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Dienstag, 18. Februar 2020

Osterhochamt in St. Maria-Kirche mit einer Messe von Johann Michael Haydn

Das Hochamt der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria-Heilig Geist in Schramberg an Ostern, das diesmal in der 175 Jahre alt werdenden St. Maria-Kirche gefeiert wird, wird von Kirchenchor, Solisten und Orchester Schmid mit der „Messa della Benedicenza“ von Johann Michael Haydn musikalisch gestaltet, heißt es in einer Presemitteilung.

Unter der Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektor Rudi Schäfer singt am Sonntag, 21. April, um 10 Uhr der Kirchenchor mit den Solisten Sonja Gebert (Sopran), Stefanie Flaig (Alt), Sascha Kretschmer (Tenor) und Jochen Hermann (Bass) und spielen das Orchester Schmid mit Streichern, Trompeten und Pauken sowie Organist Robert Pfundstein an der Walcker-Orgel.

Der Komponist der „Messa della Benedicenza“, auch „Missa Sancti Dominici“ genannt, war Johann Michael Haydn (1737-1806), der Bruder des wesentlich berühmter gewordenen Joseph Haydn, der aber ein ebenso vielseitiger wie fleißiger Komponist war. Michael Haydn studierte Klavier, Orgel, Violine und Komposition. 43 Jahre lang wirkte er als Hofkomponist und verantwortlicher Dommusiker in Salzburg und schuf viele sakrale wie weltliche Werke, darunter auch Opern und 43 Sinfonien.

Zeitgenossen nannten ihn den „vielleicht größten Tonsetzer“ auf dem Gebiet der katholischen Kirchenmusik. Mit Mozart war er befreundet, zu seinen Schülern zählten Carl Maria von Weber und Anton Diabelli. Die Messen Michael Haydns sind Meisterwerker ihrer Gattung und bringen in ihrer Besetzung mit Streichern, Orgel, Trompeten und Pauken eine große Feierlichkeit zum Ausdruck.

Die klangvolle und spannungsreiche Gestaltung zeigt sich auch in der dichten musikalischen Anlage mit oft rascher Abfolge von Chor- und Solostellen. Traditionell endet das Hochamt mit dem „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel. Zum Schluss des Hochamtes wird eine zweite Kollekte zugunsten der Schramberger Stiftung Kirchenmusik gebeten, die die Kirchenmusik vor Ort mitfinanziert und solche Aufführungen erst ermöglicht.

Kirchenmusikalisch vielseitig werden aber auch die anderen Gottesdienste an den Kar- und Osterfeiertagen in St. Maria und Heilig Geist gestaltet. Die Messe vom letzten Abendmahl an Gründonnerstag, 18. April, um 19 Uhr in St. Maria umrahmen Dorothee Golm an der Blockflöte und Rudi Schäfer an der Orgel. Die Karmette am Freitag, 19. April, um 10 Uhr in Heilig Geist singt die Gregorianikschola. Die nachmittägliche Feier zur Passion Christi wird von der Jugendschola mitgestaltet.

Die Frauen- und Gregorianikschola umrahmen die Feier der Osternacht am Samstag, 20. April, um 21 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche. Der Ostersonntag, 21. April, klingt mit der von der Gregorianikschola mitgestalteten Ostervesper um 18 Uhr in St. Maria aus.

 

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