Pelagius-Gemeinde und Kindergarten feiern Erntedank

1. Erntealtar in der Pelagius Basilika in Rottweil-Altstadt. Foto: Schick

ROTTWEIL (hes) – Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag ver­sam­mel­ten sich die Gläu­bi­gen in der Pela­gius Basi­li­ka, um eines der ältes­ten Fes­te der Mensch­heit zu fei­ern: den Ern­te­dank.

In frü­he­ren Zei­ten leb­te der größ­te Teil der Men­schen auf dem Land. Die Nah­rung für die Fami­lie muss­te schwer auf dem Feld und Acker erar­bei­tet wer­den. Des­halb war das täg­li­che Brot so kost­bar für die Men­schen.

Annet­te Steh­le, Mela­nie Rasp, Andrea Mül­ler und Nora Estu­dil­lo-Heiz­mann aus der Kir­chen­ge­mein­de, haben in den letz­ten Tagen in der Gemein­de die ver­schie­dens­ten Blu­men, Obst und Gemü­se zusam­men­ge­tra­gen. Ein gro­ßes run­des Ofen­brot spen­de­te wie jedes Jahr wie­der Ulri­ke Rie­ger

Vor dem Zele­bra­ti­ons­al­tar haben sie dann einen sehr far­ben­fro­hen und bun­ten Ern­te­dan­kal­tar gestal­tet. Die Kin­der­gar­ten­kin­der aus der Alt­stadt haben zusam­men mit den Erzie­he­rin­nen ein far­ben­fro­hes Hand­wä­gel­chen geschmückt. Dabei ver­wen­de­ten sie Früch­te und Blu­men aus den umlie­gen­den Wie­sen und Gär­ten.

Vor der Pre­digt haben die Kin­der­gar­ten­kin­der die Geschich­te von der Hei­li­gen Eli­sa­beth vor­ge­spielt. Als sie Brot für die Armen ins Dorf brin­gen woll­te, ihr Schwa­ger das aber nicht woll­te. Der Schwa­ger woll­te wis­sen, was im Korb ist und statt­des­sen fan­den sich dar­in Rosen und kein Brot. Die­se Geschich­te war auch die Grund­la­ge für das Lied „Wenn das Brot, das wir tei­len als Rose blüht”, wel­ches zur Gaben­be­rei­tung gesun­gen wur­de.

2. Geschichte der Hl. Elisabeth, vorgespielt durch die Kindergartenkinder der Altstadt. Foto: Schick
2. Geschich­te der Hl. Eli­sa­beth, vor­ge­spielt durch die Kin­der­gar­ten­kin­der der Alt­stadt. Foto: Schick

In sei­ner Pre­digt ging Vikar Loi dar­auf ein, dass wir als Chris­ten an Ern­te­dank Gott Dank sagen für die Gaben der Schöp­fung und der Natur, in dem wir in wun­der­schö­nen Ern­te­dan­k­al­tä­ren die Gaben dar­stel­len. Die­se Gaben, die uns Gott schenkt, sol­len wir aber nicht für uns behal­ten, son­dern wei­ter­ge­ben, wie die Hl. Eli­sa­beth von Thü­rin­gen.

Im Evan­ge­li­um ging es um fünf Bro­te und zwei Fische. Jesus sagt sei­nen Jün­gern „Gebt ihr ihnen zu essen”, als er die 5000 Men­schen sah. Jesus bedient sich Men­schen die­ser Welt, um Wun­der zu wir­ken. Mit die­sem Evan­ge­li­um soll gezeigt wer­den, dass es nur wenig braucht um Gro­ßes zu wir­ken, so wie bei der Ern­te. Es fängt mit einem klei­nen Samen an und dar­aus wächst etwas Gro­ßes. Mit klei­nen Schrit­ten kön­nen auch wir Chris­ten die Welt ver­än­dern, so wie Eli­sa­beth von Thü­rin­gen. Dann kön­nen auch wir Frucht brin­gen für die Welt.

Am Ende des Got­tes­diens­tes seg­ne­te Vikar Loi die Ern­te­ga­ben.
Sie wer­den zu einem spä­te­ren Zeit­punkt in der Gemein­de an Bedürf­ti­ge ver­teilt. Die kir­chen­mu­sik­li­sche Umrah­mung haben bei der Ern­te­dank­fei­er sechs Musi­ke­rin­nen und Musi­ker des Musik­ver­eins „Froh­sinn” Rott­weil-Alt­stadt unter der Lei­tung von Klaus Bau­er und Axel Zim­mer­mann über­nom­men