Kinder mit ihren bunten Palmen. Foto: Berthold Hildebrand

ROTTWEIL (hil) – Der Palm­sonn­tag ist der letz­te Sonn­tag der Fas­ten­zeit. Mit ihm beginnt die Kar­wo­che, in der Chris­ten des Lei­dens und Ster­bens Jesu am Kreuz geden­ken. Evan­ge­li­sche und katho­li­sche Chris­ten erin­nern an die­sem Tag an den Ein­zug Jesu in Jeru­sa­lem.

Er ritt auf einem Esel und wur­de vom Volk als Frie­dens­kö­nig jubelnd emp­fan­gen mit den Wor­ten „geseg­net sei, der kommt im Namen des Herrn, der König Isra­els.“ (Joh. 12) Zahl­rei­che Kin­der brach­ten ihre kunst­vol­len, mit Buchs, Thu­ja und Eiben­zwei­gen sowie Eiern und far­bi­gen Bän­dern geschmück­ten „Pal­men“ zur Kapel­len­kir­che, wo sie von Dekan Mar­tin Stöf­fel­mai­er geseg­net wur­den. Unter dem Gesang der Müns­ter­sän­ger­kna­ben zogen die Gläu­bi­gen in fei­er­li­cher Pro­zes­si­on in die Kir­che ein.

Doch das „Hosi­an­na dem Soh­ne Davids“ beim Ein­zug in Jeru­sa­lem wur­de im Vor­trag der Lei­dens­ge­schich­te unver­mit­telt vom „kreu­zi­ge ihn“ abge­löst, wor­an auch die baro­cke „Pas­si­ons­krip­pe“ von Joseph Firt­mair auf dem Sei­ten­al­tar bereits erin­nert, die noch bis Kar­sams­tag zu sehen ist.