Feierliches Patrozinium in St.Pelagius Rottweil-Altstadt

Hochamt zum Patrozinium in St. Pelagius mit Pfarrer G.Huber, Pfarrer Th.Böbel, Pfarrer i.R. A. Miller u. Diakon O. Pfaff (v.r.n.l.) . Foto: Lothar Schick

ROTTWEIL-ALTSTADT (ls) – Gleich drei­fa­chen Grund zur Freu­de und zum Fei­ern hat­te die Pela­gius­ge­mein­de ges­tern bei ihrem Patro­zi­ni­um. So der Gedenk-und Fest­tag ihres Schutz­pa­tro­nes St.Pelagius selbst, dann der kir­chen­mu­si­ka­li­sche Auf­takt zum Jubi­lä­ums­jahr 2019, anläss­lich des 200-jäh­ri­gen Bestehens des Kir­chen­cho­res Rott­weil-Alt­stadt und nicht zuletzt das Wie­der­se­hen mit dem ehe­ma­li­gen Pfar­rer von St.Pelagius, Alfons Mil­ler, wel­cher vor kur­zem das eiser­ne Pries­ter­ju­bi­lä­um (65 Jahre)und sei­nen 90. Geburts­tag fei­ern durf­te.

Rita Rimpp hat­te die Pela­gius­kir­che zum Fest­tag mit einem wun­der­schö­nen Blu­men-und Altar­schmuck aus­ge­stat­tet. Fast voll besetzt war die Pela­gius­kir­che zum Hoch­amt um 10.30 Uhr, das von Pfar­rer Tho­mas Böb­el, sei­nem Vor­gän­ger Pfar­rer i.R. Alfons Mil­ler, Pfar­rer Ger­hard Huber (Rot­ten­müns­ter) und Dia­kon Oli­ver Pfaff fei­er­lich zele­briert wur­de.

Chor­lei­ter Klaus Bau­er, in des­sen Hän­den auch die kir­chen­mu­si­ka­li­sche Gesamt­lei­tung lag, hat­te für die­ses Patro­zi­ni­um ein umfang­rei­ches und anspruchs­vol­les Pro­gramm zusam­men­ge­stellt. Der Kir­chen­chor, zusam­men mit Solis­ten u. Instru­men­ta­lis­ten aus Rott­weil und Umge­bung brach­ten die „Mis­sa in C“ (Krö­nungs­mes­se) KV 317 für Soli, vier­stim­mi­gen gemisch­ten Chor, Orches­ter und Orgel von Wolf­gang Ama­de­us Mozart in beein­dru­cken­der Wei­se zu Gehör. Die Solo­parts über­nah­men Jani­na Ruh, Sopran; Dr. Kira Bögelspa­cher, Alt; Dr. Andre­as Lin­sen­mann, Tenor; Jochen Her­mann, Baß.

Wei­te­re Instru­men­ta­lis­ten waren Ire­ne Caz­za­nel­li an der Rei­ser Orgel und Moni­ka Sie­gel am Orgel­po­si­tiv. Mit dem Ein­zug erklang der 1. Satz aus dem „Rai­ten­has­la­cher Con­cer­to Nr. 1 C-Dur“ für zwei Trom­pe­ten, Pau­ken, Strei­cher und Bas­so con­ti­nuo von Albe­ri­cus Hirsch­ber­ger (1709 – 1745). Danach wur­de die Lied­kan­ta­te „Erhö­re St. Pela­gius“ von Mat­thi­as Krü­ger in erhe­ben­der Wei­se vom Chor und Gemein­de gesun­gen. Nach der Lesung folg­te der Chor mit „Lobe den Herrn mei­ne See­le“ für gemisch­ten Chor und Blä­ser von Trau­gott Fünf­geld.

Die klei­nen Freu­den im Leben, die uns Hoff­nung geben“ war eines der The­men, wel­che Pfar­rer Alfons Mil­ler in sei­ner Fest­pre­digt aus­ge­wählt hat­te. „Eine schö­ne Blu­me am Weges­rand, ein Regen­bo­gen nach einem Gewit­ter­sturm, ein Ster­nen­him­mel in kla­rer Nacht, das Nahen des Mor­gens, das fer­ne Läu­ten der Kir­chen­glo­cken, all das sind die klei­nen Freu­den im All­tag, wenn wir sie rich­tig wahr­neh­men. So habe er sich auch gefreut, die Glo­cken von St. Pela­gius, mit ihrem schö­nen, wohl­klin­gend abge­stimm­ten und mäch­ti­gen Geläu­te wie­der zu hören und zu erfah­ren. Wir müs­sen fähig sein zum Hören, zum Sehen, zum Erfah­ren der Lie­be Got­tes um so zu gesun­den an Leib und See­le. Zu den Freu­den im Leben gehört auch für uns das heu­ti­ge Pela­gius­fest mit ihrer Kir­chen­mu­sik. Wohl vor­be­rei­te­te Sän­ge­rin­nen und Sän­ger, Solis­ten und Instru­men­ta­lis­ten zusam­men mit Chor­lei­ter geben der Hl. Mes­se Leucht­kraft. Musik belebt die Gemein­de, Kir­chen­mu­sik ist eine wun­der­ba­re Kraft. Alle Mit­wir­ken­den stel­len ihre musi­ka­li­sche Bega­bung, ihr Inter­es­se, ihre Zeit und Kraft zur Ehre Got­tes zur Ver­fü­gung. Im Bild gespro­chen ist die Musik wie ein kost­ba­res Band, das die Men­schen unter­ein­an­der und mit Gott ver­bin­det”, so Alfons Mil­ler.

Jani­na Ruh sang zum Offer­to­ri­um zusam­men mit Chor und Orches­ter das „Jubi­la­te Deo“ von Lou­is Spohr. Wäh­rend der Kom­mu­ni­on­spen­dung erklang „Jesus blei­bet mei­ne Freu­de“ aus der Kan­ta­te Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147 von Johann Sebas­ti­an Bach, ein Lieb­lings­stück von Pfar­rer Alfons Mil­ler. Gemein­de, Chor, Orgel und Orches­ter haben zum Schluss die Lied­kan­ta­te „Gro­ßer Gott, wir loben dich“ von Johan­nes Mat­thi­as Michel erklin­gen las­sen.

Zum Aus­zug spiel­te Ire­ne Caz­za­nel­li auf der Orgel das Alle­gro con Brio 1. Satz, aus der Sona­te B-Dur von Felix Men­delsohn-Bar­thol­dy. Es ist immer wie­der erstaun­lich und beein­dru­ckend, was der Chor, die Solis­ten und Instru­men­ta­lis­ten an den kirch­li­chen Hoch­fes­ten in St. Pela­gius, spe­zi­ell am Patron­zi­ni­um dar­bie­ten und zu wel­chen Leis­tun­gen sie fähig sind. Klaus Bau­er durf­te zusam­men mit allen Mit­wir­ken­den dafür einen lang anhal­ten­den Bei­fall der Kir­chen­be­su­cher ent­ge­gen neh­men.

Die Kir­chen­ge­mein­de St. Pela­gius hat­te im Anschluss zum Mit­tag­essen in die Turn-und Fest­hal­le Alt­stadt ein­ge­la­den. Das Team in Küche und Ser­vice hat­te für die Gäs­te eine bun­te Spei­sen-und Geträn­ke­aus­wahl zusam­men­ge­stellt. Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Kir­chen­ge­mein­de­ra­tes, Bern­hard Ruh begrüß­te die Gäs­te und bedank­te sich bei allen Hel­fern, sowie bei allen, wel­che in irgend­ei­ner Form ihren Bei­trag zum Pela­gius­fest leis­te­ten.

Der Musik­ver­ein Froh­sinn Rott­weil- Alt­stadt, unter der Lei­tung von Axel Zim­mer­mann hat­te die Fest­gäs­te danach mit flot­ten Wei­sen und guter Blas­mu­sik unter­hal­ten. Die Pela­gius­ju­gend bau­te wie in den Jah­ren zuvor, wie­der eine Spiel­stra­ße auf. Mit dem „ Speck­ra­ten“ , einer guten Tas­se Kaf­fee und lecke­rem Kuchen­buf­fet, sowie mit vie­len net­ten Begeg­nun­gen klang die welt­li­che Fei­er des Pela­gius­fes­tes am Nach­mit­tag aus. Um 18 Uhr ende­te das Patro­zi­ni­um in der Pela­gius­kir­che mit der fei­er­li­chen Ves­per und sakra­men­ta­lem Segen.