Kinder mit Kerzen im Münster. Foto: vhh

ROTTWEIL – Im Fami­li­en­got­tes­dienst am kom­men­den Sonn­tag, 4. Febru­ar ab 9.30 Uhr im Müns­ter wer­den Kin­der in einer Lich­ter­pro­zes­si­on bren­nen­de Ker­zen durch den Kir­chen­raum tra­gen. Auch bei ande­ren Gestal­tungs­ele­men­ten wir­ken Kin­der mit. Das Motiv der bren­nen­den Ker­zen nimmt auf ver­schie­de­ne Fes­te Bezug. Das „Fest der Dar­stel­lung des Herrn”, oft „Licht­mess” genannt, eigent­lich am 2. Febru­ar, wird an die­sem Sonn­tag gefei­ert.

Im Evan­ge­li­um ist zu hören, wie Maria und Josef das Kind Jesus in den Tem­pel brin­gen, um es nach der Vor­schrift des Geset­zes Gott zu wei­hen. Der alte Mann Sime­on nahm das Kind in sei­ne Arme und erkann­te in ihm den ersehn­ten  Mes­si­as für das Volk Isra­el. Er preist Gott mit den Wor­ten: „Nun lässt du, Herr, dei­nen Knecht, wie du gesagt hast, in Frie­den schei­den. Denn mei­ne Augen haben das Heil gese­hen, das du vor allen Völ­kern berei­tet hast, ein Licht, das die Hei­den erleuch­tet.” An Chris­tus, das Licht der Welt, erin­nern bren­nen­de Ker­zen. Des­halb wer­den an die­sem Tag Ker­zen geseg­net.

Ker­zen spie­len auch beim Fest des Hei­li­gen Bla­si­us eine Rol­le, des­sen Gedenk­tag am 3. Febru­ar ist. Das Zei­chen bren­nen­der Ker­zen ver­bin­det bei­de Anläs­se. Aus dem Leben des Hei­li­gen Bla­si­us wer­den Kin­der berich­ten. Eine Legen­de besagt, dass Bla­si­us einem Kind das Leben geret­tet hat, das an einer Fisch­grä­te zu ersti­cken droh­te. In einer ande­ren Legen­de wird berich­tet, dass eine Frau zu Bla­si­us ins Gefäng­nis Ker­zen brach­te zum Dank für sei­ne Hil­fe. Als Zei­chen dafür, dass Gott Bewah­rung und Hei­lung schenkt, wird am Ende des Got­tes­diens­tes jede und jeder Ein­zel­ne mit zwei gekreuz­ten bren­nen­den Ker­zen geseg­net. Jung und Alt sind zu die­sem Fami­li­en­got­tes­dienst  ein­ge­la­den, beson­ders auch die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der die­ses Jah­res mit ihren Fami­li­en.