Festwochenende zum Dreifachjubiläum

St. Mariakirche in Schramberg wird 175 jahre alt / Kirchengeschichte mit allen Sinnen erleben

SCHRAMBERG – Gleich drei Jubiläen feiert die katholische Kirchengemeinde in diesem Jahr in und um die St. Mariakirche: Vor 175 Jahren war die Weihe, im selben Jahr ertönte erstmals die berühmte Walcker Orgel – und vor 25 Jahren hat der Stahlbildhauer Erich Hauser die Umgestaltung des klassizistischen Baus abgeschlossen. „Es gibt was zu feiern“, stellte Kirchenmusikdirektor Rudi Schäfer denn auch bei einem Pressegespräch fest.

Mit zwei Veranstaltungen haben die Katholiken dieses Dreifach-Jubiläum bereits gefeiert. Mitte Oktober nun folgt ein Festwochenende mit Vortrag, Schauspiel, Musik, Führungen und natürlich einem feierlichen Hochamt mit Weihbischof Matthäus Karrer. Und als I-Dipfele obendrauf haben Johanna und Rudi Schäfer noch einen Kirchenführer für Kinder gestaltet, den sie ebenfalls am Festwochenende vorstellen.

Zum Auftakt wird  am 18. Oktober der Architekt Heiner Giese über Kirchenbauten aus der Entstehungszeit der Diözese Rottenburg, also um 1820, sprechen. Zu diesen gehört die Schramberger Kirche.

Die St Mariakirche in Schramberg. Foto: him

„Hipodiamus“

Tags drauf ist dann ab 18 Uhr Spektakel in der Kirche angesagt: „Hipodiamus“ hat Dietmar Gebert sein Stück zur 175-jährigen Geschichte der Kirche genannt. Mehr als 20 Mitwirkende werden mit historischen, poetischen, dialogischen und musikalischen Elementen die Geschichte von St. Maria in vier Szenen lebendig werden lassen. Dazu gibt es Bilder auf einer Großbildleinwand, eine Projektband musiziert, und Schäfer begleitet das Ganze an der Orgel.

„Wir wollen  auf eine lockere und andere Art Geschichte erlebbar machen“,  so Schäfer und Pfarrer Meinrad Hermann ergänzt: „Die Besucher dürfen auch lachen.“ Eine gute Stunde werde „Hipodiamus“ dauern.

Hochamt mit Weihbischof

Am Sonntag, 20. Oktober beginnt um 10 Uhr das Hochamt, das mit viel Musik gefeiert wird: Kirchenchor, die Jugend-, Frauen- und Gregorianikschola werden singen, begleitet von einem Bläserquintett und Pauken. An der Orgel Wilm Geismann, der ehemalige Diözesankirchenmusikdirektor der Erzdiözese Freiburg. Dieser habe eine enge Beziehung zu Tennenbronn und dort schon öfters musiziert, wie Schäfer berichtet. Nach dem Hochamt lädt die Kirchengemeinde zum Stehempfang.

Neuer Kirchenführer für Kinder

Bei dieser Gelegenheit wird Johanna Schäfer den neuen Kirchenführer für Kinder vorstellen, „der auch für Erwachsene“ gedacht sei, wie sie versichert. In einfacher Sprache erläutert sie gemeinsam mit ihrem Vater die Bedeutung der Elemente der St. Maria-Kirche, beginnend mit dem berühmten abgesetzten Turm.


Das neue Heft „Kirchenführung für Kinder“ von Johanna und Rudi Schäfer

„Das ist ja das erste, was man sieht.“ Dann beschreiben die beiden das Kirchenschiff, die Orgel, die verschiedenen Elemente vom Altar bis zum Beichtraum, den Erich Hauser ebenfalls gestaltet hat. Am Ende zeigt die Broschüre auch die „verborgenen Schätze“ wie Messkelche, Weihwasserkessel und der Monstranz.

Und was in Schramberg natürlich auch nicht fehlen darf: Die Schramberger Melodie zu „Ihr Kinderlein kommet“. Die stammt bekanntlich von Johann Baptist Braun. Und der hat seinerseits die Schramberger damals überzeugt, die neue Orgel bei Walcker zu bestellen – und so schließt sich der Kreis. Denn am Sonntagnachmittag um 15 Uhr laden Johanna und Rudi Schäfer zu einer Kirchen- und Orgelführung nicht nur für Kinder.

 

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