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Rottweil
Mittwoch, 19. Februar 2020

Feierlich gestaltete und gut besuchte Ostergottesdienste

ROTTWEIL – Die Ostergottesdienste der Heilig Kreuz Gemeinde wurden traditionell musikalisch wieder besonders feierlich gestaltet und waren gut besucht.

Die drei österlichen Tage vom Leiden, Sterben und der Auferstehung des Herrn bilden gemeinsam das höchste Fest (Triduum paschalis) der katholischen Christen: Ostern. Es gipfelt in Jesu Sieg über den Tod. Die entscheidenden Worte stehen unter anderem bei Matthäus 28: „Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat“ und in 1 Kor 15 wo es heißt: „Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.“

Mit der Entzündung des Osterfeuers am Karsamstag begann die Feier der Osternacht für die Gemeinde Heilig-Kreuz. Pfarrer Jürgen Rieger segnete das Feuer und entzündete die Osterkerze. Die Lichtfeier verweist auf das Schriftzitat: „Jesus ist das Licht der Welt“. Mit dem Licht als dem Zeichen des auferstandenen Christus zogen Pfarrer und Ministranten mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi) in die dunkle Kapellenkirche ein.

Von diesem einen Licht wurden alle von den Gläubigen mitgebrachten Kerzen und schließlich auch die Altarkerzen entzündet Das österliche Halleluja ertönte im feierlichen Exultet. Zwischen den Lesungen aus dem Alten Testament, die von den früheren Taten Gottes kündigen, sang eine Schola der Münstersängerknaben die Antwortpsalmen und vor der Taufwasserweihe die Allerheiligen-Litanei. Danach folgte die Eucharistiefeier gemäß dem Auftrag Jesu „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Die Münstersängerknaben unter der Leitung von Philipp Klahm sangen Werke von Calvisius, Bruck und Rink Mit dem Gloria-Ruf gingen in der Kirche die Lichter an und die Orgel setzte jubelnd ein.

Mit einem feierlichen Hochamt wurde am Ostersonntag in der Auferstehung-Christi-Kirche das Hochfest der Auferstehung des Herrn begangen. Der Münsterchor sang die Missa Brevis KV 259 in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen mit dem Orchester Cappella Vivace. Die Solisten waren Annkathrin Burry, Roselinde Bucher, Marcel Raffoul und Wolfgang Staudinger. Die Orgel spielte Peter Strasser. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Wolfgang Weis.

Dekan Martin Stöffelmaier sagte in seiner Predigt, dass die Jünger Jesu sich nach dessen Tod zurückgezogen hätten. Trauer müsse zugelassen werden, dann löse sich der Schmerz. Es sei für sie aber etwas Neues gekommen. Eine neue Erfahrung habe sie wieder zusammengeführt. Ostern musste damals und müsse auch heute noch erfühlt werden. Dann bewirke es wesentliche Veränderungen.

Als krönender Abschluss des feierlichen Gottesdienstes erklang dann mit Pauken- und Bläserbegleitung das Halleluja von Georg Friedrich Händel. Der Ostersonntag endete in der Kapellenkirche mit einer feierlichen Vesper, gesungen von der Männerschola des Münsterchors.

Orchestermesse am Ostersonntag in der Auferstehung-Christi-Kirche. Foto: Hildebrand

 

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