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Landkreis Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Positive Bilanz zur Friedensdekade

Pax Christi Schramberg blickt auf erfolgreiche Aktionen zurück

Schramberg (pm) – Auch dieses Jahr war es wieder möglich, die Ökumenische Friedensdekade mit dem Motto „Krieg 3.0“ in Schramberg durchzuführen. In Kooperation mit der Volkshochschule Schramberg und dem Netzwerk Willkommen konnte ein anspruchsvolles Programm entwickelt werden. „Die Mühe hat sich gelohnt“ so zieht Peter Schimak Sprecher der Pax Christi Gruppe Bilanz, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Die erste Veranstaltung fand am 13. November im Marienheim statt mit Helmut Kurz aus Rottenburg, der über die Kriegsdienstverweigerer im 2. Weltkrieg referierte. Man freute sich hier besonders, dass etliche Schüler und Schülerinnen des Gymnasium den Weg ins Marienheim gefunden hatten.

Am Samstag, 17. November sammelte die Pax Christi Gruppe auf dem Rathausplatz Unterschriften für einen Brief an die für Wahlkreis Rottweil – Tuttlingen zuständigen Bundestagsabgeordneten. In diesem Brief wurde die Sorge formuliert, dass die geplante gewaltige Aufrüstung der Bundeswehr, entsprechend dem Zwei-Prozent-Ziel der NATO, vor allem in Bereich der digitalen Waffentechnologie zu einem neuen Rüstungswettlauf führen könnte. Statt Aufrüstung wurden Abrüstungsverhandlungen, Beseitigung von Fluchtursachen sowie mehr Bildung als Wege zu mehr Sicherheit und Frieden gefordert.

Pax Christi wollte auf den Rathausplatz auch Menschen ansprechen, die man über Veranstaltungen im Saal schlecht erreichen könne. Es fanden viele gute Gespräche statt mit Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Inhalt des Briefes übereinstimmten und auch unterschrieben. Es gab aber abweichende Meinungen dazu, doch wurden diese in einer guten Atmosphäre geäußert.

Der Friedensgottesdienst am Sonntag, 18. November in der Pfarrkirche St. Maria, bot der Gruppe Möglichkeiten der Mitgestaltung. Sehr erfreut waren die Gruppenmitglieder über sehr positive Rückmeldungen am Ende des Gottesdienstes. Pax Christi sah das auch als Verdienst von Pfarrer Kocholl an, der diese Mitgestaltung ermöglicht hatte.

Zum Abschluss der Dekade wurde am 20.November im Subiaco der Dokumentarfilm „Human Flow“ des chinesischen Künstlers und Aktivisten Ai Wei Wei gezeigt. Der Film macht in eindringlichen Bilder deutlich, welches Flüchtlingselend sich auf der ganzen Welt ereignet und keineswegs nur im Nahen Osten und Europa . Diese Verbindung von Friedensbemühungen nicht nur im Bereich der Rüstungstechnologien anzusetzen, sondern auch bei der Überwindung von Fluchtursachen, machten diesen Film zu einen wichtigen Beitrag.

 

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