Positive Rückmeldungen auf die Ausstellung „Echt mein Recht!“ in Heiligenbronn

Ausstellungsbesucher aus der Werkstatt für behinderte Menschen in Heiligenbronn mit dem Leiter der Blindenwerkstatt, Friedrich Palmer (rechts), beim Besuch in der Ausstellung „Echt mein Recht!“. Foto: Graf/Stiftung St. Franziskus

Schram­berg-Hei­li­gen­bronn (pm) – Fast einen Monat lang war in Hei­li­gen­bronn die Wan­der­aus­stel­lung „Echt mein Recht!“ für Men­schen mit Lern­schwie­rig­kei­ten auf­ge­baut. Sie infor­mier­te auf krea­ti­ve Wei­se über die The­men sexu­el­le Selbst­be­stim­mung und Schutz vor Gewalt, sexu­el­le Bedürf­nis­se, Part­ner­schaft und Lie­be, wie die Stif­tung St. Fran­zis­kus in einer Pres­se­mit­tei­lung infor­miert.

Die Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­te der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn, The­re­sia Wer­ner, hat die Aus­stel­lung orga­ni­siert und betreut. Mit der Reso­nanz ist sie sehr zufrie­den. Bei der Mul­ti­pli­ka­to­ren­schu­lung waren 27 Betreu­ungs­per­so­nen dabei. Vor allem von den Koope­ra­ti­ons­part­nern des kreis­wei­ten Inklu­si­ons-Initia­ti­ve GIEB und der Behin­der­ten­hil­fe der Stif­tung wur­de die Aus­stel­lung mit allein 25 Grup­pen rege besucht.

Erar­bei­tet wur­den die Tafeln und Mate­ria­li­en vom „PET­ZE-Insti­tut für Gewalt­prä­ven­ti­on“ in Kiel zusam­men mit Men­schen mit Han­di­cap. Die The­men reich­ten von den Funk­tio­nen des mensch­li­chen Kör­pers über die Gestal­tung von Bezie­hun­gen bis zu den Rech­ten der Ein­zel­nen. Auf viel­fäl­ti­ge Wei­se mit inter­ak­ti­ver Bedie­nung, Hör- und Seh­hil­fen bot die Aus­stel­lung auch sprach­lich weni­ger geüb­ten Per­so­nen dank ein­fa­cher, direk­ter Spra­che und Visua­li­sie­run­gen span­nen­de Infor­ma­tio­nen, die abwechs­lungs­reich gestal­tet waren und bei den Besu­chern gro­ßes Inter­es­se fan­den. Das zeig­ten die über­wie­gend grü­nen Bäl­le im Feed­back-Glas, für das ver­schie­den­far­bi­ge Bäl­le als Rück­mel­dung zur Aus­wahl stan­den.
Das zeig­ten aber auch Rück­mel­dun­gen der Besu­cher im Gäs­te­buch. Die The­men haben vie­les ange­regt und des sind dabei gute Gesprä­che ent­stan­den“, hielt eine Grup­pe der Lebens­hil­fe Rott­weil fest. Ein Werk­statt­be­schäf­tig­ter schrieb: „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar, egal ob gesund oder behin­dert. Jeder hat das Recht, ‚nein‘ zu sagen.“
Unter­stützt wur­de die Orga­ni­sa­ti­on der Wan­der­aus­stel­lung durch den Diö­ze­sanca­ri­tas­ver­band und Akti­on Mensch. In der Anspra­che und der Beglei­tung der Ziel­grup­pe arbei­te­te The­re­sia Wer­ner mit dem Inklu­si­ons­pro­jekt „GIEB“ und sei­nen Part­nern zusam­men. Die Men­schen mit Lern­schwie­rig­kei­ten wur­den durch die geschul­ten Beglei­ter mit ihren Fra­gen nicht allei­ne gelas­sen. Viel­fach konn­ten sie aber auch auf­grund der Hil­fen und der anre­gen­den Gestal­tung sich auch selb­stän­dig über Fra­gen der Sexua­li­tät und Selbst­be­stim­mung kun­dig machen. Auch ande­re Besu­cher nutz­ten bei den öffent­li­chen Ter­mi­nen wie bei den Open-Air-Kino-Aben­den die Gele­gen­heit, sich von der Aus­stel­lung sen­si­bi­li­sie­ren zu las­sen.

Die Aus­stel­lung hat sehr viel Lob für ihre anspre­chen­de Gestal­tung und ihre Pass­ge­nau­ig­keit für die Belan­ge der Ziel­grup­pen erhal­ten“, zieht The­re­sia Wer­ner selbst ein posi­ti­ves Fazit. Sie war damit ein wich­ti­ger Bei­trag dazu, den betreu­ten Men­schen ein Gespür für ihre Rech­te zu geben. Man­ches, was in der Aus­stel­lung gele­sen oder gehört wur­de, wer­de viel­leicht erst nach eini­ger Zeit ins Bewusst­sein kom­men oder Gesprächs­the­ma wer­den. Eini­ge der The­men wer­den auch in das sexu­al­päd­ago­gi­sche Kon­zept der Stif­tungs-Behin­der­ten­hil­fe ein­ge­ar­bei­tet, das bis zum Ende des Jah­res erar­bei­tet wird.