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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start In Kür­ze Kur­se & Vor­trä­ge Öku­me­ni­sche Frie­dens­de­ka­de vom 6. bis 16. Novem­ber: „Kriegs­spu­ren”

Ökumenische Friedensdekade vom 6. bis 16. November: „Kriegsspuren”

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SCHRAMBERG (pm) – Auch in die­sem Jahr wird die Öku­me­ni­sche Frie­dens­de­ka­de vom 6. bis 16. Novem­ber in   Schram­berg  statt­fin­den. Sie ist ein­ge­bet­tet in die Akti­on „Schram­berg – Litt­le Glo­cal City. Chris­ten und Mus­li­me im Gespräch“.

Initia­tor ist die Pax Chris­ti Grup­pe, die zusam­men mit der Katho­li­schen und Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de, der VHS und dem Eine Welt Forum die Frie­dens­de­ka­de gestal­tet.

Mit dem Mot­to „Kriegs­spu­ren” will die Frie­dens­de­ka­de auf zwei Ent­wick­lun­gen auf­merk­sam machen. Zum einen soll die Auf­merk­sam­keit dar­auf gelenkt wer­den, dass Krie­ge wie in Syri­en schon lan­ge Spu­ren auf­wei­sen, denen man  nicht genü­gend Auf­merk­sam­keit geschenkt hat. Laut  Weiß­buch 2016 wer­den durch die „Renais­sance klas­si­scher Macht­po­li­tik“ gewalt­sa­me Kon­flik­te und Bür­ge­krie­ge wahr­schein­li­cher. Dazu gehö­ren auch Waf­fen­lie­fe­run­gen in Span­nungs­ge­bie­te an denen auch deut­sche Fir­men betei­ligt sind. Pax Chris­ti for­dert des­halb , dass die Poli­tik  bereits im Vor­feld mit Metho­den der zivi­len Kon­flikt­be­ar­bei­tung ein­greift.

Krie­ge und gewalt­sa­me Kon­flik­te hin­ter­las­sen aber auch Spu­ren, auf die Frie­dens­de­ka­de hin­wei­sen will. Unend­li­ches Leid über Genera­tio­nen, Strö­me von Flücht­lin­ge sind sol­che Spu­ren. Die Deut­sche Welt­hun­ger­hil­fe erklärt im Welt­hun­ger Index 2016, dass gera­de Bür­ger­krie­ge und krie­ge­ri­sche Kon­flik­te maß­geb­lich zum Hun­ger in der Welt bei­tra­gen.

Am Sonn­tag, 13. Novem­ber fin­det um 19 Uhr ein Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst in der Evan­ge­li­schen Stadt­pfarr­kir­che statt, der im Rah­men eines Tai­zes Gebets als Frie­dens­got­tes­dienst gestal­tet wird.

Am Diens­tag, 15. Novem­ber wird um 19 Uhr im Mari­en­heim der bekann­te Autor Jür­gen Gräss­lin sein Buch „Netz­werk des Todes – die kri­mi­nel­len Ver­flech­tun­gen von Waf­fen­in­dus­trie und Behör­den“ vor­stel­len.  Jür­gen Gräss­lin ist  Spre­cher der Kam­pa­gne „Akti­on Auf­schrei – Stoppt den Waf­fen­han­del!“, Bun­des­spre­cher der Deut­schen Frie­dens­ge­sell­schaft – Ver­ei­nig­te Kriegs­dienst­geg­ne­rIn­nen (DFG-VK), Spre­cher der Kri­ti­schen Aktio­nä­rIn­nen Daim­ler (KAD) und Vor­sit­zen­der des Rüs­tungs­In­for­ma­ti­ons­Bü­ros (RIB e.V.). Er ist Autor zahl­rei­cher kri­ti­scher Sach­bü­cher über Rüs­tungs­ex­por­te sowie Mili­­tär- und Wirt­schafts­po­li­tik, dar­un­ter inter­na­tio­na­le Best­sel­ler. Zuletzt ver­fass­te er das »Netz­werk des Todes. Die kri­mi­nel­len Ver­flech­tun­gen von Waf­fen­in­dus­trie und Behör­den« (2015) sowie das »Schwarz­buch Waf­fen­han­del. Wie Deutsch­land am Krieg ver­dient« (2013). Gräss­lin wur­de mit meh­re­ren Prei­sen aus­ge­zeich­net, u.a. mit dem »Aache­ner Frie­dens­preis«.

 

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