Die Pfarrer Michael Jonas und Rüdiger Kocholl mit Osterkerze. Foto: pm

SCHRAMBERG (pm) – Am Kar­sams­tag um 21 Uhr eröff­nen die katho­li­sche und evan­ge­li­sche Kir­che in der Tal­stadt ihre Oster­nachts­fei­er gemein­sam auf dem Rat­haus­platz. Dort wird ein gro­ßes Oster­feu­er bren­nen.

Das Jahr 2017 ist ein beson­de­res Jahr für die Stadt Schram­berg. Sie begeht ihr 150. Jubi­lä­um als Stadt. Dies wol­len die katho­li­sche und evan­ge­li­sche Tal­stadt­ge­mein­de mit einer beson­de­ren Fei­er der Oster­nacht beto­nen. Das höchs­te Fest aller Chris­ten beginnt mit einer gemein­sa­men Licht­fei­er. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Schram­berg sorgt mit ihrem Kom­man­dan­ten Patrick Wöhr­le für das Oster­feu­er.

Alle Mit­glie­der der Kir­chen­ge­mein­den, aber auch alle inter­es­sier­ten Mit­bür­ger sind ein­ge­la­den, sich im Schein des Feu­ers zu ver­sam­meln. Um 21 Uhr wer­den die bei­den Stadt­pfar­rer Rüdi­ger Kocholl und Micha­el Jonas die Fei­er eröff­nen. Höhe­punkt ist das Ent­zün­den des Oster­lich­tes am Feu­er. Nach­dem die Oster­ker­zen der St. Maria-Kir­che und der Stadt­kir­che ent­zün­det sind, wird das Licht an alle Teil­neh­mer wei­ter­ge­ge­ben. Oster­ker­zen im Becher wer­den auf dem Platz zuvor ver­teilt. Es sin­gen Gesangs­en­sem­bles bei­der Kir­chen unter Lei­tung von Rudi Schä­fer und Mike Krell.

Gemeinsamer Anfang

Nach der fei­er­li­chen Eröff­nung zie­hen die Chris­ten dann mit bren­nen­den Lich­tern in ihre bei­den Kir­chen und fei­ern dort jeweils die tra­di­tio­nel­le Lit­ur­gie der Oster­nacht mit Lesun­gen, dem fei­er­li­chen Glo­ria, dem Wie­der­ein­set­zen der Glo­cken, der Tauf­er­neue­rung und dem Mahl des Herrn.

Die Idee zu die­sem beson­de­ren Beginn hat­te Pfar­rer Kocholl: „Es ist im Jahr des Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­ums ein beson­ders wich­ti­ges Zei­chen, dass wir unse­re Ver­bun­den­heit im Glau­ben aus­drü­cken.“ „Auch, wenn wir die Sakra­men­te nicht zusam­men fei­ern kön­nen, ist uns die­ser gemein­sa­me Anfang beim Oster­fest wich­tig.“, meint Pfar­rer Jonas.

Die bei­den Geist­li­chen kön­nen auf ein sehr frucht­ba­res und freund­schaft­li­ches öku­me­ni­sches Mit­ein­an­der in der Tal­stadt zurück­bli­cken. Daher ist es ihnen wich­tig, den gemein­sa­men Glau­ben auch in der Öffent­lich­keit der Stadt zu zei­gen. Das Oster­feu­er im Zen­trum der Stadt soll die christ­li­che Bot­schaft bewusst in die Stadt hin­ein­tra­gen. Der christ­li­che Glau­be an die Auf­er­ste­hung Jesu gehört nicht hin­ter die Kir­chen­mau­ern, son­dern soll ein opti­mis­ti­scher Impuls für unse­re Stadt sein – dar­in sind sich die bei­den Theo­lo­gen einig.