Der St. Mariakirchturm nachts angestrahlt. Foto: Rainer Langenbacher

Schram­berg (pm) – Der Gesprächs­kreis im Turm hat­te sich das The­ma gewählt: „Got­tes­dienst – Gewinn oder Last für mich?“ Hier­über infor­miert die Grup­pe in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Dabei war der Vor­be­rei­tungs­grup­pe wich­tig zu erfah­ren, wel­che Erfah­run­gen die Teil­neh­mer der Run­de selbst mit den Got­tes­diens­ten gemacht haben. Dabei wur­de deut­lich, dass ritu­el­le Abläu­fe im Got­tes­dienst häu­fig nicht in ihrer Bedeu­tung ver­stan­den wer­den. Der Got­tes­dienst sei oft mit sehr viel Tex­ten gefüllt, die die­se Bedeu­tung nicht mehr erken­nen las­sen. So wur­de gefragt, ob es denn not­wen­dig sei immer zwei Lesun­gen vor dem Evan­ge­li­um zu machen. Das gel­te auch für die Anzahl von Für­bit­ten. Die­se Text­fül­le ver­hin­de­re das Inne­hal­ten und das zur Ruhe kom­men. Die Fra­ge kam auch, ob die Über­be­wer­tung des Schuld­be­kennt­nis­ses, das obli­ga­to­risch immer am Anfang ste­he dem Men­schen, der sich dort vor Gott stellt, sei­ner eig­nen Wahr­neh­mung und sei­ner Lebens­wirk­lich­keit heu­te gerecht wer­de.

Der Anspruch wur­de deut­lich, sich in der Lit­ur­gie mit eige­nen Fra­gen wie­der zu fin­den und Impul­se für die Gestal­tung des eige­nen Lebens zu bekom­men.

Die Fra­ge wur­de gestellt, wie­weit sich die Kir­chen­be­su­cher als Gemein­schaft füh­len ange­sichts der Beob­ach­tung, dass die Kir­chen­be­su­cher in der Regeln weit ver­streut und für sich in den Kir­chen­bän­ken sit­zen.

Im Gespräch spiel­te immer wie­der eine Rol­le, war­um Got­tes­diens­te heu­te oft von älte­ren Men­schen besucht wer­den, wäh­rend gera­de jun­ge Men­schen eher sel­ten anzu­tref­fen sind. Trifft die Art, wie Got­tes­diens­te ablau­fen heu­te nicht mehr das Lebens­ge­fühl jun­ger Men­schen?

Zum Schluss beschloss man, die Fra­gen, Anre­gun­gen und Kri­tik an der bis­he­ri­gen Form von Got­tes­diens­ten mit den Pfar­rern zu kom­mu­ni­zie­ren. Man wol­le gemein­sam mit ihnen über­le­gen, wie die Form des Got­tes­dienst gestal­tet wer­den kön­nen, dass die Bedeu­tung von Inhal­ten wie­der mehr Gel­tung bekom­men könn­te. Die­ses Anlie­gen gel­te für alle.