Ferienzauber-Gottesdienst: Viva la Vida – Lebe das Leben!

Ferienzauber-Gottesdienst: Viva la Vida – Lebe das Leben!

ROTTWEIL -Lebe das Leben – wenn das keine positiv formulierte Einladung war, zum Ökumenischen Gottesdienst in den Bockshof zu kommen! Ein fester Bestandteil beim Rottweiler Ferienzauber ist seit Jahren der Ökumenische Gottesdienst. Weil das Wetter nicht mitspielte, musste er in die benachbarte Predigerkirche verlegt werden.

Auch in diesem Jahr hat wieder eine große Gemeinde aus Rottweil und Umgebung die Einladung angenommen und diesen Gottesdienst mitgefeiert, der unter dem Thema Viva la Vida – Lebe das Leben, einem Song der Alternative-Rock-Band Coldplay aus dem Jahr 2008, stand.

Gleich zu Beginn spielte Familie Grathwohl, bekannt als Band „Tibi Deo“ die beschwingte und sehr eingängliche Melodie von Viva la Vida, die sich als Ohrwurm bei den Gottesdienstbesuchern einnistete.

Die Dialogpredigt zwischen Pfarrerin Annegret Künstel und Diakon Michael Wollek bezog sich höchst aktuell auf die Situation unter Corona, auf die drei G, allerdings biblische drei G. In immer wieder anderen Variationen tauchten dieses G’s auf, jeweils in Verbindung mit einem Bibeltext. Gehört, geglaubt, gerettet – dazu die Geschichte von der Rettung der Aussätzigen.

Auch sie mussten – wie wir heute – Abstand halten. Es sei schon schwer, dass wir uns keine Hand geben und uns nicht umarmen dürften. Viele hätten bereits Angst, dass der andere zu nahe kommt. Das verändere die Menschen. Wir wollten doch alle wieder normal leben. Als eine besondere Geschichte über das Leben wurde den Anwesenden die Schöpfungsgeschichte vorgelesen, ein Text über das Leben.

Pfarrerin Künstel fragte, was ein Gott, der das Leben will, mit Corona zu tun habe? Michael Wollek widersprach ganz vehement den Leuten, die Corona als eine Strafe Gottes ansehen. Gott sei kein strafender Gott, sondern ein Gott des Lebens. Ihm gefalle es sicher auch nicht, dass es den Menschen schlecht gehe, sie am Virus sterben oder Kinder nur noch alleine zuhause lernen müssten und nicht mehr miteinander spielen könnten.

Singen sei Leben, Tanzen sei Leben und auch Spielen sei Leben. Im Buch der Sprüche 8 steht „Ich spielte auf dem Erdenrund und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein“. In Kirchen und Religionen müsse man deshalb nicht schwermütig oder todernst sein. Gott sei das Leben. Gott habe den Menschen den Atem zum Leben gegeben. Viva la Vida!

Die Kollekte in diesem Gottesdienst war bestimmt für die Ökumenische Kinder- und Jugendförderung in Rottweil.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 2. August 2021 von Berthold Hildebrand (hil). Erschienen unter https://www.nrwz.de/kirchliches/ferienzauber-gottesdienst-viva-la-vida-lebe-das-leben/320087