Am Altar der Kapellenkirche (von links): Dekan Martin Stöffelmaier, Pfarrer Alexander Schleicher, Neupriester Alexander Bayer und Weihbischof Thomas Maria Renz.Foto: vhh

ROTTWEIL (vhh) – Bei einem außer­ge­wöhn­li­chen Ereig­nis in Zei­ten des immer grö­ßer wer­de­nen Pries­ter­man­gels dabei zu sein, war am ver­gan­ge­nen Frei­tag­abend mög­lich. Alex­an­der Bay­er kam nach Rott­weil zu einer der ers­ten Eucha­ris­tie­fei­ern nach sei­ner Pries­ter­wei­he, die er am 24. Mai in Chur durch Bischof Vitus Huon­der erhal­ten hat­te. Die­se Nach­pri­miz fei­er­te er in der Kapel­len­kir­che zusam­men mit Freun­den, Bekann­ten, ehe­ma­li­gen Klas­sen­ka­me­ra­den und Mit­glie­dern der Gemein­de.

Freun­de stan­den mit ihm auch am Altar: Weih­bi­schof Tho­mas Maria Renz und Alex­an­der Schlei­cher, Lei­ter der Seel­sor­ge­ein­heit „An der Eschach”, sowie Dekan Mar­tin Stöf­fel­mai­er. In sei­ner Pre­digt erläu­ter­te Bay­er kurz sei­nen Lebens­weg. Als Musi­ker und Lie­der­ma­cher wirkt er unter ande­rem seit 1992 im Ensem­ble „Ent­zück­li­ka” mit und ist durch zahl­rei­che Kon­zer­te in der Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart und dar­über hin­aus bekannt als Ver­tre­ter des „neu­en geist­li­chen Lie­des”. Sein ers­tes eige­nes Kon­zert fand in der Rott­wei­ler Kapel­len­kir­che statt.

Er wur­de 1994 in Lauf­fen  gebo­ren, besuch­te als Gym­na­si­ast in Rott­weil das Kon­vikt und leg­te am Alber­tus-Magnus-Gym­na­si­um sei­ne Abitursprü­fung ab. Wäh­rend sei­nes Theo­lo­gie-Stu­di­ums in Tübin­gen ent­wi­ckel­te er ein Sing­spiel über Papst Johan­nes XXIII. und das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil. Bay­er erläu­ter­te, dass die­ser ihn beein­druckt und beein­flusst habe, so dass er sich nun habe zum Pries­ter wei­hen las­sen. Er lebt inzwi­schen in der Schweiz und ist Vikar in der katho­li­schen Gemein­de St. Ste­phan in Män­ne­dorf und Ueti­kon am Zürich­see.

Der Got­tes­dienst wur­de  musi­ka­lisch abwechs­lungs­reich gestal­tet. An der Orgel beglei­te­te Andre­as Rüt­schin aus Donau­eschin­gen. Medi­ta­ti­ve Musik­stü­cke spiel­te er gemein­sam mit der Vio­li­nis­tin Ursu­la Kessl. Der Gos­po­di-Chor, in dem Bay­er fast zehn  Jah­re mit­ge­sun­gen hat, ließ unter der Lei­tung von Dr. Micha­el Nuss Gesän­ge aus der sla­wisch-byzan­ti­ni­schen Lit­ur­gie erklin­gen. Pas­send zum Wer­de­gang des Neu­pries­ters wur­den am Ende des Got­tes­diens­tes zur Erin­ne­rung kei­ne „Pri­miz­bild­chen” , son­dern eine „Pri­miz-CD“ mit neu­er geist­li­cher Musik an alle aus­ge­teilt.