Feierlich gestaltete und gut besuchte Ostergottesdienste

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Die Osterkerze wird vor der Kapellenkirche entzündet. Foto: Berthold Hildebrand

ROTTWEIL – Die Oster­got­tes­diens­te der Hei­lig Kreuz Gemein­de wur­den tra­di­tio­nell musi­ka­lisch wie­der beson­ders fei­er­lich gestal­tet und waren gut besucht.

Die drei öster­li­chen Tage vom Lei­den, Ster­ben und der Auf­er­ste­hung des Herrn bil­den gemein­sam das höchs­te Fest (Tri­du­um pascha­lis) der katho­li­schen Chris­ten: Ostern. Es gip­felt in Jesu Sieg über den Tod. Die ent­schei­den­den Wor­te ste­hen unter ande­rem bei Mat­thä­us 28: „Er ist nicht hier; denn er ist auf­er­stan­den, wie er gesagt hat“ und in 1 Kor 15 wo es heißt: „Nun aber ist Chris­tus von den Toten auf­er­weckt wor­den als der Ers­te der Ent­schla­fe­nen.“

Mit der Ent­zün­dung des Oster­feu­ers am Kar­sams­tag begann die Fei­er der Oster­nacht für die Gemein­de Hei­lig-Kreuz. Pfar­rer Jür­gen Rie­ger seg­ne­te das Feu­er und ent­zün­de­te die Oster­ker­ze. Die Licht­fei­er ver­weist auf das Schrift­zi­tat: „Jesus ist das Licht der Welt”. Mit dem Licht als dem Zei­chen des auf­er­stan­de­nen Chris­tus zogen Pfar­rer und Minis­tran­ten mit dem drei­ma­li­gen Ruf „Lumen Chris­ti“ (Licht Chris­ti) in die dunk­le Kapel­len­kir­che ein.

Von die­sem einen Licht wur­den alle von den Gläu­bi­gen mit­ge­brach­ten Ker­zen und schließ­lich auch die Altar­ker­zen ent­zün­det Das öster­li­che Hal­le­lu­ja ertön­te im fei­er­li­chen Exul­tet. Zwi­schen den Lesun­gen aus dem Alten Tes­ta­ment, die von den frü­he­ren Taten Got­tes kün­di­gen, sang eine Scho­la der Müns­ter­sän­ger­kna­ben die Ant­wort­psal­men und vor der Tauf­was­serwei­he die Aller­hei­li­gen-Lita­nei. Danach folg­te die Eucha­ris­tie­fei­er gemäß dem Auf­trag Jesu „Tut dies zu mei­nem Gedächt­nis.“

Die Müns­ter­sän­ger­kna­ben unter der Lei­tung von Phil­ipp Klahm san­gen Wer­ke von Cal­vi­si­us, Bruck und Rink Mit dem Glo­ria-Ruf gin­gen in der Kir­che die Lich­ter an und die Orgel setz­te jubelnd ein.

Mit einem fei­er­li­chen Hoch­amt wur­de am Oster­sonn­tag in der Auf­er­ste­hung-Chris­ti-Kir­che das Hoch­fest der Auf­er­ste­hung des Herrn began­gen. Der Müns­ter­chor sang die Mis­sa Bre­vis KV 259 in C‑Dur von Wolf­gang Ama­de­us Mozart zusam­men mit dem Orches­ter Cap­pel­la Viva­ce. Die Solis­ten waren Ann­kath­rin Bur­ry, Rose­lin­de Bucher, Mar­cel Raf­foul und Wolf­gang Stau­din­ger. Die Orgel spiel­te Peter Stras­ser. Die Gesamt­lei­tung lag in den Hän­den von Wolf­gang Weis.

Dekan Mar­tin Stöf­fel­mai­er sag­te in sei­ner Pre­digt, dass die Jün­ger Jesu sich nach des­sen Tod zurück­ge­zo­gen hät­ten. Trau­er müs­se zuge­las­sen wer­den, dann löse sich der Schmerz. Es sei für sie aber etwas Neu­es gekom­men. Eine neue Erfah­rung habe sie wie­der zusam­men­ge­führt. Ostern muss­te damals und müs­se auch heu­te noch erfühlt wer­den. Dann bewir­ke es wesent­li­che Ver­än­de­run­gen.

Als krö­nen­der Abschluss des fei­er­li­chen Got­tes­diens­tes erklang dann mit Pau­ken- und Blä­ser­be­glei­tung das Hal­le­lu­ja von Georg Fried­rich Hän­del. Der Oster­sonn­tag ende­te in der Kapel­len­kir­che mit einer fei­er­li­chen Ves­per, gesun­gen von der Män­ner­scho­la des Müns­ter­chors.

Orches­ter­mes­se am Oster­sonn­tag in der Auf­er­ste­hung-Chris­ti-Kir­che. Foto: Hil­de­brand

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