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Montag, 9. Dezember 2019
Start Schram­berg Gedenk­ort für Klos­ter­grün­der David Fuchs ein­ge­weiht

Gedenkort für Klostergründer David Fuchs eingeweiht

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Schram­berg-Hei­­li­gen­bronn. Eine David-Fuchs-Ste­­le ist am Mitt­woch, 7. August, auf dem Schwes­tern­fried­hof in Hei­li­gen­bronn errich­tet wor­den. Sie erin­nert an den Grün­der des Klos­ters und der sozia­len Ein­rich­tung Vikar David Fuchs, wie das Klos­ter Hei­li­gen­bronn in einer Pres­se­mit­tei­lung infor­miert.

Auf Ein­la­dung von Gene­ral­obe­rin Schwes­ter Agnes Löb­er waren vie­le Schwes­tern, Pfar­rer Schit­te­rer, Archi­tekt Wühr, die Mit­ar­bei­ter der Fir­ma Roland Hol­zer und Fir­ma Haas sowie wei­te­re Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn gekom­men. Schwes­ter Agnes begrüß­te die Gäs­te und beton­te wie David Fuchs Klos­ter und Stif­tung ver­bin­det. Wühr erin­ner­te an die Ent­ste­hungs­ge­schich­te die­ses Gedenk­or­tes. Rea­li­siert wur­de nun eine Ste­le, die einem Pult oder Ambo gleicht. Auf der schrä­gen Ober­flä­che des Steins liegt ein Bron­ze­blatt, als hät­te David Fuchs es gera­de unter­schrie­ben, der Text nur zwei Wor­te: „unver­schäm­tes Gott­ver­trau­en“. Ein Zitat, das sei­ne Lebens­ein­stel­lung wider­spie­gelt, mit der er allen Wid­rig­kei­ten zum Trotz die Klos­ter­ge­mein­schaft und die Sozi­al­ein­rich­tun­gen von Hei­li­gen­bronn begrün­de­te.

Die Stee­le.

Bevor der Stein an sei­nen Platz kam, wur­de in den Sockel eine Zeit­kap­sel gelegt. Die Kup­fer­blech­kas­set­te, gefer­tigt von Haus­meis­ter Emil Rode, beinhal­tet die Plä­ne mit Beschrei­bung des Bau­werks, eine Tages­zei­tung, Münz­geld, ein Fran­zis­kus­bo­te und die Lebens­ord­nung der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von Hei­li­gen­bronn. Danach setz­ten die Stein­met­ze das Denk­mal auf das Fun­da­ment.

Die Seg­nung und Ein­wei­hung nahm Pfar­rer Schit­te­rer vor. Er erin­nert, dass in dem Wort Denk­mal auch „denk mal!“ ste­cke. Die­ser Platz ist nun ein Ort der Ruhe und Stil­le, mit zwei Sitz­rei­hen aus Sand­stein, die zum Ver­wei­len und geden­ken ein­la­den. Mit dem Vater­un­ser und einem Lied ende­te die Fei­er.

Auf Ein­la­dung von Schwes­ter Agnes tra­fen sich die Anwe­sen­den im Café Chia­ra zu einem klei­nen Umtrunk.

Als 1885 Klos­ter­grün­der Vikar und Beicht­va­ter David Fuchs starb, wur­de er auf dem Gemein­de­fried­hof in Hei­li­gen­bronn beer­digt. Dort ruhen sei­ne Gebei­ne und ein Grab­stein zeugt heu­te noch davon.

Erst eini­ge Jah­re spä­ter wur­de der Schwes­tern­fried­hof eröff­net. Auch für sei­ne geist­li­chen Nach­fol­ger im Klos­ter wur­den dort Gedenk­stät­ten ein­ge­rich­tet. Da eine Über­tra­gung des Grab­stei­nes nicht mög­lich war, ent­schie­den sich die Klos­ter­schwes­tern, ihrem Grün­der mit einer Stee­le einen wür­di­gen Gedenk­ort ein­zu­rich­ten.

 

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