Offenes Weihnachtsliedersingen in St. Maria

Die Musikerinnen mit Rudi Schäfer beim offenen Weihnachtsliedersingen Foto: pm

Bereits zum zehn­ten Mal fand am Neu­jahrs­tag das offe­ne Weih­nachts­lie­der­sin­gen „In dul­ci jubi­lo – nun sin­get und seid froh“  in der St. Maria Kir­che in Schram­berg statt. Dar­über berich­tet die Kir­chen­ge­mein­de:

Unter der Lei­tung von Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Rudi Schä­fer musi­zier­ten Mag­da­le­ne Lerch, Vio­li­ne, Sig­rid Lerch, Block­flö­te, Emma Wol­ber, Vio­lon­cel­lo und Mari­on Straub, Gesang und Per­cus­sion. Zu Beginn spiel­te Rudi Schä­fer an der his­to­ri­schen Walcker-Orgel das „Orgel­prä­lu­di­um für die Weih­nachts­zeit“ Opus 189,5 von Josef Gru­ber. Die­sem folg­te das ers­te Lied: „Nun freut euch, ihr Chris­ten“.

Pfar­rer Rüdi­ger Kocholl begrüß­te mit einem besinn­li­chen Text von Andrea Schwarz. Die fol­gen­den drei Lie­der stamm­ten aus der Feder von Mar­tin Luther: das 1535, wohl zur Weih­nachts­be­sche­rung sei­ner Kin­der gedich­te­te „Vom Him­mel hoch, da komm ich her“, die mit­tel­al­ter­li­che Lei­se „Gelo­bet seist du, Jesu Christ“, die von Luther um meh­re­re Stro­phen erwei­tert wur­de und „Chris­tum wir sol­len loben schon“. Text und Melo­die gewann Luther aus dem latei­ni­schen Hym­nus „A solis ortus car­di­ne“.

Eine instru­men­tal vor­ge­tra­ge­ne Pas­torel­la eines unbe­kann­ten Pas­sau­er Meis­ters aus dem 18. Jahr­hun­dert ver­schaff­te den zahl­rei­chen Sän­ge­rin­nen und Sän­gern eine Ver­schnauf­pau­se. Wei­ter ging es mit „Es ist für uns eine Zeit ange­kom­men“ und zwei Weih­nachts­lie­der aus heu­ti­ger Zeit „Heu­te leuch­ten alle Ster­ne“ und „Es strahlt ein Stern“.

Ein­drucks­voll trug Mari­on Straub die ame­ri­ka­ni­sche Wei­se „I Won­der as I Wan­der“ vor, der zwei Lie­der aus dem Gesang­buch „Got­tes­lob“ folg­ten „Hört, es singt und klingt mit Schal­le“ und „Got­tes Stern leuch­te uns“. Nach dem vom Pfar­rer Kocholl gespro­che­nen Segens­wort schloss das Weih­nachts­lie­der­sin­gen mit dem „Schram­ber­ger Ihr Kin­der­lein kom­met“ nach der Wei­se von Leh­rer Johann Bap­tist Braun, der von 1836 bis zu sei­nem Tode im Jahr 1872 an der Sankt Maria Kir­che als Chor­lei­ter und Orga­nist wirk­te.

Nach einem Orgel­me­nu­ett des schon genann­ten unbe­kann­ten Pas­sau­er Meis­ters bedank­ten sich die Anwe­sen­den mit herz­li­chem Applaus.