Am Karfreitag lädt die evangelische Kirchengemeinde ab 10 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst in die Schramberger Stadtkirche ein. Der Gottesdienst zum Gedenken an den Tod Jesu Christi wird mit ganz unterschiedlicher Musik gestaltet.

Als Hauptwerk steht im Mittelpunkt die Choralkantate „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Max Reger. Das Werk musizieren die Evangelische Kantorei und Gesangs- und Instrumentalsolisten. Max Reger schuf dieses Werk 1904. Es steht somit musikalisch am Ende der Epoche der Romantik schon im Übergang zur Moderne. Die herbe Harmonik, die vielen Seufzerfiguren und chromatischen Sequenzen unterstreichen den Inhalt des bekanntesten Passionsliedes von Paul Gerhard.

Weiter erklingen im Gottesdienst zwei Arien aus der „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach. Die Altistin Kerstin Wagner singt die Arie „Von den Stricken“ und die Schramberger Sopranistin Claudia Habermann die sehnsuchtsvolle Arie „Zerfließe, mein Herze“. Die musikalische Leitung hat Judith Kilsbach. Die Feiertagspredigt hält Stadtpfarrer Jonas.

Das Osterfest wird in der Stadtkirche am Karsamstag-Abend mit der Osternachtsfeier eröffnet, die um 21 Uhr beginnt. Die Gemeinde versammelt sich um das Osterfeuer und zieht dann mit dem neu entzündeten Osterlicht in die Stadtkirche ein.

Dort singt dann zwischen den Lesungen traditionell das Gesangsensemble der Stadtkirche „Collegium Vocale“ A-cappella-Werke, unter anderem das „Sicut cervus“ von Charles Gounod, der dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiern würde. Zum Abschluss dieses festlichen Gottesdienstes mit Tauferinnerung und Abendmahlsfeier spielt Bezirkskantorin Judith Kilsbach das virtuose Finale aus der 1. Orgelsymphonie von Louis Vierne.

 

 

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