Kantorei Archivfoto: pm

SCHRAMBERG (pm) – Der Fest­got­tes­dienst am Oster­sonn­tag in der evan­ge­li­schen Stadt­kir­che wird auch die­ses Jahr wie­der beson­ders musi­ka­lisch gestal­tet. Ganz im hei­te­ren Glanz der Musik Mozarts steht der Got­tes­dienst, der um 10 Uhr beginnt.

Musi­ka­li­sches Haupt­werk ist Mozarts Orgel­so­lo­mes­se, die die Kan­to­rei der Stadt­kir­che, Gesangs­so­lis­ten und ein Orches­ter aus loka­len Musi­kern auf­füh­ren. Die Lei­tung hat Bezirks­kan­to­rin Judith Kils­bach. Der Chor übt das Werk seit Jah­res­be­ginn ein. Mit Mein­rad Löff­ler (1. Trom­pe­te) sowie Mar­tin und Gud­run Haf­ner (Gei­gen) ist die Musik­schu­le Schram­berg pro­mi­nent ver­tre­ten. Die Gesangs­so­lis­ten sind Ruth Dobers (Sopran), Mari­na Nie­del (Alt), Mar­cus Elsäs­ser (Tenor) und André Ses­gör (Bass).

Die Orgel­so­lo­mes­se, die Wolf­gang Ama­de­us Mozart 1775 in Salz­burg kom­po­niert hat, ist die kom­pak­tes­te und mit einer Dau­er von 15 Minu­ten auch kür­zes­te Mes­se des Kom­po­nis­ten. Sie gilt gleich­zei­tig als eine der fest­lichs­ten Mess­ver­to­nun­gen Mozarts, denn die Beset­zung mit zwei Trom­pe­ten und Pau­ken und die fröh­li­che Melo­dik in strah­len­dem C-Dur hin­ter­lässt auch ohne lan­ge Text­wie­der­ho­lun­gen ihren Ein­druck.

Der Titel „Orgel­so­lo­mes­se“ besagt nicht etwa, dass der Chor nur von der Orgel beglei­tet wird, son­dern die­ser Titel ent­stand, weil die Orgel im Bene­dic­tus ein her­vor­tre­ten­des vir­tuo­ses Solo erhält und damit aus dem Hin­ter­grund des rei­nen Begleit­in­stru­ments her­vor­tritt. Die­ses Merk­mal der Mes­se gab ihr den Namen.

Das Orches­ter spielt neben der Beglei­tung der Mes­se noch ver­schie­de­ne Kir­chen­so­na­ten Mozarts zusam­men mit der Begleit­or­gel zum Ein­zug (KV 263) und zur Abend­mahl­sau­tei­lung (KV 67, 145, 212). So bie­ten die Wer­ke Mozarts musi­ka­lisch den roten Faden des gan­zen Got­tes­diens­tes.

Im Zen­trum der ver­kün­dig­ten Bot­schaft steht das Evan­ge­li­um aus Mat­thä­us 28, das vom lee­ren Grab Jesu und dem Stein berich­tet, der am Oster­mor­gen weg­ge­rückt war. In der Fest­tags­pre­digt von Stadt­pfar­rer Micha­el Jonas wird es die­ses Jahr um die Kräf­te gehen, die in die­sem Grab vor den Toren Jeru­sa­lems nach dem Zeug­nis des Neu­en Tes­ta­men­tes gewirkt haben.