Generaloberin Schwester Agnes Löber brachte das Gnadenbild der Heiligenbronner Wallfahrt in gemeinsamer Prozession mit Pfarrer Schitterer, den Schwestern und den Besuchern des Wallfahrtsgottesdienstes an ihren Stammplatz in der frisch renovierten Kirche St. Gallus zurück. Foto: Graf/Stiftung St. Franziskus

Zum Abschluss der Reno­vie­rungs­ar­bei­ten in der Wall­fahrts­kir­che St. Gal­lus in Hei­li­gen­bronn wur­de das Gna­den­bild aus der Gna­den­ka­pel­le von sei­nem zwei­mo­na­ti­gen Exil in der Haus­ka­pel­le des Klos­ters mit einer Pro­zes­si­on an sei­nen Ort über der Quel­le zurück­ge­führt. Dar­über berich­tet die Stif­tung St. Fran­zis­kus in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Im Wall­fahrts­got­tes­dienst vor Palm­sonn­tag mit dem Haus­geist­li­chen des Klos­ters, Pfar­rer i. R. Richard Schit­te­rer, zogen Schwes­tern und Besu­cher von der Haus­ka­pel­le in die Kir­che und san­gen „Mut­ter Got­tes, wir rufen zu dir“. Gene­ral­obe­rin Schwes­ter Agnes Löb­er ging mit dem Gna­den­bild vor­aus, das wäh­rend des Got­tes­diens­tes noch auf dem Altar Platz fand.

Im Hin­blick auf die bevor­ste­hen­de Pas­si­ons­zeit und die öster­li­chen Tage rief Pfar­rer Schit­te­rer zu einer bewuss­ten Nach­fol­ge Jesu in gan­zer Ernst­haf­tig­keit auf: „Unser Herz muss bren­nen.“

Am Ende des Wall­fahrts­got­tes­dienst erteil­te Schit­te­rer mit dem Gna­den­bild in den Hän­den den Segen und brach­te es zurück an sei­nen Platz in der Gna­den­ka­pel­le, wo die Schwes­tern noch das Hei­li­gen­bron­ner Wall­fahrts­lied „Jung­frau, Mut­ter, schmer­zens­rei­che“ anstimm­ten. Die Holz­skulp­tur aus dem 14. Jahr­hun­dert beglei­tet die Hei­li­gen­bron­ner Wall­fahrt seit die­ser Zeit. Das längs­te Exil wäh­rend­des­sen erleb­te die viel­be­such­te Hei­li­gen­bron­ner Pie­ta wäh­rend dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg, als sie für fünf Jah­re in Obern­dorf in Sicher­heit gebracht wur­de.

So lan­ge dau­er­te das Exil des Gna­den­bilds dies­mal nicht. Ende Janu­ar began­nen die Reno­vie­rungs­ar­bei­ten im Innern der St. Gal­lus-Kir­che. Haupt­säch­lich Maler­ar­bei­ten wur­den vor­ge­nom­men, für die der Kir­chen­raum kom­plett ein­ge­rüs­tet wur­de. Die Wän­de wur­den neu gestri­chen und die Gemäl­de in der Gna­den­ka­pel­le restau­riert. Kreuz­weg und Votiv­ta­feln wur­den gerei­nigt und neu befes­tigt. Die Türen erhiel­ten neue Schlös­ser und auch der Orgel­bau­er nutz­te die Schlie­ßung der Kir­che zu War­tungs­ar­bei­ten.

Wäh­rend die­ser Zeit fan­den die Got­tes­diens­te und Andach­ten in der Haus­ka­pel­le der Fran­zis­ka­ne­rin­nen statt, in der auch die Gna­den­mut­ter-Skulp­tur ihren Platz fand. Die Schwes­tern­ge­mein­schaft freu­te sich, dass die­ses Ange­bot in der Zeit der Reno­va­ti­on gut ange­nom­men wur­de. Nun wer­den die Got­tes­diens­te der Kir­chen­ge­mein­de, Trau­er­fei­ern, Beicht­ge­sprä­che und an Sonn- und Fei­er­ta­gen das abend­li­che Ves­per der Schwes­tern wie­der in der Kir­che abge­hal­ten. Deren eben­falls begon­ne­ne Außen­re­no­vie­rung mit Sand­stein­ar­bei­ten soll etap­pen­wei­se über das gan­ze Jahr hin­weg erfol­gen.