Professor Kluge. Foto: pm

SCHRAMBERRG (pm) – Am Don­ners­tag, 16. Novem­ber fin­det um 20 Uhr im Mari­en­heim Schram­berg (Markt­str. 17) die letz­te Ver­an­stal­tung von Markt­platz Kir­che in die­sem Jahr statt. Refe­ren­tin des Abends ist die Psy­cho­lo­gin Pro­fes­sor Ulri­ke Klu­ge aus Ber­lin.

Markt­platz Kir­che habe Frau Klu­ge gebe­ten, vor­ab eini­ge Infor­ma­tio­nen zu ihrem Vor­trag zu nen­nen. Sie schreibt laut Pres­se­mit­tei­lung:

In Zei­ten zuneh­men­der Mobi­li­tät und Ver­net­zung sind Migra­ti­on und Wan­de­rung zen­tra­le Phä­no­me­ne. Etwa 65 Mil­lio­nen Men­schen sind welt­weit auf der Flucht. Sie haben das Ver­trau­te, die „Hei­mat“, zurück­ge­las­sen. Für sie stellt sich auf beson­de­re Wei­se die Fra­ge nach Hei­mat und Zuge­hö­rig­keit. Wie erle­ben sie die Ankunft in den Auf­nah­me­län­dern? Ab wann wird das Frem­de zum Eige­nen – näm­lich selbst­ver­ständ­lich und ver­traut? Daher auch der Titel der Ver­an­stal­tung: „Fremd in der Hei­mat – Hei­mat in der Frem­de?“

Die Pro­fes­so­rin wird Bezug neh­men auf den Begriff Hei­mat, zum Bei­spiel auf Über­le­gun­gen der Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin Her­ta Mül­ler, die sich fol­gen­der­ma­ßen äußer­te: „Hei­mat ist, was man nicht ertra­gen kann, wenn man dort ist, und nicht los­las­sen kann, wenn man weg ist”.

Sie wird davon aus­ge­hend den Blick aber nicht nur auf Men­schen mit Flucht- und Migra­ti­ons­ge­schich­te rich­ten, son­dern Fra­gen zu Migra­ti­on, Zuge­hö­rig­keit, dem Eige­nen und dem Frem­den als zen­tra­le Per­spek­ti­ven aktu­el­ler gesell­schaft­li­cher Ent­wick­lun­gen in den Mit­tel­punkt ihres Vor­tra­ges rücken und die­se anhand von Bei­spie­len aus ihren For­schun­gen und ihrem kli­ni­schen All­tag bebil­dern. Sie wird Ein­bli­cke in For­schungs­er­geb­nis­se geben, die die genann­ten Pro­zes­se mit einem Schwer­punkt auf den gesell­schaft­li­chen Umgang mit Flucht und Ver­trei­bung in den letz­ten Jah­ren ver­an­schau­li­chen.

Dem Vor­trag schließt sich eine Dis­kus­si­ons­run­de an. Im Anschluss besteht, wie immer bei Markt­platz Kir­che, Gele­gen­heit, im klei­nen Kreis wei­ter zu dis­ku­tie­ren. Der Abend fin­det im Rah­men der Öku­me­ni­schen Frie­dens­de­ka­de von Pax Chris­ti statt.