In einer gemeinsamen Resolution wenden sich die Vorsitzenden der evangelischen Kirchenbezirke Balingen, Sulz, Tuttlingen, Villingen und der katholischen Dekanate Balingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen-Spaichingen zu Wort. Sie sprechen sich in dem Papier „gegen alle Formen von Fremdenhass, Rassismus und Hetze“ aus.

Die Rottweiler Pfarrerin Gabriele Waldbaur. Foto: pm
Die Rottweiler Pfarrerin Gabriele Waldbaur. Foto: pm

Zudem wird „jede Gewalt gegen Menschen und Sachen, auch alle Halbwahrheiten und Lügen, die Ängste vor Flüchtlingen schüren“ verurteilt. Dank sprechen sie allen bürgerliche Engagierten aus. Der Brief ist am Freitag von der Rottweiler Pfarrerin Gabriele Waldbaur verschickt worden. Es handle sich, so Waldbaur, um eine Resolution, die der evangelische Kirchenbezirk Tuttlingen am Abend in der Herbstsynode verabschieden wolle. Die Resolution sei bereits von den Kirchenbezirken Balingen, Sulz, Villingen und den katholischen Dekanaten Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen-Spaichingen verabschiedet worden. Unter den Unterzeichnern sind etwa auch Alicja Garcia Bernal, Zweite Vorsitzende des Dekanatsrates, und Dekan Martin Stöffelmaier vom katholischen Dekanat Rottweil.

Die NRWZ bringt den Text im Wortlaut:

Gemeinsame Resolution der Vorsitzenden der evangelischen Kirchenbezirke Balingen, Sulz, Tuttlingen, Villingen und der katholischen Dekanate Balingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen-Spaichingen

„Wir sind erschrocken und erschüttert über die hasserfüllte Gewalt in Paris. Diese Anschläge sind letztlich ein Anschlag auf alle Menschen und auf Europa. Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen und lassen uns nicht davon abbringen Menschen aus Krisengebieten zu helfen.

Weltweit sind derzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht, vor allem vor Krieg, Terror und Not. Die meisten von ihnen finden Aufnahme in ihren Nachbarländern. Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge kommt nach Europa, oft unter Strapazen und Lebensgefahr. Sie bitten um Aufnahme und Schutz.

Als Christinnen und Christen sind wir verpflichtet, uns der Hilfesuchenden anzunehmen. Jesus bezeichnet die Nächstenliebe als höchstes und wichtigstes Gebot: ‚Was ihr einem meiner geringsten Geschwister getan habt, das habt ihr mir getan. Was ihr einem meiner geringsten Geschwister nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan‘ (Matthäus 25).

Wer vom ‚christlichen Abendland‘ redet, ist diesen Werten verpflichtet. Es liegt an uns, unseren Glauben selbstbewusst und im Vertrauen auf Gottes Liebe zu leben und dies auch an unseren Taten erkennen zu lassen. Dies bezieht sich nachdrücklich auch auf Flüchtlinge anderer Kulturen und Religionen. Dabei geht es nie um ein Gegeneinander, sondern um ein respektvolles Miteinander.

Es ist uns unerträglich, wenn bei fremdenfeindlichen Demonstrationen christliche Kreuze mitgeführt oder Menschen mit dem Tod bedroht werden. Wir vertrauen auf einen Gott, von dem es heißt: ‚Der Herr behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen (Psalm 146,9).‘ Nach der biblischen Botschaft macht Gott selbst sich zum Anwalt der Fremden und der sozial Benachteiligten. Also sind auch wir als Christinnen und Christen aufgefordert, für Fremde und Benachteiligte einzutreten.

Wir wenden uns deshalb entschieden gegen alle Formen von Fremdenhass, Rassismus und Hetze. Wir verurteilen jede Gewalt gegen Menschen und Sachen, auch alle Halbwahrheiten und Lügen, die Ängste vor Flüchtlingen schüren. Wer dies ablehnt, stellt eine Gefahr für die Rechtsordnung und den Frieden in unserem Land dar, nicht die Menschen, die bei uns Schutz suchen und um Asyl bitten.

Wir erwarten von allen Menschen, die hier leben oder leben wollen, dass sie die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland und die demokratischen Grundlagen respektieren und einhalten.

Wir danken allen Ehren- und Hauptamtlichen, die mit hohem Einsatz sich für Flüchtlinge und für Benachteiligte in unserer Gesellschaft engagieren, und allen, die sie mit Spenden unterstützen. Sie praktizieren eine ‚Willkommenskultur‘.

Derzeit besteht an vielen Orten eine große Notlage bei der Unterbringung von Flüchtlingen, die durch den anbrechenden Winter verschärft wird. Deshalb bitten wir die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zu prüfen, ob sie weiteren Wohnraum und weitere Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen können.

Wir bitten zudem unsere Gemeindeglieder, Wohnraum nicht leer stehen zu lassen.

Uns ist bewusst, dass vor uns allen ein langer Prozess der Aufnahme, der Integration und der Begleitung liegt. Die Herausforderungen sind groß. Sie werden uns einiges abverlangen, auch die Bereitschaft zur Veränderungen. Das alles macht uns Angst. Doch dies ist kein Grund Türen und Herzen zu verschließen. Unserem Land wurde nach dem selbstverschuldeten zweiten Weltkrieg ein Neubeginn geschenkt und für viele ist ein großer Wohlstand gewachsen.

Wir können deshalb auch solidarisch für Notleidende sorgen und auch Wohlstand mit ihnen teilen.

In Solidarität mit allen, die für Flüchtlinge ein offenes Herz haben und sich öffentlich dazu bekennen.“

Im November 2015

Für die Evangelischen Kirchenbezirke Balingen, Sulz, Tuttlingen, Villingen und für die katholischen Dekanate Balingen, Rottweil, Tuttlingen-Spaichingen, Schwarzwald-Baar:

Christa Schwarz, Vorsitzende der Bezirkssynode, und Dekan Beatus Widmann, Codekan Albrecht Knoch, evangelisches Dekanat Balingen; Wolfgang Buse, Zweiter Vorsitzender des Dekanatsrates und Dekan Anton Bock, katholisches Dekanat Balingen; Harald Müller, Vorsitzender der Bezirkssynode, und Dekan Ulrich Vallon, evangelisches Dekanat Sulz; Alicja Garcia Bernal, Zweite Vorsitzende des Dekanatsrates, und Dekan Martin Stöffelmaier, katholisches Dekanat Rottweil; Heinz Elsäßer, Vorsitzender der Bezirkssynode, und Dekan Sebastian Berghaus, evangelisches Dekanat Tuttlingen; Norbert Anton Schnee, Zweiter Vorsitzender des Dekanatsrates, und Dekan Matthias Koschar, katholisches Dekanat Tuttlingen-Spaichingen.; Evi Jobst, Vorsitzende der Bezirkssynode Villingen, und Dekan Wolfgang Rüter-Ebel, evangelisches Dekanat Villingen; Ursula Saur, Zweite Vorsitzende des Dekanatsrates, und Dekan Josef Fischer, katholisches Dekanat Schwarzwald-Baar.

 

1 Kommentar

  1. Ich werde nicht helfen! Ich helfe gerne Obdachlosen mit einer warmen Mahlzeit, helfe Kindern gerne bei der Hausaufgabenbetreuung, helfe alten Menschen, die allein gelasse vor sich hin vegetieren, die keiner mehr will und vergessen wurden. Ich helfe einer Taube, die andere traten, nur weil sie eine Taube war und sie als Dreckmacher und Übertagung von Krankheiten verantwortlich gemacht wurde. Ich schreite ein, wenn jemand einen Vogel tritt, denn er tritt auch mich. Ich bin auch alleine und habe bei der Pfarrei in unserem Ort einst nachgefragt, ob ich Geld für Medikamente haben könnte. Ich war zu dieser Zeit, vor einem Jahr noch, nicht gesetzlich versichert und privat konnte ich die Rezepte, die ich benötigte, nicht vorfinanzieren. ES kam ein NEIN.

    Aber in der Flüchtlingsfrage, da spendete dieser Pfarrer und so tolle Christ an Flüchtlingen und organisierte. Ein bezogenes zuletzt saniertes Haus wurde von Flüchtlingen in Beschlag genommen, die Scheiben und Wohnungen wurden über das eigentliche Maß geputzt und sie willkommen geheissen.

    Ich aber hatte aber keine Medikamente, Ich habe keinen, der mir die Fenster putzt, obwohl es meiner Lunge so schlecht ging. Mir gab keiner Geld, als ich Medikamente brauchte, dieses Geld hätte ich auch zurück gezahlt, trotz Arbeitslosigkeit, weil die private Krankenkasse es nur erstatten musste. Das dauert meistens 3 Wochen im Schnitt. Keinem deutschen Kind wird gleicher Bildungsstand garantiert, weil sie aus armen Verhältnissen kommen, keinem Obdachlosen, der nachts im Freien schläft wird mit Ausnahme der Wohnheime geholfen, damit sie nicht erfrieren müssen und zusätzliches Geld für Benachteiligte hätte es auch nie gegeben.

    Die Schere zwischen Arm und Reich klafft nicht erst seit Kohl auseinander, sie wird immer größer und sie wird auch noch grüßer werden durch die immer noch illegal einreisenden Flüchtlinge. Eine Bekanntin wollte Schuhe spenden, Schuhe die nicht mehr gefallen. Sie waren immer in Ordnung. Der Kommentar der Annahmestelle war schlimm. Man nehme nur neue Sachen, schon wegen der Sauberkeit und Hygiene. Einem Obdachlosen würde man anspruchsvoll bezeichnen, wenn er solch ein Angebot ablehnen würde.

    Das Haus, dass die Flüchtlinge eroberten, zugewiesen bekamen, stand jahrelang leer, keine sanierten dem Standard entsprechenden Badezimmer, keine standadiserten Heizungen, denn dort befand sich keine. Kein Warmwasser, keine Heizung. Allenfalls Durchlauferhitzer waren vorhanden. Jetzt ist eine komplette Heizungs,- und Warmwasseranlage in diesem Haus eingebaut worden. Manche klagen dennoch über die Unterbringung. Flüchtlinge wurden in ein etwas auswärts liegendes flüchtlingsheim verlegt. Sie traten in Hungerstreik. Warum? Sie Unterkunft war zu weit weg von der Stadt und die Busverbindungen schlechter und länger. Ich selber sah, dass Flüchtlinge nicht bereit waren im Bus zu bezahlen und den Busfahrer anrotzten. Ich griff ein und habe einem dieser Flüchtlinge zurecht gewiesen.

    Hier gibt es soviel Wohnungsnot, die Studenten bekommen keine Wohnungen, oder sie sind zu teuer. Die Wohnheime bis auf den letzten PLatz belegt. Aber würde man Flüchtlinge so unterbringen wie Studenten, sie würden protestieren.

    Jemand der aus Angst und Terror floh, der wird solche Ansprüche nicht stellen. Doch die meisten machen es. Es sind keine wirklichen Flüchtlinge, die meisten wollen nur Parallelgesellschaften aufbauen, in Hamburg ist der Drogenmarkt in schwarzafrikanischer Hand. Außerdem ist es mein Land, mein verdammtes Land, indem ich die Spielregeln vorgebe und nicht die, die hier herkommen. So heißt es, wer Bus und Bahn fährt, muss bezahlen. Wer Asyl will kann nicht durch Deutschland reisen, wie es dem Jäger aus Kurpfalz gefällt. Wer hier wohnt, muss meine Sprache sprechen und nicht umgekehrt. ES heißt nicht Lichterfest, sondern St. Martin. Es heißt nicht Wintermarkt, sondern Weihnachtsmarkt.

    Kurzum, ich helfe Tieren in Not und was ich oben schrieb, aber ich werde neimals Flüchtlingen helfen. Fragt mich jemand etwas, ich antworte nicht und drehe meinen Kopf zur Seite. Ich möchte niemals Flüchtlingshelfer werden, sollte man mich darauf einmal vermitteln, werde ich mich krank schreiben lassen oder das ja auch nicht gute essen em Flüchtlings ins Gesicht schmeissen, bevor er nicht das Wort „Danke“ sagt.

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