Auf einer außer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung des För­der­ver­eins Müns­ter­bau­hüt­te Hei­lig-Kreuz Rott­weil wur­de beschlos­sen, für die lau­fen­de Innen­re­no­va­ti­on des Müns­ters 150.000 Euro zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Die Pla­nun­gen für die Rei­ni­gung der Raum­scha­le und die Reno­va­ti­on der Altä­re und zahl­rei­chen Skulp­tu­ren sind in vol­lem Gan­ge. Außer­dem wird der­zeit die gan­ze Kir­che ver­mes­sen. Die Neu­ver­mes­sung ist not­wen­dig, um eine exak­te Pla­nungs­grund­la­ge zu haben. Bis­lang exis­tie­ren ledig­lich idea­li­sier­te Plä­ne aus dem Jahr 1915, die etwa vor­han­de­ne Schief­wink­lig­kei­ten nicht zei­gen. Die Kir­chen­ge­mein­de muss einen Eigen­an­teil zu den Gesamt­kos­ten der Reno­vie­rung bei­tra­gen, zu der auch die Diö­ze­se, das Denk­mal­amt und ver­schie­de­ne Son­der­pro­gram­me des Lan­des und des Bun­des Geld geben. Der Vor­sit­zen­de, Prof. Dr. Wer­ner Mez­ger, beton­te auch, dass die­se Sum­me „grö­ßer und volu­mi­nö­ser“ sei als frü­her. Er bat die Ver­samm­lung, „vor­be­halt­lich des Abrufs“ mit sofor­ti­ger Wir­kung 150.000 Euro zur Ver­fü­gung zu stel­len. Müns­ter­pfar­rer Dekan Mar­tin Stöf­fel­mai­er bedank­te sich herz­lich für die groß­zü­gi­ge Spen­de, die natür­lich die Kir­chen­ge­mein­de ent­las­te. Aus der Ver­samm­lung brach­te Ras­mus Rein­hardt den Vor­schlag ein, mit einem Teil des Gel­des sol­le ein Rei­ni­gungs-Laser ange­schafft wer­den. Da die­ser für eine der sechs Rei­ni­gungs­me­tho­den über ein Jahr lang gebraucht wer­de und täg­lich hohe Miet­kos­ten anfal­len wür­den, wäre der Kauf wohl die bil­ligs­te Lösung. Da sich ein sol­cher Laser nahe­zu war­tungs­frei ist und sich so gut wie nicht abnutzt, wäre auch der Wie­der­ver­kauf kein Pro­blem.

Frank Mai­er stell­te die neu­en Fly­er vor, mit denen der Ver­ein wei­te­re Mit­glie­der wer­ben will. Er kün­dig­te auch an, dass es bis zum Advent einen neu­en Jah­res­ka­len­der mit Bil­dern vom Müns­ter geben wird. Die Mit­glie­der sol­len ihn als Weih­nachts­ge­schenk bekom­men, er soll aber auch ver­kauft wer­den.

Gezeigt wur­den auch Bil­der vom Müns­ter. Details von Schä­den, Auf­nah­men von frü­her und Foto­mon­ta­gen zu mög­li­chen Ver­än­de­run­gen, wie etwa ein Bild von 1912 mit der Kan­zel links, ein Bild von 2015 mit der Kan­zel rechts und eine mög­li­che Ver­si­on der Zukunft „ohne Kan­zel“?

Archi­tekt Dr. Ste­fan Blum sprach zum The­ma „Licht“ im Hei­lig-Kreuz-Müns­ter. Er beschei­nig­te Hei­deloff, der das Müns­ter rego­ti­siert hat, einen gekonn­ten Umgang mit dem Licht in die­sem goti­schen Raum des 19. Jahr­hun­derts. Elek­tri­zi­tät war noch unbe­kannt. Gro­ße Fens­ter und Ver­gol­dun­gen muss­ten sich ergän­zen um wich­ti­ge Gegen­stän­de (etwa Kreuz und Kan­zel) im dunk­len Raum her­vor­zu­he­ben. Einen Ein­druck von die­ser Licht­si­tua­ti­on bekom­me man heu­te noch in der Oster­nacht oder bei den Rora­te­got­tes­diens­ten, wenn die Beleuch­tung aus­ge­schal­tet ist. Heu­te hät­ten wir die Mög­lich­keit, mit LED ener­gie­spa­rend und ohne dass man Lam­pen sieht, Räu­me ins rech­te Licht zu set­zen. Er zeig­te dies am Bei­spiel der Kir­che San­ta Maria dell‘ Ani­ma in Rom.