Von Johann Michael Haydn, jüngerer Bruder von Joseph Haydn, stammt die feierliche Ostermesse, die der Katholische Kirchenchor Schramberg am Sonntag, 21. April, in der St. Maria-Kirche singt. Bild: pm

Das Hoch­amt der Katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Maria-Hei­lig Geist in Schram­berg an Ostern, das dies­mal in der 175 Jah­re alt wer­den­den St. Maria-Kir­che gefei­ert wird, wird von Kir­chen­chor, Solis­ten und Orches­ter Schmid mit der „Messa del­la Bene­di­cen­za“ von Johann Micha­el Haydn musi­ka­lisch gestal­tet, heißt es in einer Pre­se­mit­tei­lung.

Unter der Gesamt­lei­tung von Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Rudi Schä­fer singt am Sonn­tag, 21. April, um 10 Uhr der Kir­chen­chor mit den Solis­ten Son­ja Gebert (Sopran), Ste­fa­nie Flaig (Alt), Sascha Kret­sch­mer (Tenor) und Jochen Her­mann (Bass) und spie­len das Orches­ter Schmid mit Strei­chern, Trom­pe­ten und Pau­ken sowie Orga­nist Robert Pfund­stein an der Walcker-Orgel.

Der Kom­po­nist der „Messa del­la Bene­di­cen­za“, auch „Mis­sa Sanc­ti Domi­ni­ci“ genannt, war Johann Micha­el Haydn (1737–1806), der Bru­der des wesent­lich berühm­ter gewor­de­nen Joseph Haydn, der aber ein eben­so viel­sei­ti­ger wie flei­ßi­ger Kom­po­nist war. Micha­el Haydn stu­dier­te Kla­vier, Orgel, Vio­li­ne und Kom­po­si­ti­on. 43 Jah­re lang wirk­te er als Hof­kom­po­nist und ver­ant­wort­li­cher Dom­mu­si­ker in Salz­burg und schuf vie­le sakra­le wie welt­li­che Wer­ke, dar­un­ter auch Opern und 43 Sin­fo­ni­en.

Zeit­ge­nos­sen nann­ten ihn den „viel­leicht größ­ten Ton­set­zer“ auf dem Gebiet der katho­li­schen Kir­chen­mu­sik. Mit Mozart war er befreun­det, zu sei­nen Schü­lern zähl­ten Carl Maria von Weber und Anton Dia­bel­li. Die Mes­sen Micha­el Haydns sind Meis­ter­wer­ker ihrer Gat­tung und brin­gen in ihrer Beset­zung mit Strei­chern, Orgel, Trom­pe­ten und Pau­ken eine gro­ße Fei­er­lich­keit zum Aus­druck.

Die klang­vol­le und span­nungs­rei­che Gestal­tung zeigt sich auch in der dich­ten musi­ka­li­schen Anla­ge mit oft rascher Abfol­ge von Chor- und Solos­tel­len. Tra­di­tio­nell endet das Hoch­amt mit dem „Hal­le­lu­ja“ aus dem „Mes­si­as“ von Georg Fried­rich Hän­del. Zum Schluss des Hoch­am­tes wird eine zwei­te Kol­lek­te zuguns­ten der Schram­ber­ger Stif­tung Kir­chen­mu­sik gebe­ten, die die Kir­chen­mu­sik vor Ort mit­fi­nan­ziert und sol­che Auf­füh­run­gen erst ermög­licht.

Kir­chen­mu­si­ka­lisch viel­sei­tig wer­den aber auch die ande­ren Got­tes­diens­te an den Kar- und Oster­fei­er­ta­gen in St. Maria und Hei­lig Geist gestal­tet. Die Mes­se vom letz­ten Abend­mahl an Grün­don­ners­tag, 18. April, um 19 Uhr in St. Maria umrah­men Doro­thee Golm an der Block­flö­te und Rudi Schä­fer an der Orgel. Die Kar­met­te am Frei­tag, 19. April, um 10 Uhr in Hei­lig Geist singt die Gre­go­ria­nik­scho­la. Die nach­mit­täg­li­che Fei­er zur Pas­si­on Chris­ti wird von der Jugend­scho­la mit­ge­stal­tet.

Die Frau­en- und Gre­go­ria­nik­scho­la umrah­men die Fei­er der Oster­nacht am Sams­tag, 20. April, um 21 Uhr in der Hei­lig-Geist-Kir­che. Der Oster­sonn­tag, 21. April, klingt mit der von der Gre­go­ria­nik­scho­la mit­ge­stal­te­ten Oster­ve­s­per um 18 Uhr in St. Maria aus.