Sohn aber durch den Tod zum ewigen Leben geführt, das er auch uns verheißen hat.

 

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