SCHRAMBERG (pm) – Mit ihrer stimm­li­chen und sti­lis­ti­schen Viel­falt unter­stüt­zen die Chö­re der katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Maria-Hei­lig Geist unter Lei­tung von Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Rudi Schä­fer die got­tes­dienst­li­che Gestal­tung der Kar- und Oster­fei­er­ta­ge.

Im Oster­hoch­amt erklingt eine Mes­se des Salz­bur­ger Kom­po­nis­ten Johann Ernst Eber­lin. Mit der Mes­se vom letz­ten Abend­mahl Jesu begin­nen an Grün­don­ners­tag, 24. März, um 19 Uhr in der St. Maria-Kir­che die drei öster­li­chen Tage. Die­ser Got­tes­dienst wird von der Scho­la musi­ka­lisch gestal­tet.

In der Kar­met­te an Kar­frei­tag, 25. März,  um 10 Uhr in Hl. Geist singt die Gre­go­ria­nik­scho­la. Nach­mit­tags wird die Fei­er vom Lei­den und Ster­ben Chris­ti um 15 Uhr in der Hl. Geist-Kir­che von einem Män­ner­trio mit­ge­stal­tet. Domi­nik Die­ter­le, Geb­hard Pfaff und Rudi Schä­fer tra­gen zusam­men mit Pfar­rer Mein­rad Her­mann die Ver­to­nung  von Gerald Fischer vor.

Bei der Fei­er der Oster­nacht am Sams­tag, 26. März, um 21 Uhr in St. Maria sin­gen Frau­en- und Gre­go­ria­nik­scho­la.

Die „Mis­sa solem­nis bre­vis“ für Soli, Chor, zwei Trom­pe­ten, Pau­ken, Strei­cher und Orgel des Salz­bur­ger Dom­or­ga­nis­ten Johann Ernst Eber­lin (1702–1762) wird im Hoch­amt am Oster­sonn­tag, 27. März, um 10 Uhr in der Hl. Geist-Kir­che auf­ge­führt. Die Mit­wir­ken­den sind der katho­li­sche Kir­chen­chor, die Solis­ten Son­ja Gebert (Sopran), Ste­fa­nie Glunk (Alt), Sascha Kret­sch­mer (Tenor) und Jochen Her­mann (Bass), das Orches­ter Schmid und Robert Pfund­stein an der Orgel unter der Gesamt­lei­tung von Rudi Schä­fer.

Eber­lin trat mit 24 Jah­ren als Hof­or­ga­nist vier­ter Klas­se in den Dienst des Erz­bi­schofs von Salz­burg und arbei­te­te sich bis zum Hof­or­ga­nis­ten ers­ter Klas­se und Hof­ka­pell­meis­ter hin­auf. Als sol­cher war er für die Lit­ur­gie im Dom genau­so zustän­dig wie für die Tafel­mu­sik, für Hof­kon­zer­te und Hof­thea­ter. Mit Leo­pold Mozart war Eber­lin befreun­det und unter­rich­te­te dann auch zeit­wei­se des­sen Sohn Wolf­gang Ama­de­us Mozart.

Johann Ernst Eber­lins enor­mes kom­po­si­to­ri­sches Schaf­fen umfasst allein 58 Mes­sen und vie­le wei­te­re kir­chen­mu­si­ka­li­sche Wer­ke. In ihnen ver­band er geschickt die Tra­di­tio­nen des Spät­ba­rock mit neu­en Stil­ele­men­ten. Sei­ne Mes­sen zeich­nen sich durch har­mo­ni­sche und melo­di­sche Fines­sen aus. Von Salz­burg aus fan­den sei­ne Kom­po­si­tio­nen wei­te Ver­brei­tung in Süd­deutsch­land, Öster­reich und Böh­men.

Der fest­li­che Got­tes­dienst am Oster­sonn­tag schließt mit dem „Hal­le­lu­ja“ aus Hän­dels „Mes­si­as“. Zur Unter­stüt­zung der musi­ka­li­schen Gestal­tung die­ser Got­tes­diens­te wird es eine zwei­te Kol­lek­te für die ört­li­che Stif­tung Kir­chen­mu­sik geben, die zehn Jah­re alt gewor­den ist (wir berich­te­ten). Öster­li­che Chor­mu­sik ist schließ­lich auch in der Oster­ve­s­per am Oster­sonn­tag um 18 Uhr in St. Maria mit der Gre­go­ria­nik­scho­la noch­mals zu hören.