Beim Gemeindefest anch der Osternachtsfeier wurden kiloschwere Ostereier aus Italien verlost. Fotos: Roland Zimmerer

ROTTWEIL – Bunt und viel­fäl­tig beging die Gemein­de Auf­er­ste­hung Chris­ti die Tage rund um ihren Namens­tag, die­ses Jahr unter dem Schutz eines ganz beson­de­ren Oster­gas­tes, der wer­den­den Stor­chen­fa­mi­lie hoch auf dem Turm der Kir­che. „Wir haben weder Kos­ten noch Mühen gescheut, die­ses Jahr ein ganz beson­de­res Oster­nest zu besor­gen.“ begrüß­te Dia­kon Micha­el Wol­lek mit einem Augen­zwin­kern die gefie­der­ten Bewoh­ner des Tur­mes.

Und mit viel Freu­de und Humor durch­zo­gen sich die Got­tes­diens­te gemein­sam mit der ita­lie­ni­schen Kir­chen­ge­mein­de und der Gemein­de der Hör­ge­schä­dig­ten am Sams­tag abend und am Sonn­tag mor­gen, als Pfar­rer Timo Weber auf die alte Tra­di­ti­on des Oster­la­chens ver­wies.

Begon­nen hat­ten die Fei­er­lich­kei­ten mit der Gebets­wa­che der Jugend in der Nacht von Grün­don­ners­tag auf Kar­frei­tag, wo um die 50 jun­ge Leu­te sich in Kir­che und Gemein­de­zen­trum mit Impul­sen und Gebet auf das Ster­ben Jesu ein­stimm­ten.

Nach dem gut besuch­ten Kin­der­got­tes­dienst für die Klei­nen stand am Sams­tag abend die fei­er­li­che Oster­nacht mit anschlie­ßen­dem Gemein­de­fest auf dem Pro­gramm. Die Mäd­chenkan­to­rei präg­te mit zeit­ge­nös­si­schen Gesän­gen die musi­ka­li­sche Stim­mung der Fei­er, Father Stan und Dia­kon Wol­lek unter­stri­chen die inter­na­tio­na­le Prä­gung, indem sie zwi­schen den Spra­chen ita­lie­nisch und deutsch hin und her wech­sel­ten. Bei bei­den stand die Freu­de über das Leben im Vor­der­grund und wur­de mit dem aktu­el­len Leben in Ver­bin­dung gebracht.

Bei der lang­ersehn­ten Ver­lo­sung der kilo­schwe­ren Oster­ei­er auf dem anschlie­ßen­den Gemein­de­fest gab es nicht nur drei Gewin­ner. Die Preis­trä­ger des gro­ßen Eis nah­men kur­zer­hand ein Mes­ser in die Hand und teil­ten das Ei unter allen Anwe­sen­den auf, eine schö­ne Ges­te. 

Abge­run­det wur­den die Tage mit dem fei­er­li­chen Got­tes­dienst am Sonn­tag Mor­gen, in dem Pfar­rer Weber in sei­ner Pre­digt die Fra­ge aus der Fern­seh­wer­bung auf­griff, was denn der Geschmack von Ostern sei und er im Hin­blick auf das Vor­bild Jesu die Ant­wort gab, den Geschmack von Ostern spü­re man je mehr es gelän­ge, etwas von den Sor­gen und Mühen abzu­ge­ben und Gott anzu­ver­trau­en. Des­halb sei der Geschmack von Ostern die Freu­de eines frei­en Men­schen.

Am Ende des Got­tes­diens­tes hat­ten die Kin­der noch ein­mal eine Freu­de: Rund um die Kir­che Auf­er­ste­hung Chris­ti waren 30 Oster­ha­sen ver­steckt, die nach dem Got­tes­dienst in Rekord­zeit gefun­den wor­den waren.