Pontifikalhochamt mit Weihbischof Kreidler, Pfarrer Böbel, Pfarrer i.R. Alfons Miller, Diakon Oliver Pfaff, Chor, Solisten und Instrumentalisten. Foto:Lothar Schick

ROTTWEIL-ALTSTADT – Fast voll besetzt war die Pela­gius­kir­che am ver­gan­ge­nen Sonn­tag zur Fei­er des Pon­ti­fi­kal­hoch­am­tes um 10.30 Uhr, anläss­lich des Patro­zi­ni­ums. Pfar­rer Tho­mas Böb­el begrüß­te die vie­len Kir­chen­be­su­cher, sowie Weih­bi­schof Johan­nes Kreid­ler, sei­nen Vor­gän­ger, Pfar­rer i.R. Alfons Mil­ler und Dia­kon Oli­ver Pfaff. Zusam­men zele­brier­ten sie die Eucha­ris­tie­fei­er.

In sei­ner Anspra­che hat Weih­bi­schof Kreid­ler den Hl. Pela­gius gewür­digt, wel­cher im ers­ten jahr­hun­dert durch sein Bekennt­nis zum Glau­ben, den Mär­ty­rer­tod erlitt. Weih­bi­schof Kreid­ler ging auch auf die Kir­chen­mu­sik ein und beglück­wünsch­te im Namen der Diö­ze­se, den Kir­chen­chor St. Pela­gius zu sei­nem 200- jäh­ri­gen Jubi­lä­um. Musik bil­det ein Mit­ein­an­der, ein Für­ein­an­der, schafft Freu­de und dient der Gemein­schaft zur Ehre Got­tes, so Weih­bi­schof Kreid­ler.

Der Kir­chen­chor von St. Pela­gius, hat zusam­men mit Solis­ten und Instru­men­ta­lis­ten aus Rott­weil und Umge­bung die­ses fei­er­li­che Hoch­amt kir­chen­mu­si­ka­lisch beglei­tet und den fest­li­chen Rah­men dazu gege­ben. Zur Auf­füh­rung kam die „Mis­sa bre­vis in hon. St. Joan­nis de Deo in B‑Dur, Klei­ne Orgel­so­lo­mes­se für vier Sing­stim­men, Strei­cher und Orgel von Joseph Haydn (1732–1809).

Zum Ein­zug erklang die Sonata/Symphonia C‑Dur Nr. 1 für zwei Trom­pe­ten, Pau­ken, Strei­cher und Bas­so con­ti­nuo von einem unbe­kann­ten Kom­po­nis­ten um 1730. Danach wur­de die Lied­kan­ta­te „Erhö­re St. Pela­gius“ von Mat­thi­as Krü­ger gemein­sam von Chor und Gemein­de gesun­gen und instru­men­tal beglei­tet. Zur Gaben­be­rei­tung erklang die Sonata/Symphonia C‑Dur Nr. 2 für 2 Trom­pe­ten, Pau­ken, Strei­cher und Bas­so con­ti­nuo , Anony­mus um 1730. Auf der Orgel ertön­te zur Kom­mu­ni­on­spen­dung Pré­lude h‑moll op. 18 von César Franck.

Der Chor sang als Dank­lied „Wir haben emp­fan­gen, wir aßen dein Brot“ von Rudi Schä­fer aus Schram­berg. Vor dem Orgel­nach­spiel Fuge G‑Dur BWV 541,2 von Johann Sebas­ti­an Bach ver­ei­nig­te sich die gan­ze Gemein­de zum Schluss­ge­sang „Gro­ßer Gott, wir loben dich“ für Gemein­de, Chor und Instru­men­te von Karl Nor­bert Schmid. Pfar­rer Böb­el bedank­te sich im Anschluss herz­lich bei allen Mit­wir­ken­den und Hel­fern die­ses Patro­zi­ni­ums. Beson­ders bedank­te er sich beim Kir­chen­chor, sei­nem Lei­ter Klaus Bau­er und gra­tu­lier­te zum 200-jäh­ri­gen Jubi­lä­um.

Mit einem lang anhal­ten­den Bei­fall der Kir­chen­be­su­cher wur­den am Ende des Hoch­am­tes der Chor, die Solis­ten und Instru­men­ta­lis­ten für die­se beein­dru­cken­de, fest­li­che, musi­ka­li­sche Dar­bie­tung belohnt. Auf der Rei­ser Orgel spiel­te Ire­ne Caz­za­nel­li, auf dem Orgel­po­si­tiv Moni­ka Sie­gel, Solis­ten waren: Jani­na Ruh, Sopran, Bir­git Wag­ner-Ruh, Alt, Andre­as Lin­sen­mann, Tenor, Jochen Her­mann, Bass. Die Gesamt­lei­tung lag in den bewähr­ten Hän­den von Klaus Bau­er.

Die Kir­chen­ge­mein­de hat anschlie­ßend zum Mit­tag­essen und zur Begeg­nung in die Turn-und Fest­hal­le Alt­stadt herz­lich ein­ge­la­den. Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Kir­chen­ge­mein­de­ra­tes, Bern­hard Ruh begrüß­te in der voll besetz­ten Hal­le die vie­len Gäs­te und bedank­te sich bei allen Mit­wir­ken­den und Hel­fern des Tages für ihren selbst­lo­sen Ein­satz. Der Musik­ver­ein Froh­sinn Rott­weil-Alt­stadt, unter der Lei­tung von Axel Zim­mer­mann unter­hielt die Gäs­te ab 14 Uhr mit gewohnt guter Blas­mu­sik. Ein reich­hal­ti­ges Kuchen­buf­fet wur­de eben­falls ange­bo­ten. Beim tra­di­tio­nel­len Speck­ra­ten konn­te jeder sein Glück ver­su­chen. Für die klei­nen Gäs­te hat­te die Pela­gius­ju­gend wie­der eine Spiel­stra­ße auf­ge­baut.

Mit einer fei­er­li­chen Ves­per mit sakra­men­ta­lem Segen um 18 Uhr in der Pela­gius­kir­che ende­te das Patro­zi­ni­um.