Hildegard von Bingens Naturheilweise”

Heilpraktikerin Claudia Ginter berichtzete im Rahmen der Frauen- & Mädchenwochen in Schramberg

Claudia Ginter bei ihrem Vortrag. Foto: pm

Zu einer wei­te­ren Ver­an­stal­tung im Rah­men der Mäd­chen- und Frau­en­wo­chen 2018 lud der Katho­li­sche Deut­sche Frau­en­bund Zweig­ver­ein Schram­berg-Tal zum The­ma „Hil­de­gard von Bin­gens Natur­heil­wei­se – Heil­kun­de und Heils­kun­de zugleich“ ein.Darüber berich­ten Bar­ba­ra Kunst und Bar­ba­ra Olo­win­sky vom Frau­en­bei­rat:

Der Vor­trag von Heil­prak­ti­ke­rin Clau­dia Gin­ter rief gro­ßes Inter­es­se her­vor. Am Don­ners­tag folg­ten knapp 40 Besu­che­rin­nen und Besu­cher im Gemein­de­saal Hei­lig Geist den Aus­füh­run­gen zu Per­son und Leben der Hil­de­gard von Bin­gen. Als zehn­tes Kind einer adli­gen Fami­lie fühl­te sich Hil­de­gard von Bin­gen schon früh Gott zuge­wandt und hat­te Visio­nen, denen sie auch ihre Kennt­nis­se der Heil­kun­de zu ver­dan­ken hat­te.

Als Äbtis­sin eines Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klos­ters war sie auch als bedeu­ten­de Kir­chen­leh­re­rin aktiv, was 2012 durch Papst Bene­dikt offi­zi­ell aner­kannt wur­de. Bekannt wur­de Hil­de­gard von Bin­gen haupt­säch­lich durch ihre Leh­re über die see­li­sche und kör­per­li­che Gesund­heit, die sie auf der Basis von sechs Säu­len gesun­den Lebens  für die Ernäh­rung auf­stell­te: 1. Natür­li­che Heil­mit­tel, 2. „Eure Lebens­mit­tel sol­len eure Heil­mit­tel sein“ (Hip­po­kra­tes).

Wich­tig sei, so Clau­dia Gin­ter, dass man „Lebens“mittel ver­wen­de, also rei­fes Obst und Gemü­se sowie Getrei­de. Hier lobt Hil­de­gard von Bin­gen den Din­kel , der alle Kör­per­funk­tio­nen för­de­re und fröh­lich mache! Tat­säch­lich wer­de der Din­kel von den Zel­len bes­ser ver­wer­tet als ande­re Getrei­de­sor­ten und habe vie­le wert­vol­le Mine­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te, die auch im Korn ste­cken, so dass nicht nur Voll­korn gesund sei.

In der Ernäh­rungs­leh­re der Hei­li­gen Hil­de­gard wird vor­wie­gend gegart oder rohes Obst und Gemü­se mit Essig ein­ge­legt oder gedörrt. So gäbe es auch vie­le zu bevor­zu­gen­de Sor­ten und eini­ge, die nicht zu emp­feh­len sei­en.

Wei­te­re Säu­len der Gesun­den Lebens­wei­se nach Hil­de­gard von Bin­gen sei­en 3. Akti­vi­tät und Ruhe 4.Schlafen und Wachen 5. Ent­gif­ten und Aus­lei­ten und schließ­lich 6. Die Stär­kung der see­li­schen Abwehr­kräf­te. 

Im Lau­fe des Nach­mit­tags kamen so vie­le inter­es­san­te Aspek­te zur Spra­che und Clau­dia Gin­ter wur­de nach ihrem leben­di­gen Vor­trag mit einem gro­ßen Applaus und einem klei­nen Honig­ge­schenk ver­ab­schie­det.

Am kom­men­den Frei­tag,  27. April, steht beim Thea­ter­ring Schram­berg im Bären­saal um 20 Uhr das Schau­spiel „Hil­de­gard von Bin­gen, die Visio­nä­rin“ von Susan­ne F. Wolf auf dem Pro­gramm.

Am Sams­tag, 28. April, lädt der Katho­li­sche Deut­sche Frau­en­bund in die Hl. Geist-Kir­che um 18.30 Uhr zu einem Got­tes­dienst (für alle) zum „Tag der Dia­ko­nin“, der seit 20 Jah­ren  in Deutsch­land am Gedenk­tag der Hei­li­gen Katha­ri­na von Sie­na began­gen wird.  Die­ser Tag soll dar­an erin­nern , dass der Dia­ko­nat für Frau­en nach wie vor ver­schlos­sen ist. Der Katho­li­sche Deut­sche Frau­en­bund tritt ent­schie­den für sei­ne Öff­nung ein und damit auch für mehr Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit in der Kir­che.

Das Gesamt­pro­gramm, „Frau­en­Zeit –   Mädchen&Frauenwochen 2018“ , das vom Frau­en­bei­rat der Stadt Schram­berg seit 2. März in Zusam­men­ar­beit mit zahl­rei­chen Koope­ra­ti­ons­part­nern ange­bo­ten wur­de, ist damit abge­schlos­sen.