Pater Eolwarol Nocun entzündet die Osterkerze vor der Auferstehung Christi Kirche. Fotos: Roland Zimmerer

ROTTWEIL – Ostern als ein Fest mit­ten aus dem Leben – so lie­ßen sich die Tage von Grün­don­ners­tag bis Ostern über­schrei­ben, wie sie beson­ders die Jugend in Auf­er­ste­hung Chris­ti gestal­tet haben.

Das Gefühl der Sor­ge um die Zukunft, die Angst vor dem Unge­wis­sen stan­den im Vor­der­grund, als bis zu 120 Jugend­li­che und Erwach­se­ne in der Nacht von Grün­don­ners­tag auf Kar­frei­tag die Nacht des Wachens in Gebet und Gemein­schaft durch­lebt haben. In Soli­da­ri­tät mit Jesus und den Lei­den­den der Welt gaben die Jugend­li­chen ein ein­drucks­vol­les Zeug­nis.

Fort­ge­setzt wur­de der Got­tes­dienst am Kar­frei­tag mit der Lit­ur­gie zur Ster­be­stun­de Jesu um 15 Uhr. Mit Licht­in­stal­la­tio­nen, dem Ver­ge­gen­wär­ti­gen der Lei­dens­ge­schich­te Jesu und dem für­bit­ten­den Gebet für die Men­schen in Kri­sen­si­tua­tio­nen führ­ten die Ver­an­stal­ter die Anwe­sen­den an die Grund­fra­gen des mensch­li­chen Lebens.
Ein eigens gezim­mer­tes Holz­kreuz bil­de­te dabei die ver­bin­den­de Brü­cke durch die Tage hin­durch.

Wäh­rend am Kar­frei­tag gro­ße Zim­mer­manns­nä­gel in das Holz getrie­ben wur­den und das Holz an man­che Aus­sicht­lo­sig­keit erin­ner­te, bil­de­te das­sel­be ange­strahl­te Kreuz in der Licht­fei­er der Oster­nacht ein Hoff­nungzei­chen für das neue Leben, das nach jeder durch­stan­de­nen Kri­se Raum ergreift.

Ein Vor­be­rei­tungs­team der Gemein­de hat­te sich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten viel Mühe gemacht, um die Fei­er der Oster­nacht für die Kir­chen­be­su­cher zum Erleb­nis wer­den zu las­sen. So leuch­te­ten in dem Got­tes­dienst auch die viel­fäl­ti­gen Facet­ten der Gemein­de auf und gaben ihren Bei­trag.

Musi­ka­lisch gestal­tet von der Mäd­chenkan­to­rei Auf­er­ste­hung Chris­ti flos­sen in die Lit­ur­gie ita­lie­ni­sche und deut­sche Tra­di­tio­nen mit ein, lie­be­voll erklärt in einem eigens vor­be­rei­te­ten Begleit­heft. Jugend­li­che gaben an ver­schie­de­nen Stel­len Impul­se, mit denen sie die Oster­bot­schaft immer wie­der in das geleb­te Leben über­tru­gen. Tat­kräf­tig unter­stützt wur­den sie dabei durch die lebens­na­he und per­sön­li­che Pre­digt von Dia­kon Micha­el Wol­lek.

Da die Oster­nacht in Auf­er­ste­hung Chris­ti immer auch der Namens­tag der Gemein­de ist, wur­de im Anschluss an den Got­tes­dienst das Fest im Gemein­de­zen­trum aus­ge­las­sen fort­ge­setzt. Zahl­rei­che Got­tes­dienst­be­su­cher kamen zu Oster­ei­ern, Waf­feln und Hefe­zopf zusam­men, um das Leben und die Gemein­schaft zu fei­ern.

Sicher auch die lei­se Hoff­nung, viel­leicht der Gewin­ner des Oster­eis zu sein, das wäh­rend die­ser Fei­er ver­lost wur­de. Lukas Kuwan schließ­lich hat­te das Glück und durf­te das Drei-Kilo-Ei mit nach Hau­se neh­men. Als tief in der Nacht die letz­ten Gäs­te nach Hau­se gin­gen, hat­te ein leben­di­ges und viel­ge­stal­ti­ges Oster­fest sein Ende gefun­den.