Positive Bilanz zur Friedensdekade

Pax Christi Schramberg blickt auf erfolgreiche Aktionen zurück

Vor dem Schramberger Rathaus hat Pax Christi Unterschriften gesammelt. Foto: pm

Schram­berg (pm) – Auch die­ses Jahr war es wie­der mög­lich, die Öku­me­ni­sche Frie­dens­de­ka­de mit dem Mot­to „Krieg 3.0“ in Schram­berg durch­zu­füh­ren. In Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Schram­berg und dem Netz­werk Will­kom­men konn­te ein anspruchs­vol­les Pro­gramm ent­wi­ckelt wer­den. „Die Mühe hat sich gelohnt“ so zieht Peter Schi­mak Spre­cher der Pax Chris­ti Grup­pe Bilanz, wie es in einer Pres­se­mit­tei­lung heißt.

Die ers­te Ver­an­stal­tung fand am 13. Novem­ber im Mari­en­heim statt mit Hel­mut Kurz aus Rot­ten­burg, der über die Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rer im 2. Welt­krieg refe­rier­te. Man freu­te sich hier beson­ders, dass etli­che Schü­ler und Schü­le­rin­nen des Gym­na­si­um den Weg ins Mari­en­heim gefun­den hat­ten.

Am Sams­tag, 17. Novem­ber sam­mel­te die Pax Chris­ti Grup­pe auf dem Rat­haus­platz Unter­schrif­ten für einen Brief an die für Wahl­kreis Rott­weil – Tutt­lin­gen zustän­di­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten. In die­sem Brief wur­de die Sor­ge for­mu­liert, dass die geplan­te gewal­ti­ge Auf­rüs­tung der Bun­des­wehr, ent­spre­chend dem Zwei-Pro­zent-Ziel der NATO, vor allem in Bereich der digi­ta­len Waf­fen­tech­no­lo­gie zu einem neu­en Rüs­tungs­wett­lauf füh­ren könn­te. Statt Auf­rüs­tung wur­den Abrüs­tungs­ver­hand­lun­gen, Besei­ti­gung von Flucht­ur­sa­chen sowie mehr Bil­dung als Wege zu mehr Sicher­heit und Frie­den gefor­dert.

Pax Chris­ti woll­te auf den Rat­haus­platz auch Men­schen anspre­chen, die man über Ver­an­stal­tun­gen im Saal schlecht errei­chen kön­ne. Es fan­den vie­le gute Gesprä­che statt mit Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die mit dem Inhalt des Brie­fes über­ein­stimm­ten und auch unter­schrie­ben. Es gab aber abwei­chen­de Mei­nun­gen dazu, doch wur­den die­se in einer guten Atmo­sphä­re geäu­ßert.

Der Frie­dens­got­tes­dienst am Sonn­tag, 18. Novem­ber in der Pfarr­kir­che St. Maria, bot der Grup­pe Mög­lich­kei­ten der Mit­ge­stal­tung. Sehr erfreut waren die Grup­pen­mit­glie­der über sehr posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen am Ende des Got­tes­diens­tes. Pax Chris­ti sah das auch als Ver­dienst von Pfar­rer Kocholl an, der die­se Mit­ge­stal­tung ermög­licht hat­te.

Zum Abschluss der Deka­de wur­de am 20.November im Sub­ia­co der Doku­men­tar­film „Human Flow“ des chi­ne­si­schen Künst­lers und Akti­vis­ten Ai Wei Wei gezeigt. Der Film macht in ein­dring­li­chen Bil­der deut­lich, wel­ches Flücht­lings­elend sich auf der gan­zen Welt ereig­net und kei­nes­wegs nur im Nahen Osten und Euro­pa . Die­se Ver­bin­dung von Frie­dens­be­mü­hun­gen nicht nur im Bereich der Rüs­tungs­tech­no­lo­gi­en anzu­set­zen, son­dern auch bei der Über­win­dung von Flucht­ur­sa­chen, mach­ten die­sen Film zu einen wich­ti­gen Bei­trag.