Die Kinder ziehen mit ihren Palmen ins Heilig-Kreuz-Münster ein. Fotos: Berthold Hildebrand, Lothar Schick, Sigrun Mei

ROTTWEIL (hil/ls/sm) – Im Rott­wei­ler Müns­ter, in St. Pela­gius in der Alt­stadt und St. Peter und Paul in Neu­kirch haben die Kir­chen­ge­mein­den heu­te fest­lich den Palm­sonn­tag began­gen.

Bei sei­nem tri­um­pha­len Ein­zug in Jeru­sa­lem ritt Jesus nach der Über­lie­fe­rung auf einem Esel, das Volk leg­te wie für einen König einen Tep­pich aus Palm­zwei­gen zu sei­nen Füßen.

Pfar­rer Jür­gen Rie­ger seg­ne­te im Müns­ter die „Pal­men“, wel­che die Kin­der zahl­reich mit­ge­bracht hat­ten, wet­ter­be­dingt in der Nepo­muk­ka­pel­le. Mit dem Lied „Jesus zieht in Jeru­sa­lem ein“ zogen die Müns­ter­sän­ger­kna­ben und die Kin­der mit ihren Pal­men in fei­er­li­cher Pro­zes­si­on durch das Müns­ter zum Altar. Beim Ver­le­sen der Pas­si­ons­ge­schich­te folg­te dann auf den Jubel unver­mit­telt die For­de­rung „kreu­zi­ge ihn.“ So führ­te die Lit­ur­gie die­ses Tages in die Kar­wo­che hin­ein, in der die Chris­ten an den Tod Jesu am Kreuz den­ken und an Ostern schließ­lich sei­ne Auf­er­ste­hung und sei­nen end­gül­ti­gen Sieg über den Tod fei­ern.

In der Alst­stadt ver­sam­mel­ten sich sehr vie­le Gläu­bi­ge, Kin­der und Kin­der­gar­ten­kin­der des Alt­städ­ter Kin­der­gar­tens vor dem Ein­gang der Pela­gius Basi­li­ka. Die vie­len bun­ten, selbst­ge­bas­tel­ten Pal­men boten ein far­ben­fro­hes Bild. Lud­wi­ga Kir­sch­ner mit vie­len flei­ßi­gen Hel­fe­rin­nen aus Büh­lin­gen haben klei­ne Pal­men gebas­telt und zum Ver­kauf ange­bo­ten. Der Erlös geht an das Aids-Wai­sen­haus in Minda/ Sim­bab­we.

Mit dem Lied: „Mit dem Esel zieht Jesus in Jeru­sa­lem ein“ began­nen die Kin­der­gar­ten-Kin­der mit ihren Erzie­he­rin­nen die­se Fei­er und spiel­ten Sze­nen zu den Tex­ten dazu nach. Nach der Seg­nung der Pal­men durch Pfar­rer Tho­mas Böb­el zogen die Gläu­bi­gen, zusam­men mit den Kin­dern in die Kir­che ein. Nach dem Tages­ge­bet gin­gen vie­le Kin­der im Alter von 3 bis 8 Jah­ren zur Kin­der­kir­che, erst­mals in den Saal des neu­en Engel­fried­hau­ses.

Wäh­rend der Lesung der Lei­dens­ge­schich­te leg­ten die Kom­mu­ni­on­kin­der vor dem Zele­bra­ti­ons­al­tar die Sym­bo­le der Lei­dens­ge­schich­te: Scha­le mit Tuch, Dor­nen­kro­ne, Kreuz, Wür­fel und Tafel mit der Auf­schrift INRI ab. Danach wur­den die Kreu­ze für die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der von Pfar­rer Böb­el geseg­net und zusam­men mit der Gemein­de­re­fe­ren­tin Karin Bau­mann an die Kin­der über­reicht. Die Kreu­ze stam­men von Hand­wer­ker­fa­mi­li­en aus El Sal­va­tor. Die Für­bit­ten haben eben­falls die Kom­mu­ni­on­kin­der vor­ge­tra­gen. Am Ende der Eucha­ris­tie­fei­er bedank­te sich Pfar­rer Böb­el bei allen Mit­wir­ken­den. Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Kir­chen­ge­mein­de­ra­tes, Bern­hard Ruh hat anschlie­ßend die Gemein­de zur Seg­nung und zum Tag der offe­nen Türe ins neue „Engel­fried­haus“ herz­lich ein­ge­la­den.

In Neu­kirch fei­er­te die Kir­chen­ge­mein­de den Palm­sonn­tag mit Pfar­rer Timo Weber. Im Schnee­ge­stö­ber wur­de die Fei­er drau­ßen eröff­net. Die Palm­pro­zes­si­on führ­ten zwei geschmück­te Esel an. „Die Esel zei­gen uns, dass Jesus ein ande­rer König ist, kei­ner der Krieg will, son­dern den Frie­den bringt” erklär­te Pfar­rer Weber. Den Fami­li­en­got­tes­dienst gestal­te­ten außer­dem die Kom­mu­ni­on­kin­der und Minis­tran­ten mit.