Kirchengemeinde St.Pelagius feiert Patrozinium

St.Pelagius mit Palmzweig und Schwert (Motiv auf der Pelagiusfahne) . Foto: Lothar Schick

ROTTWEIL – Die Kir­chen­ge­mein­de Rott­weil-Alt­stadt fei­ert am kom­men­den Sonn­tag, 2. Sep­tem­ber das Patro­zi­ni­um ihres Namens­pa­tro­nes St.Pelagius. Pfar­rer Tho­mas Böb­el, Pfar­rer i.R. Alfons Mil­ler und Dia­kon Oli­ver Pfaff zele­brie­ren das fei­er­li­che Hoch­amt um 10.30 Uhr. Alfons Mil­ler war von 1977–1995 Pfar­rer von St. Pela­gius und konn­te vor kur­zem das „Eiser­ne Pries­ter­ju­bi­lä­um“ und sei­nen 90. Geburts­tag fei­ern.

Nach der mit­tel­al­ter­li­chen Legen­de der anony­men St. Gal­le­ner Pas­sio erlitt Pela­gius um das Jahr 283 unter Kai­ser Nume­ria­nus das Mar­ty­ri­um in Emo­na (Ljubljana/Leibach, oder Cita­no­va, (Istri­en). Nach christ­li­cher Erzie­hung durch sei­ne Eltern und den Pries­ter Ura­ni­us habe er nach dem frü­hen Tod der Eltern das beträcht­li­che Fami­li­en­ver­mö­gen an die Armen ver­schenkt und auch unter der bru­ta­len Ver­fol­gung und Fol­ter sei­nen Glau­ben nicht auf­ge­ge­ben.

Der Kir­chen­chor von St. Pela­gius fei­ert 2019 sein 200-jäh­ri­ges Bestehen. Mit dem Patro­zi­ni­um am kom­men­den Sonn­tag beginnt der Chor, zusam­men mit Solis­ten und Instru­men­ta­lis­ten aus Rott­weil und Umge­bung sein Jubi­lä­ums­jahr.

Auf­ge­führt wird die „Mis­sa in C“ (Krö­nungs­mes­se) KV 317 für Soli, vier­stim­mi­gen gemisch­ten Chor, Orches­ter und Orgel von Wolf­gang Ama­de­us Mozart. Die Solo­parts über­neh­men Jani­na Ruh, Sopran; Dr. Kira Bögelspa­cher, Alt; Dr. Andre­as Lin­sen­mann, Tenor; Jochen Her­mann, Baß. Wei­te­re Instru­men­ta­lis­ten sind Ire­ne Caz­za­nel­li an der Rei­ser Orgel und Moni­ka Sie­gel am Orgel­po­si­tiv. Die musi­ka­li­sche Gesamt­lei­tung liegt in den bewähr­ten Hän­den von Klaus Bau­er.

Mit dem Ein­zug erklingt der 1. Satz aus dem „Rai­ten­has­la­cher Con­cer­to Nr. 1 C-Dur“ für zwei Trom­pe­ten, Pau­ken, Strei­cher und Bas­so con­ti­nuo von Albe­ri­cus Hirsch­ber­ger (1709 – 1745). Danach wird die Lied­kan­ta­te „Erhö­re St. Pela­gius“ von Mat­thi­as Krü­ger in gewohn­ter Wei­se vom Chor und Gemein­de gesun­gen. Nach der Lesung folgt der Chor mit „Lobe den Herrn mei­ne See­le“ für gemisch­ten Chor und Blä­ser von Trau­gott Fünf­geld. Jani­na Ruh singt zum Offer­to­ri­um zusam­men mit Chor und Orches­ter das „Jubi­la­te Deo“ von Lou­is Spohr. Wäh­rend der Kom­mu­ni­on­spen­dung erklingt „Jesus blei­bet mei­ne Freu­de“ aus der Kan­ta­te Herz und Mund und Tat und Leben BWV 147 von Johann Sebas­ti­an Bach, ein Lieb­lings­stück von Pfar­rer Alfons Mil­ler. Gemein­de, Chor, Orgel und Orches­ter wer­den zum Schluss die Lied­kan­ta­te „Gro­ßer Gott, wir loben dich“ von Johan­nes Mat­thi­as Michel erklin­gen las­sen. Zum Aus­zug folgt auf der Orgel das Alle­gro con Brio 1. Satz aus der Sona­te B-Dur von Felix Men­delsohn-Bar­thol­dy.

Nach dem Hoch­amt lädt die Kir­chen­ge­mein­de zum Essen in die Turn-und Fest­hal­le Alt­stadt herz­lich ein. Ab 14 Uhr unter­hält der Musik­ver­ein Froh­sinn Alt­stadt unter der Lei­tung von Axel Zim­mer­mann die Gäs­te. Das belieb­te „Speck­ra­ten“, sowie ein reich­hal­ti­ges Kuchen­buf­fet run­den das Ange­bot am Nach­mit­tag ab. Die Pela­gius­ju­gend hat wie­der eine Spiel­stra­ße auf­ge­baut. Das Patro­zi­ni­um endet um 18 Uhr mit der fei­er­li­chen Ves­per und sakra­men­ta­lem Segen.