„Gospodi-Chor“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter Leitung von Dr. Michael Nuß. Foto: pm

ROTTWEIL (pm) – Das Abend­lob der sla­wisch byzan­ti­ni­schen Kir­che erklingt am Sams­tag, 15. Okto­ber ab 16 Uhr in der Rott­wei­ler Kapel­len­kir­che. Der „Gos­po­di-Chor“ der Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart unter Lei­tung von Dr. Micha­el Nuß gestal­tet den fei­er­li­chen Vesper­got­tes­dienst im ost­kirch­li­chen Ritus. Zele­brant ist Dekan Sig­mund F.J. Schänz­le aus Och­sen­hau­sen.

Vor über 50 Jah­ren wur­de der Chor anläss­lich der öku­me­ni­schen Gebets­wo­che um die Ein­heit der Chris­ten von dem am 15. August 2015 ver­stor­be­nen ehe­ma­li­gen Kon­vikts­di­rek­tor Mon­si­gno­re Kili­an Nuß gegrün­det. Sän­ger aller Alter­klas­sen und Berufs­schich­ten, aus der katho­li­schen und evan­ge­li­schen Kir­che, bil­den ein pro­fun­des Klang­vo­lu­men, das für die ost­kirch­li­che Lit­ur­gie cha­rak­te­ris­tisch ist.

Anlie­gen des Cho­res ist es, in öku­me­ni­schem Geis­te die tie­fe Spi­ri­tua­li­tät der ost­kirch­li­chen Lit­ur­gie den Gläu­bi­gen aller Kir­chen und Kon­fes­sio­nen im Wes­ten nahe zu brin­gen. Die herr­li­chen Gesän­ge ver­mit­teln in der Anders­ar­tig­keit der Melo­dik, in Klang und Rhyth­mus, ergänzt durch die präch­ti­gen Gewän­der und die Iko­nen, etwas von dem, was man „Mys­tik“ im got­tes­dienst­li­chen Gesche­hen nennt.

Das Wort „myein“ aus dem Grie­chi­schen heißt: Die Augen schlie­ßen, um sich in der tiefs­ten See­len­spit­ze, im Her­zen und Gemüt ergrei­fen zu las­sen. „Gos­po­di pomi­luj“ ist der in sla­wi­scher Spra­che immer wie­der­keh­ren­de Gebets­ruf der Lit­ur­gie und heißt über­setzt „Herr, erbar­me dich unser“ – daher der Name des Cho­res.

Der Gos­po­di-Chor ist inter­na­tio­nal bekannt gewor­den durch Rei­sen nach Irland, Russ­land, Indi­en und wie­der­holt nach Rom Er war auf öku­me­ni­schen Kir­chen­ta­gen und bei ver­schie­de­nen fei­er­li­chen Anläs­sen prä­sent.